Es sind geheimnisvolle Gestalten. Ihr Name bedeutet, frei übersetzt, "Der Verborgene". Sie sind Meister der Kriegskunst und der Tarnung, bewegen sich lautlos, unsichtbar und schnell. Die Rede ist von Ninjas. In Yoo Ninja schlüpft ihr in die Rolle eines solchen und macht euch vor allem die zuletzt genannte Eigenschaft zunutze: Die Geschwindkeit. Mit hohem Tempo und geschickten Fingern steuert ihr den kleinen Kerl durchs mittelalterliche Japan. Ein spaßiger Zeitvertreib für Zwischendurch. Warum, das verraten wir euch in unserem Testbericht.
Ein Spiel für zwischendurch
Die Pendler unter uns werden die alltägliche Wartezeit am Bahnsteig oder Busbahnhof kennen und verfluchen. Noch fünf, sechs Minuten bis es weiter geht. Auch wenn sich das nun wenig beschwerlich anhört, die Zeit zum Eintreffen von Bus und Bahn gehört zu den langwierigsten der Tages. Wohl dem, der ein Smartphone sein Eigen nennen darf, um sich derweil anderweitig zu beschäftigen. Sowohl Android als auch iOS bieten mehr als genug Spiele für zwischendurch. Genau richtig eben, um die unliebsame Wartezeit zu überbrücken. Schnell gestartet, schnell wieder geschlossen, das erwartet man von einem solchen Casual Game.
Yoo Ninja ist ein ist so ein Spiel. Nach wenigen Sekunden ist man mittendrin, genauso schnell schließt man es wieder.
Im Rausch der Geschwindigkeit
Worum geht es eigentlich in
Yoo Ninja? Kurz gesagt habt ihr die Aufgabe, den Ninja vom ersten Level in den letzten zu bringen. Klingt einfach, ebenso wie die Steuerung. Diese besteht aus nur einem einzigen Befehl, der per Fingerzeig ausgelöst wird. Mit einem simplen Fingertippen startet ihr das Spiel und gebt damit den Befehl zum Rennen. Bis zu seinem Ableben wird der Ninja, dessen Wohlergehen in eurer Hand liegt, nicht mehr stehen bleiben. Im Gegenteil. Mit der Zeit wird sich das Tempo gar weiter erhöhen. Das wäre nicht weiter schlimm, wären da nicht die zahlreichen Hindernisse, die sich einem immer wieder in den Weg stellen. Die einzige Möglichkeit Barrieren, Abgründe, Monster und Co. zu umgehen ist ein Richtungswechsel, ausgelöst ebenfalls durch ein schlichtes Tippen mit dem Finger. Wer nun vermutet, eurer digitales Alter Ego macht nun kehrt und spurtet sogleich in die Richtung aus der er gekommen ist, liegt völlig falsch. Denn Ninjas weichen niemals zurück, sondern preschen stets voran. Gewechselt wird lediglich der Untergrund, aus unten wird oben. Genauer gesagt: ihr könnt sowohl auf dem Erdboden, als auch an der Decke laufen.
Timing entscheidet
"Leicht zu erlernen, schwer zu meistern", genau das trifft auf
Yoo Ninja zu. Während anfangs lediglich Reflexe gefragt sind, ist im weiteren Verlauf zusätzlich eine rasche Auffassungsgabe essentiell. Denn das Wechseln der Seite geht selbstredend nicht ohne Verzögerungen vonstatten. Ein exaktes Timing entscheidet daher wie weit ihr mit eurem Ninja laufen könnt. Passt ihr den falschen Moment ab, wird das Hindernis zwar umgangen, der Flug endet jedoch vor einem weiteren störenden Objekt - oder schlimmer noch in einem Abgrund. Während letzteres logischerweise das Ende des Spiels bedeutet, ist das Kollidieren mit einem Hindernis nicht ganz so schwerwiegend. Problematisch dabei ist viel mehr die Tatsache, dass euch wertvolle Zeit verloren geht. Der kleine Krieger läuft freilich nicht aus Spaß Abgründe entlang. Der Grund für die schnelle Gangart sind zwei Wurfsterne, die den Ninja auf Schritt und Tritt verfolgen. Zögert ihr zu lange, verfrachtet es euer asiatisches Pendant unverzüglich ins Nirwana.
Feuersteinoptik
Optisch ist
Yoo Ninja nicht grade überzeugend. Auch wenn Hintergründe sehr ansehnlich gestaltet sind, wiederholen sich die Sequenzen sehr schnell. Unweigerlich fühlt man sich an Fred Feuerstein erinnert. Ebenfalls mau schaut es in Sachen Sound aus. Die Toneffekte lassen sich an einer Hand abzählen und wiederholen sich unentwegt. Gleiches gilt für die im Spiel hinterlegte Musik. Auch hart gesottene Spieler werden nach wenigen Minuten nach der Stumm-Taste suchen. Sehr erfreulich hingegen ist der Umstand, dass ihr das Programm kostenlos im App Store herunterladen könnt. Finanziert wird das Spiel durch einen Werbebanner, der beim Spielen am linken Bildschirmrand prangt und erfreulich wenig störend auffällt.