Ende letzten Jahres konnte Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf nicht nur bei uns eine Traumwertung einfahren (»zum Review), sondern stand auch in den Verkaufscharts ganz oben. Der Nachfolger des Knobelspiels mit dem Untertitel Die Schatulle der Pandora ist nun auch endlich in Deutschland erhältlich (während in Japan im November bereits der vierte Teil der Serie erscheint). Ob das zweite DS-Abenteuer ebenso überzeugen kann, wie der Vorgänger, lest ihr im Review.
Wahrgewordene Spukgeschichten und Verbrechen
Um die Schatulle der Pandora ranken sich zahlreiche Mythen. Sie soll angeblich jedem den Tod bringen, der ihren Deckel öffnet. Wo ein mysteriöser Gegenstand ist, kann ein Archäologe mit einem Hut als Markenzeichen nicht weit sein. Professor Hershel Layton heißt der Mann, dessen Interesse an der Schatulle deutlich wächst, als er einen Brief von seinem Freund und Lehrer Doktor Andrew Shrader erhält. Dieser hat es geschafft, die Schatulle in seinen Besitz zu bringen, und möchte wissen, was an den Geschichten dran ist. Professor Layton und sein Lehrling Luke machen sich sofort auf den Weg zu ihm. Als sie ankommen, finden sie jedoch die Leiche von Dr. Shrader auf dem Boden, von der Schatulle keine Spur. Hat tatsächlich die Schatulle Dr. Shrader getötet oder handelt es sich doch um einen Raubmord? Der einzige Hinweis, den Luke und der Professor finden, ist eine Fahrkarte für den Molentary Express, auf der jedoch nicht mal ein Zielort steht.
Knobeleien en masse
Im Verlauf des Spiels werdet ihr nicht nur den Molentary Express nach Hinweisen absuchen, sondern auch in zwei Dörfern Halt machen. Doch die Umgebung gibt in
Professor Layton und die Schatulle der Pandora wenig Aufschluss über das Mysterium. Vielmehr müsst ihr euch auf die zahlreichen Leute stürzen, denen ihr auf eurem Weg begegnet. Doch bevor die Informationen herausrücken, bombardieren sie euch mit Rätseln. Die insgesamt 153 Rätsel (die ihr natürlich nicht alle lösen müsst) lassen sich in viele Kategorien einordnen, die die Klassiker wie räumliches Denken, Alter berechnen, Irrgärten, Papierfalten, Springer- oder Schieberätsel abdecken. Jede Woche könnt ihr euch außerdem ein weiteres Rätsel via Nintendo WFC herunterladen.
Kommt man anfangs noch problemlos auf die richtige Lösung, lassen einige Knobeleien am Ende des Spiels schon die Köpfe rauchen. Zur Belohnung für gelöste Rätsel gibt es Pikarat, mit denen ihr Boni wie Galerien freischaltet. Je schwerer das Rätsel ist, desto mehr Pikarat gibt es dafür. Die Anzahl nimmt jedoch ab, wenn ihr falsch tippt. Kommt ihr einmal gar nicht weiter, könnt ihr eine Hinweismünze einsetzen, um einen von bis zu drei Tipps freizukaufen. Die Münzen sind überall im Spiel versteckt, den Bildschirm abzusuchen, lohnt sich also.
Die Bedienung des Knobelspiels lässt keine Wünsche offen. Hier zeigen sich die Vorzüge des DS ganz klar. Ob Details einkreisen, Zahlen eingeben oder Antworten antippen, die Rätsel lassen sich bequem mit dem Touchpen lösen und die Steuerung wird im Prolog ausführlich erklärt. Auch außerhalb der Rätsel, wenn ihr durch statische Hintergründe im Zug oder im Dorf wandert, leistet das Utensil gute Arbeit. So sprecht ihr Menschen an, indem ihr sie antippt, oder entscheidet euch mit dem Schuh in der Bildschirmecke, in welche Rchtung ihr euch bewegen wollt.
Comic-Look und Sprachausgabe
Ein weiterer Pluspunkt für
Professor Layton ist die charmante Comic-Optik. Seien es die liebenswerten Figuren oder die detailreichen Schauplätze, grafisch weiß das Spiel zu begeistern. Die Ingamegrafik wird nur noch durch die Zwischensequenzen getoppt. Die Animationen von
Professor Layton und die Schatulle der Pandora suchen auf dem DS ihresgleichen.
Hier kommen, wie auch bei storyrelevanten Dialogen, die deutschen Synchronsprecher zum Einsatz, die viel zur Atmosphäre des Titels beitragen. In den weniger wichtigen Gesprächen bleiben die Figuren allerdings stumm. Übersetzt wurde hingegen das gesamte Spiel. Die Melodien sind meistens schon aus dem Vorgänger bekannt und wiederholen sich schnell, sind jedoch trotzdem nicht nervig.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:

