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THE WALKING DEAD: SEASON 2 - EPISODE 1: ALL THAT REMAINS
 Test von Tobias Sickmann (19.12.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:Telltale Games
Termin:18. Dezember 2013 Entwickler:Telltale Games

Jede erfolgreiche Fernsehserie verlängert ihre Laufzeit, indem neue Staffeln produziert werden. Die TV-Serie The Walking Dead unterhält seine Zuschauer schon vier Staffeln lang. So weit hat es die Videospiel-Adaption von Telltale Games noch nicht geschafft. Wir würden es uns aber auf jeden Fall wünschen, denn die zweite Staffel des Horror-Adventures verspricht jetzt schon beste Unterhaltung.


Die lange Wartezeit hat endlich ein Ende. Nach dem dramatischen Ausgang von The Walking Dead: Season 1 warten Millionen von Fans seit über einem Jahr auf Nachschub. Zwischendurch gab es einen kleinen Überbrücker namens 400 Days, der jedoch im Vergleich zur fünfteiligen ersten Staffel etwas abfiel. Doch jetzt kann Telltale Games sein Potential wieder vollständig entfachen. Denn die zweite Staffel wird auch wieder fünf Episoden bereit halten, die im Abstand von etwa zwei Monaten erscheinen und jeweils 4,99€ kosten werden.

Anmerkung: Der Text enthält Spoiler zur vorherigen Staffel!


Vom Schützling zur Protagonistin

Wer das Ende der letzten Staffel von The Walking Dead erlebt hat, dürfte schon erahnen, dass Lee nicht mehr als spielbarer Charakter zurückkehren wird. Entweder von Clementine erschossen oder ein Dasein als willenloser Zombie fristend - die gemeinsame Reise zwischen (Adoptiv-)Vater und Tochter hat ihr jähes Ende gefunden. Die nächste logische Folgerung ist die Übernahme Clementines als neue Protagonistin der zweiten Staffel. Denn Lee hat das kleine Mädchen mit den großen Kulleraugen nicht nur beschützt, sondern ihr auch gezeigt, wie sie sich selber verteidigen kann. Lektionen - das lehrt uns schon die erste Episode der neuen Staffel - die sie zum Überleben dringend anwenden muss.

Erinnert ihr euch an die vagen Gestalten im Hintergrund, als der Abspann zum Ende von The Walking Dead lief? Wie ihr direkt zu Beginn von All That Remains erfahrt, handelte es sich dabei wirklich um Omid und Christa, die einzigen Überlebenden der Gruppe neben Clementine. Diese haben das Mädchen bei sich aufgenommen und schlagen sich durch die weiterhin von Zombies verseuchte Welt. Hinzu kommt, dass beide ein gemeinsames Kind erwarten. Zu viel über den Verlauf der Geschichte wollen wir an dieser Stelle nicht verraten, macht euch aber darauf gefasst, dass euch bereits in den ersten zehn Minuten des Adventures ein Schlag in die Magengrube erwartet. Auch The Walking Dead: Season 2 versteht es, den Puls in die Höhe zu treiben und euch mit offenem Mund vor der Glotze sitzen zu lassen.


Kein Welpenschutz

Durch den Wechsel des spielbaren Protagonisten ändert sich natürlich die Stimmung des Spiels. Auch wenn sich Clementine zu wehren weiß, als kleines Mädchen ist man den Gefahren durch Zombies und Plünderern deutlich schutzloser ausgeliefert. Unser Beschützerinstinkt ist so stark ausgeprägt wie eh und je. Nur mit dem Unterschied, dass wir die direkte Verantwortung über das Wohl von Clementine haben. Mitansehen zu müssen wie sie von Zombies attackiert wird, wenn ein Quick-Time-Event missglückt ist, ist kein angenehmer Moment. Telltale Games hat sich bewusst dazu entschlossen, von Anfang an zu zeigen, dass sie nicht von Angriffen oder Schicksalsschlägen immunisiert ist. Dies macht uns eine Stelle allzu schmerzhaft bewusst, in der Clementine auf sich alleine gestellt eine tiefe Verletzung selbst behandeln muss.

Da fast alle Überlebenden aus Staffel 1 mittlerweile verstorben sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man auf eine neue Gruppe trifft. Als Neuankömmling steht sie dort natürlich direkt unter Generalverdacht und wird misstrausch beäugt - ein Unschulds-Bonus für kleine Mädchen kann da leider auch wenig ausrichten. So wird Clementine als Bedrohung gesehen und entsprechend auch so behandelt. Hier wird die Marschroute für die kommenden Episoden vorgegeben. Denn das Vertrauen einer neuen Gruppe, die auch mit Reibungen und Fehlern aus der Vergangenheit zu kämpfen hat, kann nicht einfach gewonnen werden. Clementine dürfte die Rolle eines Fremdkörpers komplett neu sein - genauso wie dem Spieler, der bisher mit Lee eine Art inoffizieller Gruppenleiter verkörpert hatte.

