Seit dem Erfolg von Ayashi No Ceres dürfte Juu Watase nun auch für einige deutsche Manga-Fans ein Begriff sein. Und dass man sich auf seinen Lorbeeren nicht ausruhen sollte, scheint ein Leitspruch der 34-jährigen Powerfrau zu sein. Aus ihrer Feder stammen beispielsweise auch die hierzulande eher unbekannten Mangas Appare Jipangu, Epotoransu! Mai oder Shishunki Miman Okotowari. Doch besonders beliebt und in typischer Yuu-Manier gezeichnet, ist der 18-teilige Manga Fushigi Yuugi, welchen ich euch hier einmal näher vorstellen möchte.
Wie man sich alle Wünsche erfüllt
Miaka Yuuki ist 16 Jahre alt und ist im dritten Jahrgang der Mittelschule. Sie ist manchmal etwas stürmisch und ihre Lieblingsbeschäftigung ist essen. Yui ist Miakas beste Freundin.
Sie lernen zusammen für die Abschlussprüfung der Oberschule und haben viel Spaß. Bis zu jenem verhängnisvollen Tag, an dem sie in der Bibliothek ein altes chinesisches Buch mit dem Titel „Das Reich der vier Götter“ entdecken. Es soll einem alle Wünsche erfüllen, wenn man es bis zu Ende liest. „Das Reich der vier Götter“ erzählt die Geschichte von einem Mädchen, das einst die sieben Seishi von Suzaku versammelte und so die Macht erlangte, den Gott Suzaku zu beschwören. So konnte sich dieses Mädchen alle Wünsche erfüllen. Doch als die beiden mit dem Lesen beginnen, werden sie in das Buch und in eine für sie unbekannte, altertümliche Welt gezogen.
Wie aus Freunden Feinde werden
Recht schnell und mit viel Glück verlassen sie diese Welt wieder, doch Miaka flüchtet, nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter, nach Kounan, so der Name der fremden Welt, zurück. Dort lernt sie Kaiser Hothori kennen. Er erzählt ihr, dass sie die prophezeite Hüterin des Suzaku sei. Eine alte Legende würde besagen, wenn das Land in Not sei, werde ein Mädchen aus einer anderen Welt kommen. Das Mädchen wird Suzaku erwecken und so dem Land wieder Frieden bringen. So wird Miaka zur Hüterin des Suzaku. Unter anderem lernt sie in dieser fremden Welt Tasuki, den Bos von einer Diebesbande kennen und Tamahome, mit dem sie bald mehr als nur Freundschaft verbindet. Doch was sie nicht weiß ist, dass ihre Freundin Yui ihr gefolgt ist. Durch einige tragische Missverständnisse wird Yui zur Hüterin das Seiryu und damit Miakas Feindin. Der einzige Ausweg für Miaka scheinen die sieben Suzaku Seishi zu sein und so macht sie sich auf deren Suche und läuft geradewegs in ein turbulentes Abendteuer.
Wie man auch die Bösen liebt
Fushigi Yuugi ist ein Manga der Spitzenklasse. Mit Romantik, Aktion, Humor aber auch traurigen Ereignissen ist für jeden etwas dabei. Genauso abwechslungsreich sind die Zeichnungen von Juu Watase: Mal romantisch und detailliert, mal zum schreien komisch oder düster und brutal. Wie man es von Yuu Watase gewohnt ist, hat sie auch in diesem Manga wieder viele Charaktere erschaffen, die man einfach gern haben muss. Detailreichtum und Charakterentwicklung spielen in ihren Werken eine große Rolle und so ist es nicht verwunderlich, dass auch so mancher Bösewicht seine sympathischen Seiten hat.