Match-3-Spiele erfreuen sich aufgrund ihres simplen Spielprinzips einer wachsenden Beliebtheit in sozialen Netzwerken und auf Smartphones. Während sonst Blöcke abgebaut werden, geht es in Triple Town darum, durch das Zusammenlegen dreier oder mehr gleicher Blöcke eine ganze Stadt aufzubauen. Und das sogar noch (fast) kostenlos! Als Fan von Knoblern und Aufbauspielchen muss ich natürlich zugreifen... und bin begeistert.
Ich bin am Zug!
Direkt zum Anfang mal den ersten Wermutstropfen: Zwar ist der Download von
Triple Town kostenlos, allerdings werden zum Spielen Züge benötigt. Aufgrund eines Fehlers, an dem die Entwickler (aktueller Stand beim Schreiben des Reviews ist Version 1.01) noch feilen, werden diese bei ausgeschaltetem Gerät nicht regeneriert. Entsprechend steht man als Spieler nach einiger Zeit ohne Züge da und kann im Grunde nicht mehr viel machen ausser lange zu warten. Aus diesem Grund hat der Entwickler Spryfox den Preis für den In-App-Kauf "unbegrenzte Züge" reduziert - von etwa fünf Euro runter auf 2,99 Euro. Damit ist man dann auch nicht mehr von der Regeneration der Spielzüge abhängig.
Im Kern basiert
Triple Town auf das beliebte Match-3-Prinzip: Ihr müsst drei oder mehr gleichartige Objekte zusammenbringen. Das kennt man von Spielen wie
Bejeweled zur Genüge. Doch hier verschwinden die Blöcke nicht einfach, stattdessen baut ihr durch diese Zusammenlegung eine ganze Stadt auf. Meist platziert ihr Büsche auf dem Spielfeld, von denen drei zusammengenommen einen größeren Busch ergeben. Drei dieser größeren Büsche ergeben dann einen Baum, drei Bäume ein Haus und immer so weiter. So lasst ihr nach und nach eure Stadt erst erblühen und dann wachsen. Was ihr als nächstes pflanzt, könnt ihr nur begrenzt selber bestimmen: Durch Münzen, die ihr während des Spiels verdient, könnt ihr im Store bestimmte Objekte kaufen und direkt pflanzen - alternativ müsst ihr nehmen, was ihr vom Spiel vorgegeben bekommt. Und das sind meist Büsche.
Problembären und andere Feinheiten
Doch manchmal ist es auch Bär, den ihr platzieren sollt. Und die sind das wahre Problem von
Triple Town, denn sie blockieren das Feld, auf dem sie stehen, für den weiteren Bau. Mit jedem Zug bewegen sie sich um ein Feld weiter und blockieren so immer wieder andere Felder. Dummerweise kommen die Bären noch dazu recht häufig vor und werden so schnell zu einer echten Plage. Schafft ihr es, drei oder mehr der Bären einzusperren, dass sie sich nicht mehr bewegen können, werden sie jedoch zu einer Kirche - und darauf könnt ihr dann wieder aufbauen. Sperrt ihr weniger als drei Bären aus, verwandeln sie sich in Grabsteine... und die stehen im Weg. Zum Glück ergeben drei Grabsteine auch wieder eine Kirche, so dass noch nicht alles verloren ist. Wegschaffen könnt ihr diese mit einem Bot. Dieser erlaubt es euch, ein Feld zu bereinigen. Das lohnt sich vor allem bei Steinen, herumhüpfenden Ninja-Bären und wenn ihr einen Fehler gemacht habt und diesen so ausbügeln wollt. Besonders praktisch sind die Kristalle. Sie sind eine Art Joker und lassen sich für jedes andere Objekt einsetzen. Könnt ihr mit diesem jedoch keine Kette bilden, verwandelt sich der Kristall in einen Stein... und liegt im Weg.
Um das Problem mit Objekten, für die ihr aktuell keine Verwendung habt, zu lösen, könnt ihr euch des Lagers bedienen. In diesem könnt ihr einen Gegenstand ablegen und später verwenden. Das empfiehlt sich vor allem für Kristalle, aber auch jedes andere Objekt kann dort eingelagert werden.
Mit der richtigen Strategie zur Mega-City
Schnell stellt sich bei
Triple Town das süchtigmachende Gameplay ein. Eben schnell noch eine Runde, vielleicht einen neuen Highscore aufstellen... und schon ist wieder eine halbe Stunde rum. Es braucht eine Weile, bis man die richtigen Strategien zum Aufbau der eigenen Siedlung gefunden hat - mit diesen ziehen sich die Spielrunden dann aber auch richtig hin. Optisch gibt sich der Knobel-Aufbau-Mix recht niedlich. Den Ton lohnt es sich aber nicht eingeschaltet zu lassen.
Auch auf Facebook und bei Google+ könnt ihr
Triple Town spielen. Und sie erweist sich als durchdachter: Hier gibt es ein richtiges Tutorial, was euch mit den einzelnen Features vertraut macht - davon könnt ihr unter iOS (derzeit) nur träumen.