Die erste Staffel von The Walking Dead konnte besonders dank ihrer unterschiedlichen Charaktere überzeugen, die mal temperamentvoll, mal fehlerbehaftet (weil menschlich) für regelmäßig Zündstoff sorgten. Hier muss sich Staffel Zwei noch beweisen. Die neu eingeführten Figuren lassen noch richtige Charakterzüge vermissen, aber noch bleibt Telltale Games genug Zeit, um ihnen Leben einzuhauchen. Viel Potential ist bei Clementines Beziehung zu einem anderen Mädchen namens Sarah vorhanden. Wir sind jetzt schon gespannt, wie sich das freundschaftliche Verhältnis entwickeln wird. Gerade auch, weil Sarahs Vater sie vor der grausamen, brutalen Welt so weit es geht isolieren möchte. Andeutungen für zukünftige Konflikte in einer so fremden Gemeinschaft sind auf jeden Fall zu Hauf vorhanden. Jetzt muss Telltale Games diese nur geschickt in den kommenden Episoden ausspielen.


Konservativ mit Detailverbesserungen

Nicht alle unsere »Wünsche in Bezug auf Staffel 2 haben sich erfüllt. Massive Neuerungen sollte man nicht erwarten. Besonders das Gameplay-Gerüst bleibt dem Telltale-Adventurestil treu. Das bedeutet, dass die Handlung immer noch stark über Dialoge vorangetrieben wird und lineare Quick-Time-Events für Action und Nervenkitzel sorgen. Rätsel sucht man auch bei All That Remains vergebens, aber mittlerweile sollte bei jedem Spieler die Nachricht angekommen sein, dass Telltale Games eine cineastische Herangehensweise an das Adventure-Genre als Ziel hat. Was manch einer als starke Einschränkung empfinden könnte, bleibt aber immer noch ein verschmerzbares Übel, um die dramatische Story absolut in den Vordergrund zu stellen. Und beim Geschichtenerzählen kann das Adventure-Studio auch weiterhin vollkommen überzeugen. Zwischen Panik, Trauer, Verzweiflung und wenigen Glücksmomenten pendelt das Horror-Adventure nach belieben hin und her.

Das Steuerungskonzept und die Quick-Time-Events orientieren sich stark am Telltale-Parallelwerk »The Wolf Among Us - und das sorgt für spürbare Verbesserungen. Der Spielecharakter wird wie gewohnt mit dem linken Stick gesteuert, während der rechte Stick die Umgebung absucht und Interaktionen ausführen kann. Wird ein Quick-Time-Event ausgelöst, steht der rechte Trigger als Ausführtaste zur Verfügung, was das gleichzeitige Steuern des rechten Sticks ermöglicht. Auch sonst ist die Bedienung klarer strukturiert und lässt kaum noch hakelige Aktionen zu. Der Frust über fehlgeschlagenen Sequenzen wird damit eingeschränkt.

Eine große Besonderheit des Horror-Adventures ist, dass getroffene Entscheidungen Auswirkungen auf den Spielverlauf von zukünftigen Episoden haben werden. Es bleibt zu hoffen, ob die zweite Staffel dieses Versprechen besser einlösen kann als der Vorgänger, dessen Konsequenzen nur selten bedeutende Ausmaße angenommen haben. Anhand der ersten Episode lässt sich noch keine Aussage darüber treffen. Trotzdem solltet ihr stets darauf bedacht sein, welche Antwort ihr auswählt. Das Spiel führt imemr Statistik und lässt euch anhand einer Einblednung in der Bildschirmecke wissen, was den Charakteren im Gedächtnis bleibt. Apropos Gedächtnis: Die Spielstände aus Staffel 1 können direkt fortgeführt werden. Zum Spielstart zeigt euch eine Rückblende die wichtigsten Momente der vergangenen Staffel. Auch hier muss sich zeigen, wie stark die alten Entscheidungen für den aktuellen Spielverlauf wirklich sind. Wer sich an All That Remains wagt, ohne die erste Staffel gespielt oder beendet zu haben (wenn es solche Leute überhaupt gibt), spielt mit zufällig generierten Entscheidungen.


Technisch unsauber

Beim Durchspielen sind uns keine Bugs begegnet. Diese gehörten bei The Walking Dead: Season 1 ja noch zum Standardrepertoire. Dafür sind einige Framerate-Einbrüche negativ aufgefallen, die besonders dann auftreten, wenn Quick-Time-Events laufen, ein alter Spielstand geladen werden muss oder gerade abgespeichert wird. Grafisch liegt All That Remains nur leicht über dem durchwachsenen Niveau des Vorgängers. Die Cel-Shading-Optik passt immer noch, trotz oder gerade wegen der grafischen Gewaltdarstellung und sieht etwas schärfer aus. Die Mimik der Charaktere ist glaubwürdig und kann gut gelesen werden. Leider kann die Umgebung mitsamt der Hintergründe aufgrund von matschigen Texturen nicht ganz mithalten. Hier fehlt noch ein gutes Stück zum stilsicheren und stabil laufenden The Wolf Among Us, um als optischer Leckerbissen durchzugehen.

Sprachausgabe und Untertitel sind nur auf Englisch verfügbar. Dies wundert uns, da 400 Days deutsche Texte enthielt. Für Spieler mit schlechten Englischkenntnissen könnte dies ein Hindernis darstellen, gerade wenn ein gnadenloser Timer nebenher läuft. Die Vertonung ist genauso gut wie im Vorgänger geraten. An dieser Stelle gibt es nichts zu beanstanden. Beim Umfang mäkeln wir aber doch. Die bisherigen Episoden konnten noch nie mit einer langen Spielzeit aufwarten, doch All That Remains kommt auf relativ kurze anderthalb Stunden.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:




Qualitativ befindet sich All That Remains auf dem hohen Niveau der ersten Staffel. An dem Kauf sollte also kein Walking Dead-Fan vorbei kommen. Clementine kann vom Spieler genauso gut verkörpert werden, wie es bei Lee seinerzeit gewesen ist. Es ist herzzerreissend und ermutigend zugleich, wie das kleine Mädchen auf sich allein gestellt mit den Gefahren klar kommen muss. Auch bei den restlichen Zutaten macht Telltale vieles richtig: Moralische Entscheidungen und menschliche Konflikte stehen immer noch oben auf der Tagesordnung. Damit die gesamte Staffel ein voller Erfolg wird, müssen nur noch echte Konsequenzen folgen und die Charaktere mehr Persönlichkeit erhalten.
88%
So testen wir >>

Die ersten 20 Minuten der zweiten Staffel von The Walking Dead sind so straff und kinoreif inszeniert, dass man kaum zum Luft holen kommt. Telltale Games schlägt mit moralischen Tiefpunkten nur so um sich, bis wir als Clementine misstrauisch zu allem und jedem werden. Optisch sieht The Walking Dead nun deutlich besser aus, aber leider nicht so gut wie The Wolf Among Us. Auch die massiven Framerate-Einbrüche sind mir ein Dorn im Auge. Ansonsten hat mich All That Remains gnadenlos gut unterhalten, die Geschehnisse und die knallharten Entscheidungen gehen noch immer unter die Haut und ich kann die nächste Episode kaum abwarten.
88%

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88%


#1 | Sebham [19.12. | 10:28] 



2.615
The Walking Dead: Season 2 - Episode 1: All That Remains
Mist, muss ich mir das jetzt wirklich auch wieder kaufen? ;-)

#2 | The Comedian [19.12. | 23:05] 



7.336
The Walking Dead: Season 2 - Episode 1: All That Remains
@Sebham: sieht fast so aus. Da kommt man wohl kaum drumm herum. ;)
Meine Wertung: Sehr Gut (88%)

#3 | buergerkneifer [21.12. | 11:10] 



804
The Walking Dead: Season 2 - Episode 1: All That Remains
Ich fand die erste Staffel super und die Geschichte war wirklich klasse erzählt.
Einzig gestört hat mich die Tatsache, dass die Entscheidungen zwar Folgen haben, aber der Ausgang dadurch eigentlich nicht beeinflusst wird - zumindest nicht in dem Maße wie ich es gerne gesehen hätte.
Beim einmaligen Durchspielen wird dem Spieler das etwas anders "vorgegaukelt".
Werde auf jeden Fall wie bei der ersten Staffel auf alle Teile warten und es dann an einem Tag durchspielen :)


 















Pro:
Starke Geschichte
Viel Dramatik
Verbesserte Steuerung
Moralische Entscheidungen

Contra:
Nur 1,5 Stunden lang
Framerate-Einbrüche
Wie wichtig sind Entscheidungen?
Keine deutschen Untertitel


Offizielle Website:
 @Telltale games



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