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GAME OF THRONES - EPISODE 1: IRON FROM ICE
 Test von Tobias Sickmann (08.12.2014) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:Telltale Games
Termin:02. Dezember 2014 Entwickler:Telltale Games

Telltale, die zweite. Nur eine Woche nach Tales from the Borderlands bringt das Studio das nächste Adventure heraus. Mit Game of Thrones wird eine Vorlage adaptiert, die von Millionen Fans hoch angesehen wird. Kann man da den riesigen Erwartungen gerecht werden?


Spiel mir das Lied von Eis und Feuer

Es ist nicht der erste Versuch, dass das Fantasy-Universum von George R.R. Martin als Videospiel umgesetzt wird. Bereits im Jahr 2012 ist ein Action-Rollenspiel des Entwicklers Cyanide Studios als Lizenztitel erschienen. Trotz einer interessanten Story wurde das RPG von den meisten Fans verschmäht. Grund dafür waren lahmes Gameplay und miese Technik. Jetzt liegt es an Telltale Games eine gelungene Adaption von Game of Thrones zu schaffen. Ausgehend von den letzten Adventures wie The Walking Dead und Tales from the Borderlands müssen wir uns keine Sorgen machen, dass die Fantasy-Reihe in den falschen Händen liegt.

Die Schwierigkeit besteht in diesem Fall darin, eine eigene Geschichte zu erzählen, die im Kontext mit George R.R. Martins Universum Sinn ergibt und ohne Widersprüche koexistieren kann. Dass der Kanon von Game of Thrones nicht einfach so über den Haufen geworfen werden kann, durfte bereits im Vorfeld klar gewesen sein. Umso erstaunlicher ist es, wie gut sich die Geschichte des Adventures in die Vorlage einfügt. Uns wird das Schicksal des Hauses Forrester aus dem nördlichen Gebiet von Westeros anvertraut. Forrester mag zwar im Zusammenhang der Bücher und Serie nur eine unbedeutende Rolle zukommen, aber Telltale Games nutzt die Gelegenheit, um daraus seine eigene Geschichte zu formen.


Das Haus Forrester

Dem Haus Forrester stehen schwere Zeiten bevor. Nein, damit ist nicht der bevorstehende Winter gemeint. Nach dem vorläufigen Ende des Krieges der fünf Könige hat Forrester mit den Starks seine Schutzmacht verloren. Jetzt ist man dem verfeindeten Haus Whitehill wehrlos ausgeliefert, das seit Generationen einen Anteil an den kostbaren Ironwood-Wäldern einfordert, und mit Haus Bolton einen
machtvollen Verbündeten zur Seite stehen hat.

Ähnlich wie bei der Vorlage erleben wir das Geschehen aus der Sicht von mehreren Figuren. In der ersten Episode Iron from Ice schlüpfen wir in die Rolle von drei spielbaren Charakteren, die nicht nur um ihr eigenes Leben fürchten, sondern auch das Wohl des Hauses Forrester im Auge behalten müssen. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Folgen weitere Spielcharaktere der Forrester-Familie folgen werden, um sämtliche wichtige Orte innerhalb und außerhalb von Westeros abzudecken. Zu Beginn lernen wir den Knappen Gared Tuttle kennen, der dem Lord Forrester unterstellt ist. Gared ist zu höherem berufen, wird aber von mehreren Schicksalsschlägen getroffen. Später spielen wir den jungen Ethan Forrester, der früher als erwartet die Rolle als Lord einnehmen muss. Es liegt an uns, ob er dieser Verantwortung gewachsen ist. Die dritte im Bunde ist Mira Forrester, die als Dienerin von Margaery Tyrell in King's Landing (Königsmund) lebt. Sie kann nur aus der Distanz mit anschauen, wie ihr Haus der Bedrohung ausgeliefert ist. Dafür setzt sie ihre Hoffnung auf ein schützendes Urteil vom König, das jedoch die Absegnung der Königin Cersei Lannister erfordert.


HBO(nus)

Wer angesichts der vielen Namen und Häuser bereits den Überblick verliert, der dürfte wohl nicht mit dem Game of Thrones-Universum vertraut sein. Telltale Games richtet das Adventure eindeutig an Fans der Serie; ein leichter Einstieg für Nichtkenner sieht anders aus. Das Spiel gibt euch nur grob ein Bild von den politischen Machtverhältnissen. Viele wichtige Hintergrundinformationen zu Personen oder Orten werden quasi als bekannt vorausgesetzt. Ein umfangreicher Kodex oder eine anständige Einführung zum Game of Thrones-Universum sollte also niemand erwarten. Hinzu kommt, dass die Geschichte chronologisch betrachtet mitten in der dritten Staffel der Serie startet. Man sollte die TV-Serie also mindestens so weit geschaut haben.

Ein weiterer Bonus für Fans: Das Adventure wurde in Zusammenarbeit mit dem Serien-Produktionsstudio HBO entwickelt. Das bedeutet, dass bekannte Figuren wie die Lannisters ihren Schauspielern nachempfunden sind. Das bezieht sich nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf die Sprachausgabe. Der Wiedererkennungswert ist auf jeden Fall gegeben. Kleiner Tipp: Da viele Charaktere mit einem starken Dialekt sprechen, ist das Einschalten der Untertitel ratsam. Wenig überraschend ist die Erkenntnis, dass es Sprache und Texte nur auf Englisch gibt.


