Auf den Konsolen streiten sich die beiden Vorzeigekicker "FIFA" und "PES" schon seit langer Zeit um die Genrespitze. Auf den Handhelds hingegen, hat noch ein dritter Kandidat die selben Absichten: "Real Football". Ob der Titel einen Anspruch auf den Fußball-Thron hat, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test zu "Real Football 2009".
Solider Umfang
Nachdem ihr die Sprache festgelegt habt, erwartet euch der Titelbildschirm. Hier stehen euch die Spielmodi Cup, Liga, Mehrspieler und das Training zur Auswahl. Letzteres solltet ihr zuerst besuchen, da sich in Sachen Steuerung seit der letzten Ausgabe einiges getan hat.
Im Gegensatz zum Vorgänger könnt ihr "Real Football 2009" nun erstmals auch mit dem Touchscreen steuern. Dabei lenkt ihr euren Spieler mit dem D-Pad des DS, führt aber alle anderen Aktionen mit dem Touchpen aus. So könnt ihr beispielsweise durch einen kurzen Strich auf dem Touchscreen passen oder durch Antippen des Screens schiessen. In der Regel geht das zwar gut von der Hand, doch leider werden die Eingaben nicht immer korrekt erkannt, was sehr frustrierend sein kann. Natürlich könnt ihr "Real Football 2009" auch ohne Touchscreen-Einsatz spielen. Hier lenkt ihr euren Spieler mit dem D-Pad und führt die anderen Aktionen allesamt mit den Buttons aus. Wir bevorzugen die letzte Variante, da es sich der Titel damit einen Tick einfacher und besser spielt.
Wer es unkompliziert mag und lieber gleich drauflos kicken will, wird mit dem Freundschaftsspiel-Modus glücklich werden. Hier könnt ihr eure Mannschaft auswählen und die des Computers bestimmen.
Etwas umfangreicher sind die Modi Liga und Cup. In der Liga könnt ihr zwischen der französischen, der spanischen, der italienischen, der englischen als auch der Welt- und der Bundesliga wählen. Habt ihr euch für ein Lieblingsteam entschieden, könnt ihr gegen die 19 gegnerischen Mannschaften um den Meistertitel spielen. Im Cup erwarten euch jede Menge Turniere. Egal ob ihr im Internationalen Cup oder in einer der Kontinentencups antretet, vom Umfang her wird euch unter diesem Menupunkt genügend geboten.
Mertexaxer, Close und Rahm
Erfreulicherweise hat sich in Sachen Lizenzen einiges getan. Viele Nationalteams sowie die komplette englische, spanische, französische und italienische Liga wurden vom Entwickler lizensiert. Leider, laufen weder die Kicker aus der deutschen Bundesliga noch die der Nationalelf mit Originalnamen aufs Feld. Wenigstens sind diese an ihren leicht abgeänderten Bezeichnungen leicht zu erkennen.
Fürs Auge und fürs Ohr
Gegenüber der 2008-Version hat sich in Hinsicht auf die Optik so gut wie nichts getan. Eigentlich auch gut so, denn schon im vergangenen Jahr konnte "Real Football 2009" mit einer prächtigen 3D-Grafik und realistischen Animationen überzeugen. Letztere wurden nun ein wenig verfeinert. Akkustisch kann "Real Football 2009" jedoch weniger überzeugen. Ein Kommentator oder eine musikalische Untermalung des Spielgeschehens fehlt noch immer gänzlich. Lediglich die euphorischen Fangesänge sorgen das richtige Stadio-Feeling. Auf dem Rasen herrscht hingegen zumeist Totenstille.