Der noch recht unbekannte Hersteller Mionix versucht mit dem Keid 20 von sich Reden zu machen. „High Performance Audio Gaming“, „High Quality“ und „Light Years Ahead of the Game“ prangen in schicken Lettern auf der recht großen Verpackung. Ob Mionix Wort gehalten hat, könnt ihr in den folgenden Zeilen nachlesen.
Geschmackssache
Zugegeben, Design ist Geschmackssache. Mir persönlich gefällt die Optik des
Keid 20 nicht besonders. Es scheint fast, als hätte Mionix krampfhaft ein etwas anderes, optisches Gewand für ihr aktuelles Flagschiff finden wollen. Nichtsdestotrotz ist das Design zweckmäßig und die einzelnen Komponenten sind hochwertig verbaut worden. Die Ohrmuscheln sind angenehm zu tragen und fallen auch bei längerer Benutzung nicht negativ auf. Auch das Mikrofon ist so angebracht, das man es beim ausgiebigen Daddeln zeitweise vergisst. Durch die Schaumstoffverkleidung werden effektiv Atem- und Umgebungsgeräusche herausgefiltert. Das fest montierte Kabel bietet einen separaten Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon und ist mit einer Länge von drei Metern reichlich bemessen. Die Stoffummantelung trägt positiv zum Gesamteindruck bei. Die Anschlüsse selbst sind vergoldet und sollen so eine noch höhere Klangqualität gewährleisten. Abgerundet wird das Headset mit der am Kabel angebrachten Volume Control. Hier könnt ihr einerseits die Lautstärke der Kopfhörer einstellen. Zum anderen lässt sich das Mikro per Knopfdruck ein- und ausschalten. Als besonderes Schmankerl liegt dem
Keid 20 eine passende Tragetasche bei; ideal zum Transport zur nächsten Lan Party.
„Light Years ahead of the Game“
Nicht ganz so fortschrittlich ist die Kopfhörerform. Scheinbar hat man das Headset nur für Menschen mit kleinen Köpfen bzw. Kinder entwickelt. Bei zwei von drei Testpersonen passt das „High Performance“-Headset schlicht nicht auf den Kopf. Eine Anpassungsmöglichkeit sucht ihr vergeblich. Ebenfalls nicht gelungen ist das Klangbild der Kopfhörer. Weder beim Musik hören noch bei DVD-Filmen oder Spielen kann der Klang überzeugen. Höhen werden zwar solide, aber recht unspektakulär und leicht verwaschen wiedergegeben. Gerade bei Stücken mit wenig Bass wird die mäßige Klangqualität hörbar. Auch die Bässe kommen durchgehend zu kurz, sind meist hölzern und wenig präsent. Vor allem bei rockiger Musik und bei der Wiedergabe von Filmen lässt das
Keid 20 Vieles missen. Alles in allem liefert bereits ein Standard-MP3-Kopfhörer einen ähnlich guten Sound ab. Das Mikrofon hingegen kann überzeugen. Egal ob im Teamspeak oder beim Telefonieren über das Internet, die Aufnahmen waren stets gut zu verstehen. Auch die Umgebungsgeräusche, wie Lüfter und Tastaturklappern wurden zum größten Teil herausgefiltert.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards: