Level 5 startete vor einiger Zeit die Adventure-Serie um Professor Layton und seinen jungen Assistenten Luke. In Japan sind bereits drei Teile der beliebten Serie erschienen, bei uns ist seit November der erste Teil mit dem Namen "Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf" auf dem Markt. Wie gut der Titel in unserem Test abgeschnitten hat, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.
Saint-Mystere
Die Geschichte beginnt, als Professor Layton und sein charismatischer Assistent Luke auf dem Weg ins kleine und äusserst mysteriöse Dorf Saint-Mystere sind. Der Professor, der in diesem Spiel als Detektiv ermittelt, wurde von der Baronin Dahlia höchstpersönlich ins geheimnisvolle Dorf eingeladen, um dem Rätsel um den goldenen Apfel auf den Grund zu gehen. Der Ehemann von Baronin Dahlia, Augustus Reinhold, hinterliess mit seinem Tod ein Rätsel. Wer diese Denkaufgabe knackt, wird mit Reinholds gesamten Vermögen belohnt. Der Weg zur Lösung gestaltet sich dabei äusserst schwierig, da euch auf dem Weg dahin auch noch ein Mordfall angehängt wird. Für genügend Spannung ist somit gesorgt.
Mysteriöse Dorfbewohner
Kaum habt ihr die ersten Schritte in Saint-Mystere gemacht, wird euch klar, dass die Einwohner ziemlich kauzig sind. So tischt euch jeder Dorfbewohner mindestens ein Rätsel auf. Diese fangen leicht an, werden aber im weiteren Spielverlauf deutlich schwieriger. So müsst ihr zuerst etwa das Alter einer Person anhand einiger Angaben errechnen und bekommt gleich darauf eine noch grössere Kopfnuss vorgesetzt. Einige der Aufgaben könnt ihr dabei umgehen, andere müsst ihr unbedingt lösen, damit ihr im Spiel weiterkommt. Netterweise dürft ihr, falls ihr bei einem Rätsel nicht weiterkommt, bis zu drei Hinweismünzen einsetzen. Diese wurden an verschiedensten Orten im Dorf versteckt. Ein Antippen des Touch-Screens reicht zum Einsammeln der helfenden Goldstücke aus. Die Hinweismünzen geben euch meist hilfsreiche Tipps, so dass ihr spätestens nach dem dritten Hinweis kein Problem mehr habt, auf die richtige Lösung zu kommen. Doch Vorsicht vor unüberlegtem Münzeinsatz: Denn setzt ihr zuviele ein, nimmt die Anzahl an Pikarat, die ihr für die richtige Antwort in einem Rätsel bekommt, ab. Mit Pikarat könnt ihr euch am Ende des Spiels Bonusmateralien kaufen, wie etwa einen Film.
Wenn ihr alle 135 Rätsel gelöst habt, müsst ihr nicht traurig sein. Nintendo verspricht, jede Woche ein neues Rätsel nachzuliefern. Klasse!
Laufende Ermittlung
Durch Saint-Mystere bewegt ihr euch ausschliesslich mit dem Touchpen. Mit diesem aktiviert ihr den Fussmodus und könnt entscheiden, in welche Himmelsrichtung ihr laufen wollt. Mit Personen oder Gegenständen interagiert ihr durch Antippen des Touchscreens. Die Erkennung eurer Eingaben funktioniert jederzeit tadellos.
Prachtoptik
Ich wage zu behaupten, dass "Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf" - in optischer Hinsicht - das beste Spiel auf Nintendos DS darstellt. Jeder Schauplatz im Spiel ist mit viel Liebe zum Detail designt und sticht durch einen einzigartigen Zeichentrickstil hervor. Doch das wahre Highlight sind die gerenderten Zwischensequenzen. Hier können Zuschauer das Spiel nur mit Mühe von einem Kinofilm unterscheiden.
Das Knobelspiel ist mit einem ruhigen Soundtrack unterlegt, der euch wunderbar in die dichte Atmosphäre des hineinzieht. Der akustische Höhepunkt ist aber die englische Sprachausgabe. Besonders der Sychronsprecher von Hershel Layton fällt hier besonders positiv auf. Die Sprachausgabe kommt aber leider nur bei den Zwischensequenzen zum Einsatz, sonst erscheint jeder Dialog in Textform.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:

