Der Manga „3x3 Augen“ (orig. im Japanischen: Sazan Aizu) von Yuzo Takada erschien erstmals 1997 in Deutschland. Da aber die Taschenbücher mit 58 Seiten viel zu dünn waren, hätte es 40 Jahre gedauert, die Reihe zu vollenden und so wurde der Manga wieder eingezogen. 2002, 15 (!) Jahre nach der Veröffentlichung in Japan, versuchte es Carlsen Comics nochmals und 3x3 Augen wurde auch bei uns ein Erfolg. Die Story ist sehr ausgefallen und beschäftigt sich mit dem Traum des ewigen Lebens und lässt den Leser einfach nicht mehr los.
Der Traum von der Unsterblichkeit
Der Manga beginnt in Tokyo 1987, wechselt aber sehr häufig seine Schauplätze. Yakumo Fuji, ein 16-jähriger Schüler und der eigentliche „Held“ der Geschichte, lernt durch einen Zufall Pai, einen Sanjiyan (wörtlich: Dreiauge) kennen, die von Yakumo´s Vater vier Jahre zuvor beauftragt wurde, seinen Sohn zu finden. Sanjians sind eine höher entwickelte Rasse, die Dämonen beherrschen kann und selbst unsterblich ist. Pai gibt Yakumo einen Brief von seinem Vater, in dem er ihn bittet, Pai zu helfen ein Mensch zu werden. Yakumo ist anfangs verwirrt und hält seinen Vater für einen Spinner, bis er nach einem Dämonenangriff von Pai wieder zum Leben erweckt wird. Von diesem Zeitpunkt an ist Yakuma Pai´s „Wu“ (wörtl: Die Leere, Das Nichts), eine Art Leibwächter. Beide, Yakumo und Pai, sind nun unsterblich und müssen versuchen, wieder menschlich zu werden. Im Laufe der Story wird Yakumo, der sich in Pai verliebt hat, immer mehr zu einem tapferen Beschützer und erlernt neue Fähigkeiten.
Wie das ewige Leben aussieht
Yuzo Takada hat mit „3x3 Augen“ zwar kein Meisterwerk der Zeichenkunst erschaffen, jedoch kann man sagen, dass er einen eigenen, individuellen Stil hat. Alles ist sehr detailgetreu und man kann alle Charaktere an ihren Eigenheiten erkennen. Obwohl seine Figuren nicht so schön anzusehen sind, wie bei „Manga Love Story“ oder „Stigma“, hat Takada 1993 den „Kodansha Manga Award of the Year“ für den besten Shonen- Manga erhalten.
Belohnung oder Fluch?
Obwohl die Zeichnungen zu bemängeln sind und sich die Story sehr lange hinzieht (über 30 Bände), bleibt die Spannung und der Spaß am Lesen dennoch lange erhalten. Die Dämonen sind sehr einfallsreich und unterschiedlich, sowohl in ihren Fähigkeiten als auch von ihrer Darstellung. Pai fasziniert den Leser ständig durch ihren gespaltenen Charakter und es erfreut einen zu sehen, wie Yakumo sich zu einem wahren Helden entwickelt.