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BLOOD BOWL
 Test von Sebastian Hamers (25.07.2009) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Strategie Publisher:Koch Media
Termin:10. Juli 2009 Entwickler:Cyanide Studio

Vor knapp 20 Jahren brachte die deutsche Firma Rainbow Arts ein Spiel auf den Markt, das eine bunte Mischung aus Taktik, Sportspiel, Action und Management-Anteilen versprach. M.U.D.S. – Mean Ugly Dirty Sport – war im Kern ein Football-Spiel mit Fantasy-Setting. Regeln waren nur dazu da, um gebrochen zu werden. Brutalste Fouls zählten zum Tagesgeschäft und auch außerhalb des Spielfelds wurde mit harten Bandagen gekämpft. Blood Bowl schlägt in die gleiche Kerbe, hat jedoch die offizielle Lizenz des beliebten Tabletops aus dem Hause Games Workshop im Rücken. Entwickler Cyanide Studio konnte also aus den Vollen schöpfen und bekannte Völker und Rassen aus der Welt von Warhammer ins Spiel integrieren. Was der Titel außer einem dicken Lizenzpaket noch auf der Pfanne hat, erfahrt ihr in unserem Test.


Bei den Warhammer-Machern von Games Workshop zählt das Tabletop Blood Bowl zu den älteren Marken im hauseigenen Portfolio. Schon seit 1986 wird das Spiel von ihnen vertrieben und immer wieder überarbeitet. Neben zahlreichen Regel-Updates und neuen Miniaturen, brachte Games Workshop auch eine Umsetzug für den PC heraus, welche 1994 erschien, jedoch nur wenig Beachtung fand. 15 Jahre später wagt Cynanide einen weiteren Versuch und schickt das Spiel gleich für mehrere Plattformen ins Rennen. Neben der PC-Version, die mein Kollege Jens bereits für euch »getestet hat, gibt es auch eine PSP-Fassung und die nun vorliegende DS-Version.


American Football vs. Blood Bowl

Natürlich will und kann Blood Bowl die Verwandtschaft zum American Football nicht verleugnen. Auf dem Spielfeld stehen sich zwei konkurrierende Teams gegenüber, die jeweils aus bis zu elf Spielern bestehen. Gegebenenfalls kann die Maximalanzahl unterschritten werden. Denn bei Blood Bowl ist es durchaus üblich, dass der ein oder andere Spieler während der laufenden Partie aus diversen Gründen aus dem Match ausscheidet. Natürlich dürfen diese durch Einwechselspieler ersetzt werden, doch auch die längste Reservebank ist bei entsprechender Spielweise schnell ausgedünnt. Die Partie besteht aus zwei Halbzeiten, die jeweils acht Runden andauern. Ganz wie beim realen Vorbild ist es euer Ziel, den Ball in die gegnerische Endzone zu bugsieren. Gewinner des Matches ist, wer nach 16 Runden die meisten Punkte erzielt hat. So weit… so einfach! Was relativ simpel klingt, birgt dennoch einiges an taktischem Tiefgang.

Seid ihr an der Reihe, habt ihr die Möglichkeit mit jedem eurer Spieler eine Aktion durchzuführen. Diese sind vielseitiger, als man denken mag. Wichtigste strategische Komponente ist natürlich die richtige Positionierung der einzelnen Spieler. Für die einfache Bewegung steht jedem Spieler eine individuelle Anzahl an Bewegungspunkten zur Verfügung. Elementar ist ebenso die Fähigkeit des Blockens. Setzt ihr einen Block bei einem Gegner an, kann dies verschiedene Auswirkungen hervorrufen. Im Optimalfall wird der Verteidiger zurückgeworfen und geht dabei zu Boden. Geschickte Verteidiger können diesem Schicksal möglicherweise jedoch entgehen, wenn sie über die Fertigkeit „Ausweichen“ verfügen. Des Weiteren können Verteidiger auch einfach nur zurückgestoßen werden. Dies bedeutet, dass der Verteidiger ein Feld zurückgestellt wird. Doch nicht immer geht der Vorgang des Blockens so positiv für den Angreifer vonstatten. Er kann beim Blockversuch auch durchaus selbst auf die Nase fallen und dabei stürzen.


