Auf dem ersten Blick wird es den meisten so ergangen sein wie mir: Geometrie? Ein noch langweiligeres Szenario kann man sich wohl kaum vorstellen! Keine musikalische Untermalung, trister, linierter schwarzer Hintergrund? Da bietet ein Matheheft weit mehr Abwechslung. Doch halt! Wer einen genaueren Blick auf geoDefense wagt, wird mit einem der besten Tower Defense-Spiele für das iPhone belohnt.
geoDefense – Geometrie mal anders
Wie in diesem Genre üblich, müsst ihr mittels bewaffneter Türme alle anstürmenden Feinde daran hindern, eure Basis zu erreichen. Wobei der Begriff "Feinde" hier etwas fehl am Platze wirkt. Wie der Name
geoDefense schon vermuten lässt, sind die Gegner in diesem Falle geometrische Figuren: Hier stürmen Kreise, Dreiecke, Rauten und Co eurer Basis entgegen. Dabei hat jede „Form“ ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken. So kann die Raute eurem Beschuss sehr lange standhalten, kriecht aber in Schneckentempo voran. Ganz im Gegensatz zu den Kreisen. Bereits nach wenigen Treffern vergehen sie in einer effektvollen Explosion, werden allerdings aufgrund ihrer Geschwindigkeit kaum getroffen. Wieselflink huschen sie vor den Geschossen eurer Türme davon. Hier kann nur ein Shock Tower helfen. Diese knallgelben sechseckigen Türme verlangsamen jeden Feind in Reichweite. Davon profitieren vor allem Raketentürme, die mit ihren Geschossen großen Flächenschaden verursachen können. Kanonen- und Lasertürme runden das Waffenarsenal ab.
Sollten dennoch einige der Figuren gefährlich nahe an eure Basis gelangen, ist ein schwarzes Loch die beste Lösung. Einmal aufgeladen richten diese immensen Schaden an allen Figuren auf der Karte an. Dummerweise vernichten sich die schwarzen Löcher bei Anwendung gleich mit. Ihr solltet also genau überlegen wann und ob ihr sie einsetzen wollt.
Geldprobleme
Bevor ihr einen solchen Turm aufstellen könnt, müsst ihr zunächst eine bestimmte Menge Geld investieren. Neben dem Startkapital erhaltet ihr für jede zerstörte Figur einen kleinen Obolus. Die Einteilung des Geldes ist allerdings zeitweise etwas problematisch: Gebe ich jetzt etwas für einen Kanone aus oder spare ich doch lieber auf einen Raketen Turm?
Bei der Planung müsst ihr nicht nur die Positionierung und Kombination der Türme beachten, sondern auch die Reihenfolge in der die Feinde erscheinen. Zwar lassen sich Rauten sehr gut mit Raketen in Schach halten, sie richten aber gegen die schnellen Kreise und Vierecke nur wenig aus. Nur wer seine Türme vorausschauend aufstellt und aufrüstet, wird bis zur letzten Welle überleben.
Schwieriger als in der Schule…
...dafür aber auch motivierender.
GeoDefense ist kein einfaches Spiel. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad gleichzeitig auch seine größte Stärke: Nach und nach tastet ihr euch zur letzten Welle heran. Die Motivation dabei ist sehr hoch, denn es führen in der Regel mehrere Strategien zum Ziel. Wegen des einfachen Aufbaus und Leveldesigns lernt man sehr schnell, wie man seine Türme strategisch richtig aufstellt und kombiniert; Frust kommt dabei selten auf. Die letzten der insgesamt 24 Levels sind besonders knifflig. Hier zeigt sich, wer in den vorhergegangenen Spielen aufgepasst hat. Selbst erfahrene Zocker werden eine ganze Weile an ihrer Taktik feilen müssen, um auch das letzte Dreieck von der Karte zu blasen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
