Seit inzwischen 16 Jahren bekriegen sich die kleinen wirbellosen Gartenwühler in der Welt der Videospiele. Längst hat sich eine solide Fangemeinde aufgebaut, die mit Freude am gewalttätigen Treiben teil nimmt. Team 17 entwickelte Spiele der Worms-Reihe für fast alle Videospielplattformen – angefangen mit dem Amiga. Nun könnt ihr auch auf dem iPhone die charmanten Scharmützel der Kriechtiere erleben. Wir haben uns das Spiel näher angesehen und berichten über alle relevanten Details.
Kriegsszenario
Das Spielprinzip von
Worms ist denkbar einfach. Töte alle feindlichen Würmer und halte mindestens einen von deinen am Leben. Moment mal, Würmer? Genau, denn nicht nur in der Welt der Menschen gibt es handfeste Auseinandersetzungen. Wenn es nach dem Werk von Team 17 geht, sind diese Zwergenkriege nicht großartig anders als unsere. Rundenweise führt ihr Angriffe gegen bis zu drei Mitspieler gleichzeitig aus. Sollten einmal keine kampfbegeisterten Kontrahenten anwesend sein, habt ihr die Möglichkeit, gegen den Computer zu spielen. Leider ist dieser trotz dreistufigem Schwierigkeitsgrad nur von echten Veteranen zu schlagen. Mit tödlicher Präzision pustet er einen Wurm nach dem anderen ins Kriechtiernirvana.
Kriegsspielzeug
Mit Bazooka, Granaten und allerlei anderen Zerstörungsinstrumenten bewaffnet, zieht ihr gegen ein, oder auch mehrere Teams zu Felde. Das Waffenarsenal in
Worms würde selbst beim altgedienten Kriegstreiber Georg W. Bush Freudentränen auslösen. Uzi, Maschinengewehre, Lenkraketen, Dynamitstangen, Splittergranaten, Minen und sogar Luftangriffe stehen den kleinen Kreaturen zur Verfügung. Auch diverse Kuriositäten finden sich im Kriegsrepertoire. Mit dem Baseballschläger könnt ihr nahestehenden Feinden zeigen, wie es um eure Muskelkraft bestellt ist. Sinnvoll ist das freilich nur, wenn ihr den Kontrahenten dadurch in ein nahegelegenes Minenfeld oder besser noch, ins kühle Nass schleudern könnt. Während ersteres dank der hohen Konstitution der Würmer noch zu überleben ist, bedeutet das Wasser den sicheren Tod – die kleinen Erdbuddler können nicht schwimmen.
Wem das Ganze noch immer zu konventionell erscheint, sollte die Bananenbombe ausprobieren. Diese unförmige Granate zersplittert beim Aufprall in ihre Einzelteile. Schlagen diese wiederum auf dem Erdboden auf, explodieren sie aufs Neue - eine sehr effektive Möglichkeit, gleich mehrere Feinde unter die Erde zu bringen. Mehr Sprengkraft bietet nur die Heilige Granate. Diese handtellergroße Kapsel lässt kurz vor ihrer Detonation ein laut schallendes „Halleluja“ vernehmen. Ein kleiner Nachteil dieser Waffe ist der Wegfall eines guten Teils der Karte, denn alle Objekte in
Worms sind zerstörbar.
Kriegsschauplatz
Dadurch, dass die Spielwelt zerstörbar ist, kann sie selbst als Waffe eingesetzt werden. Habt ihr einen Wurm in der Nähe einer Klippe ausgemacht, kann es durchaus ratsam sein, selbige mit einem gut gezielten Schuss aus der Bazooka zu zerstören. Ähnlich verhält es sich mit Minenfeldern. Mit einem gelungenen Granatentreffer könnt ihr gar ein komplettes Minenfeld in Richtung des Gegners bomben. Die Würmer selbst werden durch Explosionen ebenfalls durch die Botanik geschleudert, was mitunter witzige Kettenreaktionen auslösen kann. Sei es, dass ein Wurm von Mine zu Mine gebombt wird, oder ein Wurm den anderen unfreiwillig über die Klippe ins Wasser stürzen lässt.
Wenngleich die Optik von
Worms keinen überragenden Eindruck hinterlässt, bietet sie dennoch genug Abwechslung. Insgesamt müssen fünf Karten als Kriegsschauplatz herhalten. Jede von ihnen bietet verschiedene taktische Möglichkeiten. Experten werden sich über die vielen Einstellungsmöglichkeiten diesbezüglich freuen. Neben der Anzahl der Objekte auf einer Karte, könnt ihr auch die Größe der Minenfelder und sogar den Zeitrahmen für die Handlungen der menschlichen Spieler festlegen.