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THE WOLF AMONG US - EPISODE 1: FAITH
 Test von Tobias Sickmann (14.10.2013) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Adventure Publisher:Telltale Games
Termin:11. Oktober 2013 Entwickler:Telltale Games

Nach dem Überraschungserfolg The Walking Dead von Telltale Games wirft man gerne einen genaueren Blick auf das neueste Projekt des Studios. Dieses hört auf den Namen The Wolf Among Us und ist die Videospiel-Adaption der Vertigo-Comicreihe Fables. Ob das Märchen-Adventure auch das Zeug zum Hit hat, erfahrt ihr in unserem Test.


Und wenn sie nicht gestorben sind...

Wer mit der Comicbuch-Serie Fables von Bill Willingham nichts anzufangen weiß, dem geben wir hier eine kurze Einführung in das fiktive Universum. In Fables existieren alle bekannten Märchenfiguren in der Wirklichkeit. Sie fristen ihr Dasein als Ausgestoßene und müssen in der Welt der normalen Menschen untertauchen. Ein Großteil der "fabelhaften" Wesen lebt in dem Ort Fabletown, der sich in einem Stadtteil New Yorks befindet. Hier hat sich eine kleine Gemeinde gebildet, die dank ihrer menschlichen Erscheinung nicht auffällt oder sich Magie zum Tarnen leisten kann. Alle anderen müssen jedoch weit entfernt von jeder Zivilisation auf der sogenannten Farm versteckt bleiben, welches für einige Fabelfiguren fast schon als Gefängnis anmutet.

Das typische Happy End bleibt im Fables-Universum nichts weiter als... nun ja... ein Märchen. Willingham schreibt den weltbekannten Figuren reale Krisen auf den Leib und versammelt sie in einer trostlosen Umgebung aus der New Yorker Innenstadt. Hier werden Prostitution, Gewaltexzesse und kriminelle Machenschaften schonungslos präsentiert und thematisiert. Fast als hätte Frank Miller (Sin City) die Werke der Grimm-Brüder auf seine Weise interpretiert. Fables verarbeitet dabei die fiktiven Figuren aus sämtlichen Märchen in einem wilden Mix zusammen. Jetzt hat sich Adventure-Experte Telltale Games der interessanten Comicvorlage angenommen und liefert seine eigene Version unter dem Namen The Wolf Among Us.


Der große, böse Wolf

Protagonist und Zentrum des Geschehens ist Bigby Wolf. Besser bekannt ist er unter der Bezeichnung "Großer, böser Wolf". Doch die Zeiten, in denen er Jagd auf Schweine mit Bausparvertrag macht oder Rotkäppchen verspeist, liegen lange zurück. In Fabletown erhält jeder eine zweite Chance und diese nutzt Bigby zur Rehabilitation. Dort ist er nun als Sheriff tätig und muss die chaotischen Verhältnisse der Stadt im Auge behalten und dafür sorgen, dass kein Außenstehender von der geheimen Märchenstadt erfährt. Bigby Wolf ist im Spiel in einem menschlichen Körper (mit viel Haarwuchs) unterwegs. Wenn er angegriffen oder in Bedrängnis ist, kommt seine ursprüngliche, tierische Gestalt zum Vorschein. Optisch und charakterlich lassen sich viele Parallelen zu Hugh Jackmans Wolverine ziehen. Denn auch Bigby pafft gerne und weist eine unterkühlte und gereizte Art auf.

Bigbys Laune verbessert sich im Laufe der ersten Episode Faith nicht gerade. Nachdem er in einem Kampf mit einem altbekannten Holzfäller Prügel beziehen musste, ist sein nächster Job die Aufklärung eines Mordes. In der kleinen Gemeinschaft der märchenhaften Bevölkerung ist dies natürlich ein beunruhigender Umstand, dem Bigby sofort nachgehen muss. Ab diesem Punkt entwickelt sich The Wolf Among Us zu einem waschechten Krimi-Thriller. Ihr seid auf der Suche nach Hinweisen, fragt Augenzeugen aus und müsst nach Verdächtigen Ausschau halten. Als Mörder kommen nämlich gleich mehrere Personen in Frage, doch die Beweise müssen erst einmal gefunden werden.

