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BOUND BY FLAME
 Test von Christian Alfs (14.05.2014) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Rollenspiel Publisher:Focus Home Interactive
Termin:09. Mai 2014 Entwickler:Spiders

Eine gewisse Skepsis und Vorfreude war da, als das erste Action-Rollenspiel für die PlayStation 4 in die Konsole geschoben wurde. Bound by Flame von Spiders (bekannt durch Of Orcs & Men, Mars War Logs) wirkte im Vorfeld ambitioniert und die Hoffnungen auf ein gutes Spiel stiegen. Zudem verspühren wir eine gewisse Sympathie für den recht kleinen Entwickler und wünschen uns einen kleinen Meilenstein - leider reicht das aber nicht aus...


Die "08/15-Story" beginnt...

Eine große und schreckliche Untoten-Armee bedroht die Welt und will sie unterjochen. Nach dem Motto "es kann nur einen geben" wird bei einem Versuch, die magische Stärke der Roten Weisen anzuheben, der Hauptcharakter mit einem Feuerdämon infiziert. Nun liegt es an dem Spieler, die Armee der Finsternis zurück zu schlagen, ob als strahlender Held oder eben als böser Dämon - das bleibt euch überlassen. Halt. Warum war der Charakter überhaupt bei dem Versuch dabei? Vulcan, so der Name des Hauptcharakters, ist ein Söldner und wurde von den Roten Weisen angeheuert. Ein wenig irritierend ist es, dass in den Dialogen immer wieder der Name "Vulcan" fällt, auch wenn ihr euch für einen anderen Namen entschieden habt - aber das nur am Rande...

Durch die Entscheidungen, die ihr im Laufe des Spiels trefft, kann sich euer Charakter zum Guten oder Bösen entwickeln. Anfangs sieht die Lage für die Menschheit und den anderen Völkern schlecht aus. Die Verzweiflung und der Pessimismus sind zu spühren. Der Grund ist einfach: Man kann den Untoten, die von den mächtigen Eisfürsten befehligt werden, nichts entgegensetzen. Die Magier, bekannt als die Roten Weisen, entpuppen sich als Schwächlinge. Die Menschen und Elfen sind an vielen Orten am Kämpfen und es fehlt ein mächtiges Heer, um den Eisfürsten in den kalten Hintern zu treten. Somit kommt es, wie so oft. Ihr seid der Auserwählte. Ihr allein könnt die böse Macht vertreiben.

Ok, dann wollen wir uns erst einmal einen Helden im Charakter-Editor, der leider sehr schwach ausfällt und nur wenige Einstellungen bietet, stricken. Mann oder Frau, kurzes oder langes Haar, Hautfarbe und fertig. Wir starten in den Bergen und bewegen uns kurze Zeit später in dunklen Gewölben. Die ersten Gefechte werden anhand eines kurzen Tutorials dem Spieler geboten. Eines wird schnell klar: Wildes Knöpfchendrücken führt zum Tod! Bound by Flame setzt auf taktische Scharmützel. Ihr müsst auf eure Deckung achten und häufig parieren, um dann im richtigen Moment dem Gegner das kalte Stahl zwischen die Rippen zu jagen. Auch wenn einzelne Gegner zur Attacke blasen, kann es schon im leichtesten Schwierigkeitsgrad herausfordernd werden. Scheinbar hat sich Spiders ein wenig von Dark Souls inspirieren lassen.


Dialoge im Stil von "Fack ju Goethe"

Wer schon einige Rollenspiele im mittelalterlichen Fantasie-Setting gespielt hat, kennt die Art und Weise, wie sich die Charaktere miteinander verständigen: auf eine höfliche, ritterliche Art und Weise. Bound by Flame geht einen anderen Weg und ihr hört Dialoge, die häufig eine derbe Sprache benutzen - so sehr, dass es teils unangebracht und nicht passend wirkt. Für ein Rollenspiel ist diese Tatsache ein deutlicher Atmosphäre-Dämpfer. Wer jetzt vielleicht an die Gothic-Reihe denkt und glaubt, dass die Dialoge schon irgendwie in das Spiel passen, dem sei gesagt, dass dem nicht so ist. Ständig kommt ein "Scheiße..." oder andere Kraftausdrücke, die so nicht passen wollen. Zudem wirken einige Charaktere schlichtweg zu "cool" und lässig und somit einigen Situationen im Spiel wieder einmal nicht passend. Dabei kann es egal sein, ob die Welt vor dem Abgrund steht. Hauptsache, man lässt einen lockeren Spruch über die Lippen.

Wo wir schon bei den Lippen sind. Die Synchronisation ist, mit einigen wenigen Ausnahmen, sehr hölzern. Man sieht förmlich die Sprecher vor ihrem Text sitzen und diesen mit wenig Euphorie vorlesen. Wir haben das Spiel anfangs mit einem männlichen Charakter gestartet. Nachdem wir jedoch die unpassende Stimme hörten, wechselten wir schnell zu einem weiblichen Hauptcharakter. Leider war das Ergebnis nicht viel besser, da auch die Frauenstimme so klang, als ob die Sprecherin keine Lust am Text gehabt hatte - können wir angesichts der Dialoge fast nachvollziehen. Doch der Schatten existiert nur, wenn es auch eine Lichtquelle gibt. Und ja, es gibt auch positive Beispiele. Ein Mitkämpfer, der im zweiten Drittel zu euch stoßen wird, versprüht sehr viel Charme und eine Portion Humor, die dem Spiel sehr zugute kommt. Wir wollen euch jedoch nicht weiter spoilern. Leider bietet das Spiel keine weitere Sprachoption an. Vorstellbar ist, dass die englische Sprachausgabe besser vertont wurde.


Ein echtes Closed World-Rollenspiel in Last Gen-Optik

Bound by Flame darf man getrost als Rollenspiel bezeichnen. Ihr bekommt etliche Aufgaben. Es gibt einige Wegbegleiter, die euch im Kampf gegen das Böse unterstützen. Jeder von ihnen gibt ein paar Nebenaufgaben preis. Es ist sogar möglich, mit einigen Charakteren ins Bett zu steigen. Dabei solltet ihr einfach darauf achten, stets Kontakt mit dem bevorzugten Charakter zu halten und dessen Anliegen zu beachten. Leider ist hier erneut das Dialogsystem in der Kritik. Bei Bound by Flame läuft es nicht so ab, wie z.B. bei Mass Effect. Kann man beim Konkurrenten noch deutlich zwischen positiven und negativen Ansätzen unterscheiden, ist es bei Bound by Flame etwas schwieriger und verschachtelter. Wenn man dann auch noch die Texte selbst und die Synchronisation hinzu nimmt, ist das Chaos fast perfekt. Uns war es zum großen Teil nicht möglich zu erkennen, in welche Richtung die Gespräche verlaufen.

Ihr steuert euren Haudegen, überwiegend mit einem Begleiter, durch verschachtelte Schlauchlevels, wobei die Umgebungen eher leblos als lebendig wirken. Zum Beispiel gibt es keine Fußabdrücke, wenn ihr durch den Schnee stapft. Die Fauna und Flora wiegt sich nur teilweise im Wind und ein Wettersystem gibt es ebenfalls nicht. Lediglich ein kontinuierlicher Tag- und Nachtwechsel ist vorhanden. Neben einer Berg- und Dschungellandschaft, gibt es noch einige Gewölbe, Katakomben und eine verschneite Festung. Leider zeigen sich bei der grafischen Darstellung erhebliche Schwächen. Bound by Flame ist nicht unbedingt hässlich aber die Texturen sind alles andere als detailliert. Auch die Gesichter der Hauptfiguren sehen nach Wachs aus und man sollte es tunlichst unterlassen, die Grafik mit anderen aktuellen Spielen zu vergleichen - Bound by Flame schneidet da nicht gut ab. Was die Atmosphäre wieder ein wenig anhebt, ist die musikalische Untermalung und die durchaus gelungenen und kraftvollen Soundeffekte. Insbesondere im Kampf hört man das Stahl schön aufeinanderkrachen und spührt förmlich die Wucht hinter jedem Schlag.


Ein wenig Crafting und viel Kampf

Bound by Flame bietet ein kleines Crafting-System, welches euch ermöglicht, Waffen und Rüstungen aufzuwerten. Schön dabei ist, dass sämtliche Änderungen auch grafisch dargestellt werden. Wir könnten fast behaupten, dass die Rüstungen und Waffen zum Schönsten des Spiels gehören. An dieser Stelle haben sich die Entwickler Mühe gegeben. Ihr findet in den Levels Truhen und andere Behälter, die neben einigen Goldstücken, auch diverse Rohmaterialen bereithalten. Auch die zahlreichen Gegner hinterlassen nach ihrem Ableben nützliche Dinge. Die Materialien können aufgewertet werden und ihr dürft damit Tränke und Pfeile herstellen sowie eure Waffen und Rüstungen veredeln. Uns kam es so vor, als ob das Spiel dem Spieler eher wenig Gold überlässt und ihr solltet diverse Einkäufe lieber zwei Mal überdenken. Besser ist es zum Beispiel, Pfeile und Tränke herzustellen, anstatt sie direkt von einem Händler zu kaufen.

Kommen wir nun zum Herzstück von Bound by Flame - die vielen anspruchsvollen Kämpfe. Wären diese nicht vorhanden, ihr könntet das Spiel seelenruhig in die Tonne kloppen. Zu mittelmäßig sind die anderen Bereiche, als das sie alleine existieren könnten. Wie schon geschrieben, sind die Kämpfe nicht leicht. Ihr habt die Möglichkeit, euch in drei verschiedene Experten zu entwickeln. Der Kämpfer, der mit zweihändigen Stich- und Hiebwaffen nach vorne stürmt. Der Waldläufer, der sich mehr auf seine Dolche und Armbrüste konzentriert und die Gegner überwiegend aus der Ferne aufs Korn nimmt. Und zu guter Letzt der Pyromane, der sich überwiegend auf die Feuermagie verlässt und dabei Feuerbälle und andere Zauber auf die Gegner wirft. Mit jeder erreichten Stufe erhaltet ihr Punkte, die ihr auf Fertigkeiten und Attribute verteilen dürft.

Wir haben uns für den Weg des Kriegers entschieden und stürzten uns in die Gefechte an vorderster Front. Die Spannung war allgegenwärtig, denn durch unüberlegte Handlungen oder wildes Rumgehacke, segnet der Hauptcharakter schnell das Zeitliche. Ihr solltet euch gut überlegen, wie ihr in die Kämpfe hineingeht. Schaut euch das Schlagreportoire der Gegner genau an, um zu wissen, wann ihr zuschlagen solltet und wann ihr lieber wieder etwas mehr Abstand zum Gegner wählt, wenn dieser zum Beispiel einen mächtigen Eiszauber wirkt. Besonders brenzlig wird es, wenn ihr von drei bis vier Gegnern heimgesucht werdet. Die Fernkämpfer stehen dabei schön weit entfernt von euch und sind dabei mit ihren Bögen sehr zielsicher. Gleichzeitig attackieren euch weitere Nahkämpfer, die teils eine sehr gute Abwehrhaltung haben. Unser Tipp: Schaltet erst die Fernkämpfer aus, diese sind schwächer und lassen sich schneller aus dem Weg räumen. Danach geht es in den weitaus schwierigeren Zweikampf mit den Nahkämpfern. Versucht dabei die Schläge des Gegners passend zu parieren. Ihr erhaltet dann einen Konterschlag, der automatisch ausgeführt wird. Dieser Konterschlag fällt jedoch nicht allzu mächtig aus und ihr müsst weiterhin konzentriert bleiben, denn die Schläge der Gegner sind wirklich schmerzhaft.

Die Waffenwahl ist in Bound by Flame ebenfalls gut zu überlegen. Uns haben natürlich die Waffen gefallen, die dem Gegner ordentlich Schaden zufügen. Auf der anderen Seite solltet ihr auch Waffen wählen, die nicht zu langsam sind, denn die Gegner sind gnadenlos und nutzen die Zeit, während ihr noch zum Schlag ausholt. Somit solltet ihr einen Mittelweg zwischen Geschwindigkeit und Schaden finden. Ein Schild bekommt ihr nicht zur Hand. Das Blocken wird mit der getragenen Waffe (Schwert, Axt, Hammer, Dolche)durchgeführt.

So gut das Kampfsystem auch ist, gibt es leider auch dort negative Seiten. Ihr bekommt lediglich zwei Schlagarten zur Hand, wenn ihr den Krieger spielt - den normalen Hieb und einen "Tornado-Schlag", wobei sich der Charakter um seine eigene Achse dreht und mehrmals zuschlägt. Das ist schlichtweg zu wenig. Keine Kombos, die ihr aneinanderreihen dürft und auch keine Special-Moves. Euer Charakter klebt zudem am Boden, ihr könnt nicht einfach hochspringen und einen mächtigen Hieb aus der Luft durchführen. Der einzige Hüpfer, der im Kampf vorkommt ist, wenn ihr mehrmals den Gegner versucht zu Boden zu treten. Die Entwickler haben damit sehr viel Potential und Spielspaß verschenkt - weiß der Geier, warum sie so vorgegangen sind.






Bound by Flame macht mich fast schon wütend. In diesem Spiel steckt durchaus Potential, was jedoch nicht richtig genutzt wird. Die Charaktere sind interessant, die Kämpfe machen Spaß aber warum hat sich Spiders nicht mehr Mühe bei der Gestaltung der Welt gegeben? Warum sind die Dialoge teils nur schwer zu ertragen? Warum wurde ein eher belangloses Entscheidungssystem eingebaut? Ich hätte es euch gegönnt, liebe Spiders, aber Bound by Flame ist absolutes Mittelmaß. Wären die Kämpfe nicht so spannend, wäre es nicht einmal das. Somit solltet ihr euch auch den Kauf gut überlegen. Wer auf knackige Gefechte steht und das Drumherum vernachlässigen kann, könnte evtl. Spaß am Spiel haben.
68%
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Pro:
Einige Charaktere sind interessant
Spannende und herausfordernde Kämpfe
Knackige Soundeffekte im Kampf
Nettes Gegnerdesign

Contra:
Detailarme Welt in Schlauchlevels gepresst
Teils grauenvolle Dialoge und gelangweilte Sprecher
Schwierigkeitsgrad nahe an der Frustgrenze
Entscheidungssystem, welches nicht nachvollziehbar ist


Offizielle Website:
 Bound by Flame

Weitere Links:
 Launch Trailer
 Spiders



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