Tower Defense-Spiele gibt es im App Store zuhauf. Das ist wenig verwunderlich, eignet sich doch die Steuerung des iPhones hervorragend für Programme dieser Art. Leider ist ein Großteil der Software dieses Genres nicht spielenswert. Mit Fieldrunners gibt es endlich wieder gelungenen Nachschub für mobile Hobbystrategen. Wir verraten euch, was das Spiel aus dem Hause Subatomic Studios ausmacht.
Invasion
Es herrscht Krieg! Wie verteidigt man sich am Besten gegen eine feindliche Armee, die kurz davor ist, das eigene Territorium zu stürmen? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Errichte ein effektives Verteidigungssystem. Die Vorbereitungszeit jedoch ist knapp und die Ressourcen sehr übersichtlich. Nichtsdestotrotz machen wir uns an die Planung.
Erfolg oder Untergang
Aller Anfang ist bescheiden. Die Mittel die ihr zu Beginn von
Fieldrunners besitzt sind - positiv gesagt - bescheiden. Daher müssen wir wohl oder übel mit zwei Gatlingtürmen Vorlieb nehmen. Diese Kugelschleudern feuern ihre Geschosse zwar in atemberaubender Geschwindigkeit ab, richten aber dennoch nur moderaten Schaden an. Erst in großer Zahl, was dank der günstigen Anschaffungskosten zügig realisiert ist, geben diese Waffen eine brauchbare Verteidigungslinie ab. Für den ersten Feindkontakt reichen sie dennoch aus. Die langsam marschierenden und dünn gepanzerten Soldaten sind bereits nach wenigen Augenblicken passé.
Die zweite Truppe jedoch lässt nicht lange auf sich warten. Scheinbar haben sie aus dem ersten Angriff gelernt. Mit Motorrädern rasen sie kurzerhand an den Türmen vorbei. Auch wenn einige aufgehalten werden konnten, stürmt der Großteil dennoch auf unser Basislager zu. Die Folgen können fatal sein. Klopfen zu viele Gegner an unsere Tür, gilt das Spiel als verloren. Diesmal jedoch sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Nun gut, was der Feind kann, können wir schon lange! Durch das Zerstören der gegnerischen Einheiten sind wir zu moderatem Reichtum gelangt. Mit Hilfe der Kriegsbeute stellen wir zwei weitere, grün bemalte Türme auf. Diese richten zwar keinen Schaden an, hindern aber Einheiten mit einer klebrigen Flüssigkeit am Vormarsch.
Die folgende Angriffswelle schleicht an unseren Türmen vorbei. Abermals konnten einige Truppen die Verteidigungslinie durchbrechen. Die schwer gepanzerten Fußsoldaten haben sich von den Gatlingtürmen wenig beeindrucken lassen. Damit das kein weiteres Mal passiert, bauen wir nun einen Raketenturm auf. Schon kurz darauf macht sich diese kostspielige Anschaffung bezahlt. Durch den Aufprall der Geschosse, werden alle Einheiten in der Nähe gleichermaßen beschädigt. Trotz einer großen Zahl an leicht gepanzerten Fußtruppen, schafft es diesmal niemand zur Basis – eine lohnende Investition, die wir gleich wiederholen. Grade als wir den Sieg über die angreifende Horde feiern wollen, rollt ein schwerer Panzer auf unsere Verteidigungslinien zu. Trotz Raketentürme passiert das Ungetüm die Verteidigung und zerstört unsere Basis vollends – wir haben verloren.
Suchtgefahr
Wie ihr vielleicht schon erahnen könnt, ist
Fieldrunners ein sehr anspruchsvolles Strategiespiel. Obwohl insgesamt drei Schwierigkeitsgrade verfügbar sind, werden Anfänger selbst auf dem leichtesten fix ins Schwitzen kommen. Dem Spielspass allerdings tut das keinen Abbruch. Nach jedem verlorenen Kampf habt ihr neue Erfahrungen gesammelt, um eure Strategie zu verbessern. Für langfristige Motivation sorgen auch die drei abwechslungsreichen Karten - drei weitere stehen für je 0,79 € zum Kauf bereit. Für jedes Kriegsgebiet ist eine andere Vorgehensweise von Nöten. Mit insgesamt sechs verschiedenen Verteidigungstürmen werden auch ambitionierte Strategen voll auf ihre Kosten kommen. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. Die drei angebotenen Spielmodi unterscheiden sich nur marginal voneinander. In diesem Punkt hätte Subatomic Studios mehr Kreativität zeigen können.