Goldene Zunge

Das Gameplay von Game of Thrones gibt sich noch zurückhaltender als andere Telltale-Spiele. Bis auf den Anfang, der mit Quick-Time-Events euer Timing auf die Probe stellt, wird der Rest der fast zweistündigen Episode mit Dialogen verbracht. Das Vorgehen in den Gesprächen nimmt also eine bedeutende Rolle ein. Die Entscheidungen haben besonders Gewicht, denn das Damoklesschwert hängt gefährlich über dem Haus Forrester. Als Ethan Forrester bestimmen wir, ob wir dem feindlichen Haus Whitehill diplomatisch oder aggressiv gegenüberstehen. Mira Forrester muss ausloten, wie viel Hilfe sie vom Königshaus verlangen kann, ohne dabei ihren Rang zu übersteigen. Fans wissen, welche Vorsicht in King's Landing geboten ist, denn Spione und Feinde kann es überall geben. Man muss zudem viel Souveränität mitbringen, um beim Kreuzverhör mit Cersei einen kühlen Kopf zu bewahren. Wie so oft haben unsere Entscheidungen Einfluss auf den Handlungsverlauf, der sich aber erst in den nächsten Episoden wirklich bemerkbar macht.

Dass wir in die Haut von gleich drei Charakteren schlüpfen, hatte bei uns im Vorfeld leichte Zweifel hervorgerufen. Während Tales from the Borderlands mit dem (Anti-)Helden-Duo gelungen zwischen Handlungsorten springt, hatte uns die The Walking Dead-Erweiterung 400 Days mit seinen fünf Charakteren ziemlich kalt gelassen. Zu kurz waren da die Spielabschnitte, um sich mit seiner Figur zu identifizieren. Zum Glück tritt dies bei Game of Thrones weniger stark auf. Das Spiel gibt den Figuren Gared, Ethan und Mira genügend Zeit, so dass wir uns schnell in ihre Lage hineinversetzen können. Im Verlauf von sechs (!) Episoden wird es wohl genügend Gelegenheiten geben, um die Charaktere vollständig zu entfalten.

Aufgrund der dialoglastigen Auslegung weist Iron from Ice noch einige Längen auf. Nur in wenigen Abschnitten kommt Nervenkitzel auf, so dass die Spannungskurve ab und zu am sinken ist. Dafür entschädigt das Finale von Iron from Ice, das mit einer hochexplosiven Stimmung für erhöhten Pulsschlag sorgen dürfte. Insgesamt betrachtet fühlt sich die erste Episode eher wie ein Prolog an, der euch in Ruhe mit dem Haus Forrester vertraut machen möchte, ehe die Geschichte vollständig an Fahrt auf nimmt.


Technisch mau

Telltale Games konnte bisher die teils altbackene Technik seiner Adventures mit einem comichaften Stil kompensieren. Für Game of Thrones wurde der schwarz umrandete Cel-Shading-Look jedoch nicht eingesetzt. Da sich das Adventure optisch an der Serie orientieren möchte, wurde in Bezug auf die Charaktermodelle auf ein realistischeres Aussehen gesetzt. Die warmen Farbtöne sorgen aber weiterhin dafür, dass die Grafik nicht völlig ihren Comic-Touch verliert. In Bezug auf die Umgebung können die Stilentscheidungen als misslungen bezeichnet werden. Telltale versuchte, die Umgebung mit einem unpassenden Wasserfarbe-Effekt darzustellen. Hinzu kommt ein merkwürdiger Filter, der für unscharfe Kanten an Objekten sorgt. Dadurch ergibt sich ein verschwaschenes Bild, das so ganz und gar nicht zeitgemäß wirkt. Auch die Animationen hat man in anderen Telltale-Spielen schon besser gesehen. Trotz gelungener Charaktermodelle empfanden wir den grafischen Gesamteindruck ernüchternd. Dafür fielen uns während der gesamten Episode keinerlei Ruckler auf.



Mit Ausnahme der nackten Haut finden Fans von Game of Thrones in dem Telltale-Adventure alles, was sie auch an der Serie lieben. Schonungslose Brutalität, die Ungewissheit in Bezug auf die Überlebenschancen und eine vielschichtige Charakterdarstellung aus mehreren Blickwinkeln. Mit dem Haus Forrester wird erfolgreich eine eigene Seitengeschichte zum Leben erweckt, die sich perfekt in die große Geschichte um Intrigen und Drachen einfügt. Abzüge gibt es für die altbackene Grafik, in der nur die Charaktere einigermaßen positiv hervorstechen können. Fest steht, dass Fans mit dem Adventure eine perfekte Überbrückung zur nächsten TV-Staffel erhalten.
83%
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Ja, die Story hält Game of Thrones-Fans bei Laune. Dass Iron from Ice keinerlei spielerische Elemente bietet außer Quick-Time-Events, dürfte auch jedem klar sein. Was mir jedoch richtig sauer aufstößt ist, dass all meine Entscheidungen eine einzige Farce sind. Und Telltale gibt sich nicht mal besonders viel Mühe dies zu verschleiern. Eigentlich sind meine Entscheidungen egal. Die Geschichte nimmt so oder so den Lauf wie Telltale es vorgesehen hat. Manch einer mag jetzt sagen, dass man sein Schicksal nicht ändern kann. Warum spiele ich dann überhaupt ein Videospiel, in dem es primär um getroffene Entscheidungen geht? Überflüssig zu erwähnen, dass die Grafik eher nach Last-Last-Generation aussieht.
70%

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70%


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Pro:
Sechs Episoden
Nah an der Vorlage
Bekannte Charaktere
Nervenkitzel-Finale

Contra:
Verschwommene Hintergründe
Nur auf Englisch
Nur für Fans geeignet
Schlechte Animationen


Offizielle Website:
 @Telltale Games



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