It’s in the stats!

Blood Bowl sind seine Tabletop-Wurzeln deutlich anzumerken. Bei jeder Aktion und jeder Entscheidung wird gewürfelt. Dies lässt eine nicht ganz unerhebliche Glückskomponente ins Spiel mit einfließen. Ob eine Aktion gelingt oder nicht, hängt jedoch nicht ausschließlich vom Würfelglück ab, sondern auch von den Fertigkeiten eurer Spieler. Jede Figur verfügt über vier unterschiedliche Attribute. Die Bewegungsweite gibt Auskunft über die Anzahl der Felder, die ein Spieler zurücklegen kann. Zudem wird die Bewegungsrate bei einigen anderen Aktionen benötigt. Das Aufhelfen eines Mitspielers kostet beispielsweise drei Bewegungspunkte. Das Attribut Stärke hingegen wird beim Blocken angewandt. Je höher eure Stärke im Vergleich zum Gegner ist, desto höher ist die Chance auf einen Erfolg. Geschicklichkeit ist wichtig für Spieler, die hin und wieder auch mal mit dem Ball in Berührung kommen. Das Attribut hilft beim Fangen und Werfen des Balls, ebenso beim Ausweichen. Zu guter Letzt gibt es noch den Rüstungswert. Dieser dient dazu, Verletzungen zu vermeiden, was in einer Blood Bowl-Partie sicherlich nicht ganz unnützlich ist.

Wie ihr seht, hängen Erfolg und Misserfolg von allerhand Faktoren ab. Das verleiht dem Spiel einen starken strategischen Touch. Deshalb ist es sehr wichtig, dass ihr euer Team gut kennt und geschickt zusammenstellt. Um die Übersicht ein wenig zu erleichtern, sind die Spieler in verschiedene Kategorien eingeteilt. Ein Blocker etwa weiß mit dem Ball nicht sonderlich viel anzufangen, ist aber gut darin, den Gegnern zuzusetzen. Fänger hingegen sind flink, aber recht anfällig. Blitzer sind echte Alleskönner und oftmals die Stars der Mannschaften. Durch den ständigen Einsatz in den Matches erhalten die Spieler zudem Erfahrungspunkte, die ihr nach Belieben verteilen dürft. Zahlreiche Sonderfertigkeiten wie das bereits erwähnte „Ausweichen“ machen den Ablauf noch komplexer.


Turnover! Die Runde ist beendet!

Ein entscheidendes Element in Blood Bowl ist der Turnover. Dieser grobe Schnitzer eines Spielers, lässt für euch die Runde direkt enden. Nach einem Turnover darf keiner eurer Spieler mehr eine Aktion ausführen, auch wenn sie noch über ausreichend Aktionspunkte verfügen. Ein Turnover kann durch folgende Gründe ausgelöst werden:
1) Ein Spieler geht zu Boden oder wird des Feldes verwiesen.
2) Ein geworfener Ball wird nicht gefangen.
3) Ein Spieler schafft es nicht, einen liegenden Ball aufzuheben.
4) Touchdown
5) Zeit ist abgelaufen
6) Ein Spieler mit Ball wird geworfen und dieser kann nicht richtig landen.

Aufgrund dieser Regelung ist es immer wichtig, die Wahrscheinlichkeit eines drohenden Turnovers zu beachten, da er großen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf hat.


Tabletop-Freunde begrüßen die Nähe zum Original

Kennern der Tabletop-Vorlage werden schnell bemerken, dass sich die Macher gut aus der proppenvollen Lizenz von Games Workshop bedient haben. Nicht nur bleibt das Videospiel nahe an der Vorlage, sondern bindet auch viele der beliebten Völker und Rassen aus dem Wahrhammer-Universum ein. Zu ihnen zählen beispielsweise die Klassiker wie Menschen, Zwerge, Orks und Goblins, aber auch exotischere Rassen wie die Skaven oder das Chaosteam. Jede Rasse hat ihre ganz spezifischen Vor-und Nachteile. So sind die Zwerge beispielsweise starke Blocker, haben dafür jedoch Probleme mit der Geschwindigkeit. Die Menschen stellen wieder einmal die Allrounder dar, während man die Skaven mit schnell und schwach klassifizieren könnte.


Vom Quickplay zum Grand Slam – die Spielmodi in Blood Bowl

Der Kern von Blood Bowl ist sicherlich der Karrieremodus. Um eine Karriere zu starten, müsst ihr zunächst einen von drei Wettbewerben auswählen. Neben dem Pokal mit klassischem KO-System, steht euch eine Meisterschaft und ein Grand Slam, der beide Modi vereint, zur Verfügung. Bevor ihr euer Team ins Rennen schickt, müsst ihr zunächst auf dem Transfermarkt zuschlagen. Mit einem gewissen Budget dürft ihr nach eigenem Gutdünken an eurer Mannschaft basteln. Mindestens elf Spieler sollten es aber dennoch sein, möglicherweise empfiehlt es sich aber auch die Ersatzbank adäquat zu besetzen. Doch nicht nur für Spielermaterial darf Geld ausgegeben werden. Auch die Bestechung eines Referees ist oftmals nützlich. Spendiert ihr dem Schiri einen netten Geldbetrag, drückt er bei einem Foul eures Spielers mal ein Auge zu. Ein Sanitäter am Seitenrand ist ebenfalls nicht zu verachten. Dieser rettet möglicherweise euren Starspieler vor dem Blood Bowl-Tod. Zu weit darf das Spiel auch gezockt werden, allerdings benötigt ihr dafür zwei DS-Karten.


DS-Features – Pros & Cons

Eigentlich ist der Nintendo DS für ein Spiel wie Blood Bowl recht gut geeignet. Eine Partie kann zwar nicht in fünf Minuten abgefrühstückt werden, dauert aber auch keine Ewigkeit. Eine Runde Blood Bowl zwischendurch dürfte wohl möglich sein. Der Touchscreen ermöglicht zudem eine recht komfortable Bedienung… eigentlich! Denn leider erweisen sich die einzelnen Felder auf dem Court als viel zu klein. Dies ermüdet auf Dauer die Augen doch sehr und beginnt recht schnell nervig zu werden. Ansonsten kann bei der Bedienung nicht viel gemeckert werden. Durch Klicken auf einen Spieler öffnet sich das Menü mit den zur Verfügung stehenden Aktionsoptionen. Der obere Bildschirm gibt dabei Auskunft über den aktuellen Spielstand sowie den Fortschritt der Spielrunden.

Wer nun mit dem Kauf des Spiels liebäugelt, sollte jedoch bedenken, dass die Einarbeitung in Blood Bowl keine Sache von fünf Minuten ist, wie es einem das Tuturial vorgaukeln mag. Die Grundzüge des Spiels sind zwar schnell begriffen, doch um das Gameplay zu meistern, wird eine nicht unerhebliche Einarbeitungszeit vonnöten sein. Selbst auf der einfachsten Schwierigkeitsstufe stellt Blood Bowl eine echte Herausforderung dar. Wenn ein Turnover zum x-ten Mal einen wohl ausgeklügelten Schachzug aus den Angeln hebt, ist Frust vorprogrammiert. Leidensfähige Fans der Tabletop-Vorlage werden dieses Gefühl sicherlich kennen … und ihre Freude daran haben.





Als Fan des Tabletops von Games Workshop habe ich mich wirklich sehr auf den Test des Spiels gefreut. Meine Erwartungen wurden größtenteils erfüllt. Das Spiel ist verdammt nahe dran am Original. Wer sich den Würfelspielen weniger verbunden fühlt, sollte Blood Bowl vor dem Kauf wenn möglich erst einmal antesten, denn wer nicht die nötige Portion Geduld mitbringt, wird an Blood Bowl keine große Freude haben. Das Spiel ist komplexer, als es auf den ersten Blick wirkt. Gerade die recht häufig auftretenden Turnovers könnten für Frust sorgen. Fans des Originals schlagen zu, der Rest sollte zumindest eine Probepartie wagen.
75%
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Pro:
offizielle Lizenz
strategischer Tiefgang
motivierender Karrieremodus
bleibt dem Orignial nahe

Contra:
Steuerung teilweise hakelig
Frustmomente durch Turnover-Prinzip
lange Einarbeitungszeit nötig


Offizielle Website:
 BloodBowl-Game



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