Es war einmal vor langer Zeit...
Sieben Jahre ist es nun her, seit der Special Tactics and Rescue Squad (kurz: S.T.A.R.S.) seine Premiere in der Konsolenwelt feiern konnte. In die virtuelle Zombiehatz schickte sie der japanische Spielemogul Capcom, welcher schon vorher mit seiner Street Fighter Serie für Furore gesorgt hatte. Für die damaligen Videospielefans war Resident Evil eine spielerische Offenbarung und konnte vor allem mit der spannenden Zombiethematik und den einzigartigen Schockeffekten überzeugen, die heute noch ihres Gleichen suchen. Nun wurde das Spiel für Nintendos Cube neu aufgelegt und will Fans, sowie Neulinge in seinen Bann ziehen.
Story
Wir schreiben das Jahr 1998. Misteriöse Mordfälle versetzen die Bewohner von Raccoon City, einer Industriestadt im mittleren Westen der USA, in Angst und schrecken. Hundeähnliche Geschöpfe sollen eine Gruppe von Wanderern in den Wäldern nahe der Stadtgrenze angegriffen und auf grausame Weise zugerichtet haben, so die aktuelle Ausgabe der Raccon Times. Also schickt die örtliche Polizei ihre besten Männer in die benachbarten Wälder, um Klarheit zu schaffen. Das Bravo-Team der Einheit S.T.A.R.S. soll die Gegend mit einem Hubschrauber überfliegen und sie so auskundschaften. In diesem Moment ist klar was kommt: Der Hubschrauber stürtzt ab und ein zweites Team, das Alpha-Team, wird losgeschickt, um das erste zu bergen. Sie landen und finden zwar den Hubschrauber, doch das Team... ist verschwunden. Plötzlich ein Rascheln. Ein hektischer Blick ins naheliegende Gebüsch. Nichts. Doch noch im selben Moment wird das Team von einer Horde Zombiehunde angegriffen und so zur Flucht gezwungen. Da die Hunde den Weg zum Helikopter versperren geht’s ab durchs Gestrüpp. Gerade noch rechtzeitig erreichen sie ein Haus. Mitten im dunklen Wald...
Gameplay
Im Haus angekommen, kommt Ihr ins Spiel. Ihr spielt entweder Jill Valentine oder Chris Redfield (beide gehören dem Alpha-Team an) und müsst nun das Haus auskundschaften, nach Mitgliedern des Bravo-Teams suchen und einen eventuellen Fluchtweg sichern. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn Ihr müsst bald feststellen, dass dieses, von außen so verlassen aussehende, Haus nicht unbewohnt ist. Kaum biegt Ihr um die erste Ecke werdet Ihr Zeuge, wie einer der Verschollenden von einem mutierten Artgenossen verspeist wird – und das ist nur eine von vielen bösen Überraschungen, die in den zahlreichen verwinkelten Korridoren und Räumen auf euch warten. Natürlich seid Ihr denen nicht hilflos ausgeliefert. Nach und nach findet Ihr Munition für eure Standart-Pistole, neue Waffen wie Schrotflinte oder Granatwerfer. Falls Euch doch einmal einer der modrigen Gesellen zu fassen kriegen sollte, habt Ihr die Möglicheit, Euch mit den neuen Verteidigungswaffen zur Wehr zu setzten. Dazu gehören Dolche, die den Zombies bei Anwendung heftige Kopfschmerzen bereiten, Granaten mit einem relativ deftigen Wumms und ein Elektroschocker, welchen man aus der ein oder anderen Damenhandtasche kennt. Ein weiteres Gameplayelement ist neben dem Kämpfen das Lösen von Rätseln. Diese reichen von simplen Schlüsselsuchen bis hin zu komplexen „Hirnknackern“, die einem im wahrsten Sinne des Wortes Kopfzerbrechen bescheren können. Ein bisschen nervig ist während des Rätsellösens das sehr kleine Inventar, in das je nach Charakter 6, bzw. 8 verschiedene Gegenstände passen. So kommt es oft vor, dass Ihr neben Waffen, Munition und anderen Gegenständen noch Utensilien zum lösen der Rätsen benötigt und diese dann aufgrund von Platzmagel nicht mitnehmen könnt. Also müsst Ihr zu spärlich verteilten Kisten gehen, wo sich die überflüssigen Sachen lagern lassen. Ein weiteres Problem ist das Speichern. Um speichern zu können braucht Ihr Farbbänder, von denen es nur eine begrenzte Anzahl im Spiel gibt – und was alle ist, ist alle.
Grafik und Sound
Im Gegensatz zu den eben genannten Defiziten können Grafik und Sound vollends überzeugen. Noch nie sah ein Spiel so schön aus! Das liegt vor allem an den Hintergründen, die statisch sind und so nicht viel Rechenarbeit verbrauchen. Diese konnte deswegen in die 3D Charaktere investiert werden, die somit um so besser aussehen. Die Musik wechselt je nach Situation und Schauplatz. In den Kämpfen ist sie hektisch und dramatisch, ansonsten immer sehr düster und langsam.
Neuerungen
Zu den Schauplätzen des Originals sind natürlich einige Gebiete und Räume dazugekommen, wie z.B. der Friedhof oder die Parkanlage. Weitaus innovativer ist, dass die Zombies nach ihrem ersten Ableben nach einiger Zeit wieder zum Leben erwachen. Dann sind sie nämlich schneller und kräftiger als ihre armeausstreckenden Pent Dants und können Euch sogar durch mehrere Räume verfolgen. Diesem kann man entgegenwirken, indem man ihnen mit einem gezielten Schuss die Rübe wegsemmelt oder indem man sie mit gefundenem Kerosin verbrennt.