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THIEF
 Test von Jan (03.03.2014) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Action-Adventure Publisher:Square Enix
Termin:28. Februar 2014 Entwickler:Eidos Montreal

Garrett der Meisterdieb ist zurück! Eidos Montreal probiert sich an einem Reboot einer Reihe, die 1998 das Genre der Stealth-Games populär machte. Thief überrascht sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht, mehr dazu im Artikel.


Geschichtsstunde

Während Spiele wie Assassin's Creed 4: Black Flag auf reale Schauplätze setzen, sind wir in Thief in einer fiktiven, namenlosen Stadt unterwegs, die mit ihren viktorianischen Bauten und Steampunk-Einflüssen stark an den Titel Dishonered erinnert. Während des Prologs verlieren wir unsere "Arbeitskollegin" Erin, welche als Motivator dienen soll die Geschichte interessant zu finden. Nur blöd, dass Erin direkt dermaßen unsymphatisch eingeführt wird, dass es uns schlicht egal ist, was mit der Kleptomanin geschehen ist. Direkt in einer der ersten Sequenzen meuchelt sie kaltblütig eine der Wachen, die zu diesem Zeitpunkt des Spiels nicht "böse" im klassischem Sinne sind, sondern einfach nur ihre Arbeit verrichten. Hier zeigt sich bereits eine der Schwächen des Spiels - die Charakterzeichnung. Alle Charaktere bleiben blass und uninteressant. Protagonist Garrett gibt hier und da One-Liner zum besten, bei denen man sofort geistig an einen Heuballen denken muss, der durch eine schnarchige Geisterstadt rollt. Gut, dass Erin nicht unsere einzige Motivationsquelle bleibt um in der Geschichte voran zu kommen. Was hat es mit der myhstischen Urkraft auf sich und was hat der Stadtbaron vor und woher kommt eigentlich die Schwermut-Seuche, die sich in der Stadt ausbreitet? Leider bleiben gegen Ende der Story viele dieser Fragen unbeantwortet.


Die Qual der Wahl

Schon im Ur-Thief von 1998 durfte man in den Levels allerhand stehlen und auch in der Neuauflage sacken wir alles ein was glänzt und blinkt. Das kann man im Übrigen durchaus wörtlich nehmen. In Thief glänzen alle potenziellen Beuteobjekte wie frisch poliert. Der Diebstahl ist also ein spielerisches Element, welches durchaus einiges an Zeit in Anspruch nimmt. So knacken wir Schlösser in Skyrim-Manier, schneiden Bilder aus ihren Ramen oder durchsuchen jede einzelne Schublade eines üppig bestückten Herrenhauses. Wir dürfen unseren inneren Kleptomanen also in vollen Zügen genießen, dennoch hätten wir uns an der ein oder anderen Stelle etwas weniger Schränke und Schubladen gewünscht. Das kann mitunter nämlich auch den Spielfluss bremsen.

Abseits unserer diebischen Aktionen gilt es gekonnt den Wachen auszuweichen. Dabei stellt uns Thief eine ganze Palette an Hilfsmitteln wie unseren vielfälltig einsetzbaren Bogen zur Verfügung, die wir aber im Regelfall gar nicht brauchen. So reicht es meist mit unserer Schattenbewegung, welche an die Teleportation aus Dishonered erinnert, an den Gegner vorbei zu huschen. So haben wir im gesamten Spiel gerade einmal fünf Wasserpfeile verschossen um eine Fackel zu löschen, im Ur-Thief kamen dieses Pfeile noch ständig zum Einsatz, so konnte man damals sogar Blutzspritzer von Leichen entfernen. Auch mit der spielerischen Freiheit ist es nicht weit her. Statt uns ein Gebäude frei erkunden zu lassen und unser Vorgehen selbst zu planen, haben wir meist einen sehr eingeschränkten Bereich zum taktischen Vorgehen zur Verfügung und eilen von Checkpoint zu Checkpoint. Das Klettern kann auch nicht wirklich als ernsthaftes Gamplay-Element bezeichnet werden, da wir nur an ausgewählten Stellen kraxeln dürfen. Kein Vergleich also zu anderen Stealth-Games wie Splinter Cell. Auch die sogenannten Seilpfeile mit denen wir in den Vorgängern neue Routen erschließen konnten, sind im Reboot nur an dafür vorgehenen Stellen einsetzbar. Diese Limitierung in vielen Bereichen, nimmt uns schon bald die Illusion gewisse Abschnitte auf die eigene Art gelöst zu haben. Vielmehr hatten wir so oft das Gefühl eine von drei Möglichkeiten die uns der Entwickler vorgibt gewählt zu haben.


Stärken und Schwächen

Ja, spielerisch gibt es Luft nach oben, dennoch fühlen wir uns wie ein wahrer Meisterdieb. Das liegt unter anderem an dem tollen körperliche Gefühl, das Thief vermittelt. So banal es sich auch anhören mag, selbst simple Dinge wie Türen oder Schlösser öffnen, sind toll animiert und lassen uns die Welt so realer wahrnehmen. Die größte Stärke von Thief ist zweifelsohne die düstere Atmosphäre. Dank toller Beleuchtung und schmuddeligem Look verschmelzen wir mit den Schutz gebenden Schatten und horchen aus dem Verborgenen heraus den gut vertonten und amüsanten Dialogen der umstehenden Wachen zu. Schade nur, dass die Soundabmischung mehr schlecht als recht geraten ist. Oft sind einzelne Soundfiles zu leise, Musik oder Umgebungseffekte zu laut. Das zieht sich durchs ganze Spiel und man fragt sich schnell, ob dies ein Praktikant abgemischt hat.

Der Umfang geht mit 8 bis 16 Stunden in Ordnung. Die Spielzeit hängt stark davon ab, wieviele Nebenaufträge wir erledigen und ob wir alle Sammelobjekte finden wollen. Der Anreiz dazu ist gering. Mit verdientem Geld können wir noch sinnvolle Verbesserungen wie einen größeren Pfeilköcher oder eine bessere Rüstung kaufen. Die sogenannten Fokuspunkte sind da schon weniger nützlich. Mit der Fokusanzeige heben wir wichtige Objekte im Raum hervor oder verlangsamen die Zeit. Mit Fokuspunkten bauen wir diese Fähigkeiten aus - das hört sich aber spanndender an als es ist. Theoretisch lässt sich das Spiel beenden ohne diese Fähigkeit überhaupt zu beachten. Das gleiche gilt auch für unseren Killcount - das heißt wir können das Spiel beenden ohne jemanden zu töten, wie auch schon in Deus Ex: Human Revolution. Für Abwechslung sorgen die hier und da gestreuten Rätsel, die wirklich gut implementiert wurden und Freerun-Passagen in denen man spektakulär fliehen muss.


Kapitel 5 und technische Defizite

Während der Großteil von Thief herrlich mittelmäßig ist, kommen wir nicht umher ein Kapitel gesondert zu erwähnen. Das fünfte Kapitel ist das Highlight des Spiels und zeigt was Eidos Montreal kann. Wir besuchen mit Garrett eine verlassene "Heilanstalt" und spielen plötzlich ein Action-Adventure mit deutlichem Horror-Einschlag. Tatsächlich erinnert dieser Abschnitt an Spiele wie Dead Space. So sehen wir seltsame Kreaturen, haben Visionen à la Far Cry 3 und die knarzenden Türen der heruntergekommenden Anstalt verursachen jedes mal ein wohliges Schauern. Dabei bleibt Thief mit dem Horror hier größtenteils subtil, zum Beispiel bewegt sich plötzlich ein leerer Rollstuh wie von Geisterhand. Umso erschreckender sind dann die gestreuten "in-your-face" Schocker.

Technisch präsentiert sich Thief durchwachsen. Die Next-Gen-Versionen sehen eher wie marginal aufgehübschte Current-Gen-Fassungen aus. Die Texturen in der Ferne leiden deutlich, es gibt Framerate-Einbrüche, die Animationen der Gegner sind nur Durchschnitt und auch die KI hat hier und da mal Totalaussetzer und steht sich selber im Weg. Thief ist kein Spiel für jedermann. Wer auf oldschoolige Schleichspiele steht und auch mit Abstrichen bei der spielerischen Freiheit und der technischen Umsetzung leben kann, wird seinen Spaß mit Thief haben.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Eidos Montreal hat mit Deus Ex: Human Revolution eines meiner Lieblingsspiele der letzten Generation entwickelt. Umso überraschter war ich, wie kalt mich Thief gelassen hat. Die Charaktere sind schlecht geschrieben und waren mir die komplette Spieldauer über egal. Zudem lässt mir Thief kaum spielerische Freiheit, eine DER Stärken der Vorgänger. Dafür stimmt die Atmosphäre. Die namenlose Stadt wird glaubhaft und stimmig düster präsentiert. Indes unverständlich bleibt die Tatsache, wie ein Titel mit solchem Budget mit einer solch unterdurchschnittlichen Soundabmischung daher kommen kann. Lasst den Meisterdieb ruhen und gebt mir ein neues Deus Ex!
74%
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74%


#1 | Altair [03.03. | 16:40] 



1.620
Thief
Mit so einer thiefen Wertung hätte ich nicht gerechnet...

#2 | PhanZero [03.03. | 17:02] 



13.900
Thief
Ich - im Vorfeld - auch nicht. Hab es nur angespielt gehabt, aber das hatte schon gereicht, um davon enttäuscht zu sein. Immerhin die Atmosphäre zündet... aber bis zum fünften Kapitel (welches Jan hier so lobt) konnte mich das nicht bei der Stange halten.

#3 | The Comedian [03.03. | 17:17] 



7.336
Thief
Habe mir tatsächlich mehr vom Spiel versprochen. Gerade von Eidos Montreal. Meine Erwartungen waren dank Deus Ex Human Revolution ziemlich hoch. Aber gerade alte Stärken wie Story oder gut geschriebene Charaktere sucht man in Thief vergebens. Wenigstens die Atmosphäre stimmt.
Meine Wertung: Gut (74%)


 






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Pro:
Nebenquests
düstere Atmosphäre
Animationen von Garrett
gute Synchronsprecher
Horror-Elemente
Gespräche der Wachen

Contra:
schlechte Soundabmischung
kaum spielerische Freiheit
Animationen von Gegnern
KI-Aussetzer
technische Mängel
unsymphatische Charaktere


Offizielle Website:
 thiefgame.com



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