Erfolgreiche Spiel-Konzepte ziehen Nachahmer an. Das war immer so und wird wohl auch noch lange so bleiben. Und auch im Fall von Gamelofts "Guitar Rock Tour" tritt dieses Prinzip wieder zu. Denn, wie der Name es schon andeutet, handelt es sich bei dem Titel um einen "Guitar Hero"-Klon. Der kommt ohne eigene Hardware daher, dafür aber mit einigen guten Tracks. Reicht das, um richtig abzurocken?
Von der Schülerband zum gefeierten Star
Ähnlich wie in den bekannten Vorbildern geht es auch bei "Guitar Rock Tour" zu - ihr fangt im Storymodus als namenlose Band an und bestreitet mit unzähligen Konzerten euren Weg zum Ruhm. Um euch jedoch etwas Abwechslung zu bieten, habt ihr nicht nur die Gitarre zur Verfügung, sondern könnt auch hinter dem Schlagzeug eurer Band Platz nehmen.
Zu Beginn eurer Karriere wählt ihr aus sechs vorgegebenen Charakteren euren neuen potenziellen Superstar aus und entscheidet euch für Gitarre oder Schlagzeug. Von dieser Wahl könnt ihr während des Story-Verlaufes dann auch nicht mehr abrücken. In Zwischenszenen im Comic-Look wird euch die Geschichte eures Aufstieges präsentiert.
Eine musikalische Reise um die Welt
Mit fortschreitender Karriere bereist ihr die ganze Welt, verschiedene Orte warten auf euch und eure Band. Wo auch immer eure Tour euch hinführt, das Prinzip ist immer gleich: Ihr bekommt einige Songs zur Auswahl, und müsst diese erfolgreich meistern. Leider bietet die Gitarren-Rock-Tour mit gerade mal 15 Songs eine recht überschaubare Anzahl zu schrammelnder Songs, die Auswahl ist jedoch durchaus geglückt. Allerdings bleiben die Interpreten zu jeder Zeit unerwähnt - klar, hat man es hier doch mit (gut gemachten) Cover-Songs zu tun. Im Repertoire hat man aktuellere Titel wie "Girlfriend" (Avril Lavigne), "Underclass Hero" (Sum 41), "Who Knew" (Pink), "In The Shadows" (The Rasmus), "If Everyone Cared" (Nickelback), "What's My Age Again?" (Blink 182), aber auch einige Klassiker wie "Smoke On The Water" (Deep Purple) oder "Rock You Like A Hurricane" (Scorpions).
Anders als bei "Guitar Hero" habt ihr es als Gitarrist hier mit sechs statt der üblichen fünf Saiten zu tun. Da keine Hardware mitgeliefert wird, kommt zum Spielen der Touchpen zum Einsatz. Die Erkennung der Noten, die dann von oben herunterscrollen, funktioniert erstaunlich gut - sogar einen Tick besser als in der Handheld-Version von "Guitar Hero"! Je nach Schwierigkeitsgrad wird eurer Koordination zwar einiges abverlangt, insgesamt spielt es sich aber doch leichter. Teilweise müsst ihr Noten über einen längeren Zeitraum halten oder durch das Rüberwechseln zu einer anderen Saite Akkorde spielen.
Am Schlagzeug könnt ihr auch die Schultertasten des DS zum Spielen verwenden - links die Drums, rechts das Becken. Das ist für Einsteiger sicherlich der einfachste Weg, um mit dem Spielprinzip vertraut zu werden. In beiden Modi habt ihr zudem immer mal wieder Extras - durch Aktivierung eurer Superstar-Kraft werden eure Punkte durch einen Multiplikator vervielfacht, während die Feuernote dafür sorgt, dass eure Beliebtheit ganz schnell wieder nach oben geht. Spielerisch bringt euch das alles leider eher wenig.
Achievements auf dem DS
Im Spielverlauf schaltet ihr immer mal wieder Erfolge frei, die ihr euch im Menü ansehen könnt, zum Beispiel wenn ihr bestimmte Punktzahlen knackt oder in einem Schwierigkeitsgrad besteht. Das ganze orientiert sich stark an den Achievements (Erfolgen) der Xbox 360, bringt euch spielerisch aber genausowenig.
Ein Multiplayer-Modus ist natürlich auch am Start. Ob es den wirklich gebraucht hätte, ist allerdings fraglich. So könnt ihr zwar zusammen oder gegeneinander antreten, eine gemeinsame Karriere im Multiplayer-Modus wäre jedoch wünschenswert gewesen und hätte die Motivation sicher auch längerfristig hochgehalten. Und onlne lässt sich der Titel leider auch nicht spielen.