Denkspiele in verschiedenen Variationen gab es bereits zu C64-Zeiten. Egal ob auf Konsole oder PC, diese Art von Titeln haben seit der Erfindung des Computerspiels eines gemeinsam: Sie sind mehr als unpopulär. Kaum einem Gerne wurde weniger Beachtung geschenkt - zumindest früher. Heutzutage haben sich die Videospielkknobeleien zu einem ansehnlichen Markt entwickelt – nicht zuletzt dank Nintendos Dr. Kawashima's Gehirnjogging. Eben jene Erkenntnis hatte auch Ravensburger. Nun möchte der Brettspielgigant mit Think auch auf dem iPhone Fuß fassen.
Rechnen, Merken, Denken, Verstehen
Think ist die iPhone-Adaption des gleichnamigen Brettspiels von Ravensburger. Wer nun eine nüchterne Umsetzung erwartet, wird bitter enttäuscht. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei
Think um eine Sammlung von Minispielchen, die euer Denkvermögen und die Konzentrationsfähigkeit steigern sollen. Ob dieser im AppStore mit großen Worten angepriesene Effekt wirklich eintritt, ist zweifelhaft. Tatsache jedoch ist, dass Ravensburger mit seinem neuen Spiel zu unterhalten weiß. Das liegt vor allem an der ansehnlichen Auswahl an Minigames. Insgesamt 16 davon warten in vier Kategorien – Rechnen, Merken, Denken, Verstehen – darauf, von euch gelöst zu werden. Jede dieser vier Kategorien birgt unterschiedliche Arten von Aufgaben. Wählt ihr „Rechnen“ aus, erwarten euch – wer hätte es gedacht – Rechenaufgaben in einfallsreichen Varianten. Beim Zahlenmobile beispielsweise, müsst ihr die vorgegebene Gesamtsumme auf die einzelnen Unterpunkte verteilen. Im Nullsummen Spiel gilt es, eine fehlende Zahl zu ergänzen. Das Endergebnis muss hier, wie der Name schon sagt, Null betragen.
Praktisch veranlagte Spieler werden sich in der Kategorie „Verstehen“ eher wohlfühlen. In dieser müsst ihr versteckte Wörter in einer Buchstabenmatrix erkennen, die Richtung einer Murmel in der Kugelbahn bestimmen und kleinere Puzzles unter starkem Zeitdruck zusammensetzen. Unter dem Oberbegriff „Merken“ ist die Aufgabenstellung wieder etwas anders. Im Spiel Kopfsalat müsst ihr euch Namen und Gesichter einprägen, um diese passend zuordnen zu können. Bei Bilderreihen geht es darum, dargestellte Bilder in der richtigen Reihenfolge wiederzúgeben. Keine einfache Sache, denn die Motive ähneln sich teils stark. Natürlich ist auch das klassische Memory mit von der Partie. Die letzte Kategorie „Denken“ beinhaltet die anspruchsvollsten Kopfnüsse. Im Minispiel Laufräder werden mit einem Zahnriemen verbundene Laufräder dargestellt. Ihr müsst unter Zeitdruck angeben, in welche Richtung die jeweiligen Zahnräder gedreht werden. Zu einfach? Dann solltet ihr die Klappwürfel ausprobieren. Hier gilt es, einen auseinander geklappten, farbigen Würfel einem fertig zusammengebauten zuzuweisen. Wie ihr sehen könnt, werden auch erfahrene Denker bei
Think auf ihre Kosten kommen.
Highscores und Gruppenarbeit
Jede der 16 Aufgaben lässt sich einzeln ansteuern. Obwohl sich die Spiele inhaltlich teils stark unterscheiden, ist das Grundprinzip dennoch dasselbe: Innerhalb von 60 Sekunden müsst ihr so viele Fragen wie möglich beantworten. Für jede richtige Antwort erhaltet ihr eine gewisse Punktzahl. Je mehr Fragen während einer Runde beantwortet wurde, desto höher der Multiplikator. Das heißt also: Die Anzahl der Punkte steigt mit jeder korrekten Antwort stark an. Habt ihr hingegen eine falsche Antwort gegeben, verringert sich euer Multiplikator entsprechend. Highscores könnt ihr über eine komfortable Statistik jederzeit einsehen. Auf Wunsch werden eure Ergebnisse mit denen anderer Spieler weltweit verglichen. Darüber hinaus bietet
Think einen Hot Seat Multiplayer Modus, in dem ihr mit bis zu drei Freunden auf einem Gerät spielen könnt.