Stellt euch einmal vor: Ihr sitzt mit einer heißen Tasse Kaffee oder Schokolade gemütlich im heimischen Sessel, draußen ist es bitter kalt, Regen fällt und ein kühler Wind lässt die Bäume ihre letzten Blätter verlieren. Die Türklingel ertönt und ein freundlicher Postbote überreicht euch ein großes Paket. Mit einem Messer bewaffnet, wollt ihr dessen Inhalt erkunden und findet... ein kleines Monster. Was würdet ihr nun tun? Mit Süßigkeiten füttern? Wohl kaum. Nun genau das ist es aber, was ihr in Cut the Rope zu tun habt. Aktuell belegt Chillingos neustes Werk Spitzenplätze im AppStore. Warum das so ist, und warum ihr eure Süßigkeiten fortan mit eurem neuen Haustier teilen solltet, verraten wir in unserem ausführlichen Test.
Das neue Haustier
Was ist klein, grün, hat eine Reihe spitzer Zähne und einen Mordsappetit? Nein, hier ist nicht das böse Äquivalent zu E.T. gemeint, sondern das extravagante Haustier des iPhone Spiels
Cut the Rope. Der kleine Vertreter der dritten Art ist besonders scharf auf Süßes. Und weil der Winzling so knuddelig dreinschaut, möchte man ihm sein Verlangen nach Zuckerhaltigem auch gar nicht übel nehmen. Dennoch, dem mit spitzen Zähnen gespickten Maul möchte man nicht zu nahe kommen. Der übereifrige, leicht unstete Blick stimmt einen nicht grade zuversichtlicher. Wie also bekommen wir die Süßigkeit zum Monster? Ganz klar: Wir nehmen ein Seil und kommen so dem Begehren unseres Hausgasts nach - umständlich aber funktionell.
Zerschneide das Seil
In groben Zügen ist damit auch schon der Sinn von
Cut the Rope erklärt worden. Bringe die am Seil befestigten Süßigkeiten in das Maul des Monsters. Anfangs ist das ein mehr als einfaches Unterfangen. Die Candys hängen an einem dünnen Faden befestigt, direkt über dem Maul des Haustiers. Das Zerschneiden des Fadens ist schnell geschehen. Per Fingerzeig fahrt ihr über das gespannte Seil. Das Seil wird dadurch zerschnitten und das neue Haustier empfängt glücklich sein Bonbon. Freilich bleibt das in den folgenden Levels nicht ganz so einfach. Bereits wenige Stufen weiter, werdet ihr den Kopf rauchen lassen müssen. Welches Seil muss ich wann durchschneiden, damit die Süßigkeiten im Maul des Monsters ankommen?
Wem das Ganze noch etwas einfach erscheint, sei gesagt, dass das Erreichen der Süßigkeit lediglich das Basisziel darstellt. In jedem Level sind mehrere gelb leuchtende Sterne verteilt. Berührt das Candy einen von ihnen, gilt der Stern als eingesammelt. Je mehr Sterne ihr zusammen bekommt, desto höher die Endbewertung. Als dritte Komponente geht auch die benötigte Zeit zum Lösen des Levels in die Endbewertung mit ein - je schneller die Aufgabe gelöst wurde, desto mehr Punkte werden gutgeschrieben.
Gummis, Stacheln, Seifenblasen
Um ein wenig mehr Abwechslung in die tägliche Fütterung zu bringen, hat sich das Entwicklerteam von ZeptoLab mehrere sehr amüsante Extras ausgedacht und passend in
Cut the Rope integriert. Gilt es zunächst nur ein Seil zu durchtrennen, habt ihr im weiteren Spielverlauf mit wesentlich anspruchsvolleren "Gegenständen" zu kämpfen. Bereits früh im Spiel mit dabei: Die Seifenblase. Fällt das Candy in diese hinein, schwebt es fortan himmelwärts. Stacheln und Shredder zerstören nicht nur die Seifenblase, sondern auch das Futter in ihr. In den höheren Stufen werdet ihr die Luftblasen zudem per Blasebalg zumindest ansatzweise lenken können. Gummibänder schleudern die Süßigkeit im hohen Bogen durch die Gegend (und damit aus dem Spiel) und auch kleine Spinnen scheinen ganz heiß auf Süßes zu sein - Abwechslung wird also genug geboten. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei sehr angenehm an. Eine passende Optik samt (nach einiger Zeit nerviger) Sounduntermalung runden das Spiel ab.