Einen großen Reiz des Fantasy-Adventures machen eindeutig die Charaktere aus. Bigby Wolf, abgehalftert und verbohrt, muss sich erst die Anerkennung der restlichen Märchenschaft verdienen. Denn die Geschichten um seine wilden Wolfstage sind noch vielen im Gedächtnis. Viele Figuren erhalten in Willinghams Universum einen neuen, interessanten Twist. Die Beziehung zwischen der Schönen und dem Biest ist von Geheimnissen geplagt. Schneewittchen, von ihrem Prince Charming geschieden, hat eine Position in der Fabletown-Regierung inne. Auch wenn nicht alle Figuren so berühmt sind, so freut man sich doch auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus der Märchenstunde aus Kindheitstagen.


Wo Telltale drauf ist, ist auch Telltale drin

In der Spielmechanik können starke Parallelen zum Bruder The Walking Dead und anderen Adventures von Telltale Games gezogen werden. Die Handlung wird im Wesentlichen über Dialoge oder Quick-Time-Events voran gebracht. Dies lässt The Wolf Among Us über weite Strecken eher als interaktiven Film statt als Spiel mit Handlungsfreiheit erscheinen, aber so sind wir es mittlerweile gewohnt. Die Entwickler bei Telltale wissen dafür zu sehr um ihre Stärke Bescheid, eine starke Geschichte mit ausgefeilten Charakteren zu präsentieren. Wie auch im Zombie-Adventure wirbt das Spiel damit, dass sämtliche getroffenen Entscheidungen Auswirkungen auf den Spielverlauf haben werden. Diese werden sich durch alle Episoden ziehen, wovon es insgesamt fünf Stück geben wird. Man darf an dieser Stelle leicht skeptisch sein, denn dieses Versprechen wurde in The Walking Dead auch nur zum Teil eingelöst. Am Ende werden die Entscheidungen in einer detaillierten Statistik mit den Spielern aus aller Welt verglichen.

Während wir als Ermittler uns bei Kollegen, Zeugen und Verdächtige durchfragen, sollten wir stets darauf bedacht sein, was wir ihnen sagen. Die Charaktere merken sich, wie wir mit ihnen umgehen oder ob wir ihnen etwas verheimlichen. Sind wir zu grob, kann dies eine spätere Kooperation schädigen. Wie es sich für einen Krimi gehört, führt kein Weg daran vorbei, eigene Theorien zu entwickeln, die den Tathergang beschreiben können. Nur mit den passenden Hinweisen kann sich Bigby einen Reim machen und auch andere Charaktere überzeugen. An einer Stelle des Spiels besteht die Aufgabe darin, in den Aussagen von Herr Kröte aus "Der Wind in den Weiden" nach Widersprüchen zu suchen. Wie in Phoenix Wright oder »LA Noire ist aufmerksames Zuhören essentiell, um die Lügen zu entlarven. So entwickelt The Wolf Among Us im Laufe der ersten Episode echten Krimi-Charakter. Wer gehört zum Kreis der Verdächtigen? Wie weit dürfen wir gehen, um an die Wahrheit zu kommen? Wie es sich für Titel von Telltale gehört, werden wir im Minutentakt mit moralischen Dilemmata konfontriert.

Auch die Quick-Time-Events dürfen nicht fehlen. Hier hat das Studio zum Glück im Vergleich zu The Walking Dead nachgebessert. In schnellen Actionsequenzen müssen wir den rechten Stick benutzen, um auf eine Markierung zu kommen. Wo früher die Aktionstasten der rechten Hand gedrückt werden mussten, kommen in The Wolf Among Us die Schultertasten zum Einsatz. Diese Sequenzen können mitunter noch hakelig sein, steuern sich aber längst nicht so frustrierend wie beim Zombie-Gegenstück.


