2XL Games hat ein neues Rennspiel im AppStore veröffentlicht. Stolze 7 Euro werden für das neue ATV Offroad fällig. Der Entwickler macht große Versprechungen: Umfangreicher Karrieremodus, 16 verschiedene Strecken, hochwertiger Soundtrack und eine Optik, die auf dem iPhone ihresgleichen sucht. Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist, könnt ihr in unserem Review nachlesen.
Atmosphäre und Fair Play
Dröhnende Motoren, Schlammspritzer, meterhohe Sprünge und leicht bekleidete Boxenluder am Streckenrand; Entwickler 2XL weiß, wie man Männerherzen höher schlagen lässt. Bereits die Wartezeit beim Start des Spiels wird durch das Bild einer blonden, knapp bekleideten Schönheit versüßt, gefolgt von einem hochauflösenden und actiongeladenen Introvideo inklusive passendem Soundtrack. Habt ihr euch dieses angesehen, warten sechs Speicherslots darauf, von einem eurer Profile besetzt zu werden. Die Auswahl an Fahrzeugen und Fahrern kann sich sehen lassen, hat aber – neben dem Optik - keine Auswirkungen auf das weitere Spielgeschehen; verschenktes Potential, hier hätte man mehr tun können. Sei es drum, der Karriere-Modus ruft. Drei verschiedene Ligen gilt es zu gewinnen. Also, Helm aufgezogen, Motor gestartet und ab geht es in das erste Rennen der Nationalliga. In diesem zählt vor allem Schnelligkeit. Ziel ist es, vor euren Kontrahenten ins Ziel zu gelangen. Das klingt einfacher als es ist. Denn eure Widersacher gehen mitunter sehr grob vor. Schubsend, drängelnd und rammend versuchen sie an euch vorbei zu kommen; Fair Play wird bei
ATV Offroad wenig Beachtung geschenkt. Dementsprechend solltet ihr es ihnen mit gleicher Münze heimzahlen. Ein kurzer Rempler und der erste Widersacher rauscht mit Volldampf in den nächstbesten Busch. Jetzt noch ein kleiner Schubs gegen den – nun ehemalig – Erstplazierten und selbiger macht Bekanntschaft mit einer Tanne, die 150 Meter vor der Ziellinie ihr Dasein fristet; Sieg für uns und damit auch die ersten Punkte. Jedoch bleibt wenig Zeit für Schadenfreude, denn das zweite der insgesamt drei Rennen startet kurz darauf. In üblicher Rennmanier gewinnt der Fahrer, der innerhalb dieser drei Rennen am meisten Punkte auf seinem Konto aufweisen kann.
In luftige Höhen
Weniger typisch ist der Verlauf der Stuntrennen in
ATV Offroad. Hier tretet ihr nicht gegen andere Fahrer, sondern gegen eine vom Spiel vorgegebene Punktzahl an. So müssen im ersten Turnier 25.000 Punkte erreicht werden, um auf das Treppchen zu gelangen. Die Silbermedaille wird hingegen erst bei 50.000 Punkten vergeben. Wollt ihr nach ganz oben, werden gar 75.000 Stuntpunkte fällig. Diese müsst ihr innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen. Für jedes Kunststück wird eine bestimmt Anzahl an Punkten vergeben. Die Auswahl an Tricks ist groß. Je nach Komplexität schießt eurer Punktekonto mehr oder weniger schnell nach oben. Für die Bronzemedaille reichen bereits einfache Künststückchen, wollt ihr hingegen als Sieger vom Platz fahren, müsst ihr mehrere kombinieren. Dazu ist vor allem Schnelligkeit und Präzision gefragt, denn Stunts können nur in der Luft ausgeführt werden. Die Strecken bieten dazu mehr als genug Gelegenheiten: Hügel, Abgründe und sogar mehrere Meter hohe Schanzen, fordern euch regelrecht auf, waghalsige Manöver durchzuführen. Besonders komplexe Stunts allerdings können nur auf diesen Schanzen ausgeführt werden. Aufgrund der etwas schwammigen Steuerung gelingt das nicht immer ganz problemfrei. Habt ihr bei der Fahrt auf der Rampe nicht die entsprechende Geschwindigkeit, endet der Stunt in der nächstbesten Schlammpfütze; Punkte adé.
Optionsvielfalt
Im Gegensatz zu den meisten anderen iPhone-Spielen könnt ihr die Steuerung in
ATV Offroad euren Wünschen anpassen. So lässt sich neben der Lenkradempfindlichkeit sogar die so genannte Tote Zone einstellen. Hier reagiert das iPhone nicht wie sonst üblich schon auf kleinste Neigungen, sondern erst ab einem gewissen – von euch eingestellten – Winkel. Darüber hinaus werden sich Unerfahrene über einen Bremsassistenten freuen. Doch damit nicht genug: Die Belegung der virtuellen Tastatur, über die ihr im Spiel die verschiedenen Stunts ausführen könnt, ist ebenfalls frei belegbar. Natürlich können auch die Namen der KI-Fahrer bearbeitet werden. Zu guter Letzt bietet eine gut strukturierte Statistik einen Überblick über eure bisherigen Erfolge.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:

