Rom, Ägypten und Jerusalem; alle haben etwas gemeinsam: Wagenrennen. Diese Spektakel begeisterten bereits in der Antike die Massen. Nun versucht Entwickler Sixteen Tons Entertainment die iPhone Gemeinschaft mit einem Spiel zum Filmepos zu begeistern. Mit Erfolg?
Film und Spiel
Was bewegt einen Mann an diesen Rennen teilzunehmen? Ist es das Gold, Prestige, Macht oder gar gesellschaftlicher Auftieg? Im Film wird der Anreiz sehr schnell klar; im Spiel
Ben Hur Live! hingegen geht es allein um die Rennen selbst. Beim Spielstart soll ein kurzes Intro für eine stimmige Atmosphäre sorgen. Ein guter Einstieg, die Ernüchterung folgt jedoch auf dem Fuße. Einen Storymodus sucht ihr vergblich, ebenso wie einen alternativen Spielmodus. Nun gut, vieleicht können die ja die Rennen überzeugen. So stürzen wir uns mit der Peitsche in der Hand und einem vierspannigen Streitwagen ins erste Rennen. Nach dem Start gilt es, zunächst die Pferde anzutreiben. Dazu machen wir von der Peitsche Gebrauch. In der Regel genügen zwei bis drei Schläge, um den Zossen zu Höchstleistungen anzutreiben. Für jedes der vier Tiere könnt ihr an einer kleinen Anzeige am unteren Bildschirmrand die aktuelle Geschwindigkeit ablesen. Die Gesamtleistung des Gespanns allerdings wird weiter oben am Bildschirm angegeben – die Übersichtlichkeit lässt etwas zu wünschen übrig. Aber auch die besten Einhufer widerstehen auf Dauer nicht den Belastungen, die eine hohe Geschwindkeit mit sich bringt. Ein kleiner Balken gibt für jedes Tier den Grad der Erschöpfung an. Verlangt ihr ihnen zu viel ab, reiten sie fortan langsamer durch die Arena. Erst nach einer Erholungsphase stehen die Kläpper wieder zu Höchstleistungen bereit. Es gilt also ein geeignetes Maß zwischen Schnelligkeit und Belastung zu finden.
Harte Zeiten…
…erfordern aggressive Handlungen. Wagt sich ein Kontrahent während des Rennens zu nah an euer Gefährt, könnt ihr ihn per Peitschenschlag in die Schranken weisen. Fair Play solltet ihr vermeiden, denn die gegnerischen Fahrer nutzen Mitleid eiskalt aus. Geht ihr nicht zum Angriff über, tun sie dies ihrerseits. Mit Peitsche und Wagen versuchen sie euch in die Mauern der Arena oder gegen Hindernisse zu drücken. Bei jedem Aufprall nimmt euer Streitwagen Schaden. Auch hierfür gibt es eine entsprechende Anzeige. Ist die Leiste gefüllt, wird der Wagen bald in seine Einzelteile zerlegt sein und ihr landet im Staub. Um euch das Leben noch etwas schwerer zu machen, tauchen von Zeit zu Zeit Hindernisse auf, denen ihr ausweichen müsst. Trümmerteile und Sanddünen fügen euch nicht nur Schaden zu, sondern verlangsamen eure Fahrt erheblich. Dank der schwammigen Steuerung gelingen die Ausweichmanöver nicht immer. Zumindest in diesem Punkt wird das Spiel der Filmvorlage gerecht: Das Lenken eines Streitwagens ist nicht einfach.