Cel-Shading at its best

Ein weiteres Markenzeichen, das sich quer durch Telltales Spieleportfolio zieht, ist der Cel-Shading-Look. Natürlich bietet sich dieser Grafikstil geradezu perfekt für eine Comicadaption wie The Wolf Among Us an. Und nie sah dieser Stil besser aus. Die Welt wird in starken Neon-Farben dargestellt - sie könnte direkt aus einem Graphic Novel entsprungen sein. Zwischen den grellen Farbtönen kommen aber auch dunkle und dreckige Strukturen zum Vorschein. Die Farbpalette geht wunderbar auf - mit Ausnahme eines kurzen Spielabschnitt am hellichten Tage, der recht befremdlich wirkt. Ansonten zeigt The Wolf Among Us eindrucksvoll, wie ein Film Noir in Farbe auszusehen hat.

Der grafische Aufwand ist auch an den Charakteren bemerkbar. Die Gesichtszüge von Protagonist Bigby Wolf sind markant und prägnant. Schneewittchens zartes Gesicht kann überzeugend zwischen streng, besorgt und fürsorglich wechseln. Besonders gelungen sind die nichtmenschlichen Fabelwesen. Ob Schweine, Kröten oder fliegende Affen, auch wegen der guten Darstellung sind diese Figuren glaubhaft. Insgesamt ist die Optik hundertprozentig in sich stimmig, ohne dass irgendwelche grafischen Fehler auftreten. Das ist uns sogar einen Grafik-Award wert. Auch die englische Sprachausgabe ist über jeden Zweifel erhaben. Jede Stimme passt zum Charakter wie die Faust aufs Auge.

Faith ist der erste von insgesamt fünf Teilen. Ihr könnt eine Spielzeit von über zwei Stunden erwarten. Die Termine der anderen Episoden sind noch unklar, es darf aber davon ausgegangen werden, dass alle ein bis zwei Monate Nachschub kommt. Bis zum Sommer 2014 soll die Geschichte abgeschlossen sein. Telltale Games schafft es in der ersten Episode, den Spieler in die komplexe Welt mit zahlreichen Charakteren einzuführen und gleichzeitig das Pacing so zu steigern, dass die Geschichte schnell an Fahrt aufnimmt. Das Ende wartet mit einem Cliffhanger auf, der es in sich hat, so dass die Fortsetzung sofort herbei geseht wird. Leider sind in der ersten Episode nur englische Untertitel vorhanden. Wer sich mit der englischen Sprache schwer tut, kann besonders unter Zeitdruck nicht immer Schritt halten.

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:




Telltale Games mausert sich zum modernen Märchenerzähler. Auch in The Wolf Among Us versteht es die Adventure-Schmiede, auf unterhaltsame Art und Weise eine spannende Geschichte mit glaubwürdigen Charakteren zu erzählen. Natürlich gehört ein Großteil des Lobes der Comicvorlage von Bill Willingham. Doch Telltale verpackt diese Story in ein gelungenes Paket aus Rätsel, moralischen Entscheidungen und Action. Die erste Episode erledigt einen tollen Job als Einleitung in die Welt von Fables. Und sie schafft es gleichzeitig, mich auf die nächste Folge heiß zu machen. Als Fan von The Walking Dead muss man auf jeden Fall einen Blick auf The Wolf Among Us werfen - es lohnt sich!
88%
So testen wir >>

Mit The Wolf Among Us beweist Telltale Games mal wieder eindrucksvoll, dass sie die Meister des Geschichtenerzählens sind. Selten wurde ein Frosch in Hausmeisteroutfit so überzeugend dargestellt wie in diesem Meisterwerk. Auch wenn ich arg bezweifle, jemals solche tollen Figuren in einem Videospiel schon erlebt zu haben. The Wolf Among Us ist jeden Cent wert und wer dachte, Telltale habe seinen Zenit mit The Walking Dead überschritten, der wird eindrucksvoll eines besseren belehrt. Telltale Games ist dabei, eine neue Art des Adventures zu schaffen, das die Brücke zu Filmen in nie da gewesener Weise schlägt.
89%

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89%


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Pro:
interessante Idee
spannende Geschichte
coole Charaktere
stimmiger Grafikstil

Contra:
wenig Gameplay
nur englische Texte


Offizielle Website:
 @Telltale Games

Weitere Links:
 Fables bei Vertigo



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