Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming

Wallpapers
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


GHOST IN THE SHELL 2: INNOCENCE
Anime  Test von Denise Bergert (08.10.2004) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Fast ein ganzes Jahrzehnt ist vergangen, seit Mamoru Oshii mit seiner Verfilmung des Mangas “Ghost in the Shell” den Animationsfilm zu dem machte, was er heute ist. Lief dieser in den japanischen Kinos zwar nur mit mäßigem Erfolg, avancierte der Streifen in den westlichen Ländern zum absoluten Kultfilm und zählt noch heute neben Katsuhiro Ôtomo´s „Akira“ zu den absoluten Meilensteinen. Orientierte man sich bei „Ghost in the Shell“ noch sehr an der Manga-Vorlage, ist von dieser im Nachfolger mit dem Untertitel „Innocence“, kaum noch etwas zu spüren. Ob der sehnsüchtig erwartete Film Chancen hat, seinen Vorgänger vom Anime-Thron zu stürzen, erfahrt ihr in unserem Review.


Der Traum vom künstlichen Menschen

Seit der Geburt des Science-Fiction Genres träumt der Mensch davon, sein Ebenbild in Form einer Maschine zu erschaffen. Willenlos und treu ergeben, wurde diese Rolle schon in unzähligen Filmen, wie dem Klassiker Metropolis, verkörpert. Besonders in Animes sind künstliche Lebewesen ein beliebtes Thema, ob nun in Form von Mechas, Androiden oder der eigenständigen KI eines Computers. Ein mechanisches Abbild ihrer selbst, scheint zu den größten Träumen der Menschheit zu gehören. Doch wäre es wirklich möglich, einen künstlichen Menschen zu erschaffen, welcher uns treu ergeben ist? Was würde passieren, wenn dieser ein eigenes Bewusstsein entwickelt und sich unserem Willen widersetzt?


Der Traum von einer besseren Zukunft

Eben dieser Diskurs um künstliche Intelligenz wird auch in „Ghost in the Shell 2: Innocence“ wieder aufgegriffen, nicht nur im allgemeinen Hinblick auf die Story, sondern auch in den kleinen zwischenmenschlichen Konstellationen des Films. Hauptcharakter des Films ist der bereits aus dem Vorgänger bekannte, mit einem nahezu komplett kybernetischen Körper ausgestattete, Batou. Nach dem drei Jahre zurückliegenden Verschwinden seiner Vorgesetzten Majorin Motoko Kusanagi, ist er inzwischen zur Nr. 1 der Anti-Terror-Einheit Sektion 9 aufgestiegen. Zusammen mit seinem Partner Togusa wird er auf einen neuen und mysteriösen Auftrag angesetzt. In letzter Zeit häufen sich immer mehr Fälle von amoklaufenden Sex-Androiden, so genannten Gynoids. Als bereits der achte Vorfall dieser Art auftritt, wird die Sektion 9 eingeschaltet, da die Regierung davon ausgeht, dass es sich hierbei um einen Terrorakt handelt. Als Batou am Tatort eintrifft, ähnelt dieser eher einem Schlachtfeld, mit schier unglaublicher Leichtigkeit hat sich der so unschuldig aussehende Gynoid im rosa Kimono nahezu aller Polizei-Einheiten entledigt. Während sich Batou diesem langsam nähert, kann er gerade noch ein geflüstertes „Hilf mir!“ aus der Richtung des Androiden vernehmen, bevor sich dieser selbst zerstört. Hat Batou sich diesen Hilferuf nur eingebildet oder steckt tatsächlich eine wehrlose Seele in den mechanischen Körpern?


Der Traum wird zum Alptraum

Wie auch schon im Vorgänger scheint jemand die amoklaufenden Marionetten zu kontrollieren und Nachforschungen bringen Batou und seinen Partner auf die Spur einer Yakuza-Organisation. Doch als der als aufklärend vorgesehene Besuch in deren Hauptquartier in einem Schusswechsel endet, werden nur noch mehr Fragen aufgeworfen. Der sonst so nüchterne Batou versinkt immer mehr in Zweifeln über seine Existenz und während eines Besuchs im Supermarkt, gerät die Situation zusehends außer Kontrolle. Jemand hat sich in seinen Geist eingehackt und bringt ihn dazu, sich selbst und andere zu gefährden, in dem er wild um sich schießt. Diese Aneinanderreihung seltsamer Zufälle lässt Batou immer mehr an sich selbst zweifeln. Ist er wirklich noch menschlich? Wer hat versucht, ihn zu kontrollieren? Zusammen mit seinem Partner, macht er sich auf, das Geheimnis um die mysteriösen Zwischenfälle zu lüften…


Vom Licht in die Dunkelheit

Wie bereits von vielen Fans erwartet, ist „Ghost in the Shell 2: Innocence“ optisch ein wahrer Leckerbissen. Der Schauplatz, eine Zukunftsstadt, erinnert den Zuschauer stark an Blade Runner. Wird man in anderen Werken oft mit Raumschiffen oder anderen abstrakten Zukunfts-Stereotypen konfrontiert, hat man hier eher das Gefühl, dass eine Großstadt im Jahre 2032 wirklich so aussehen könnte. Tiefe und düstere Häuserschluchten, unterbrochen von grellen Neon-Reklamen, gehören hier ebenso zum Gesamtbild wie ein buntes und hektisches Treiben auf den Strassen. Beim näheren Hinsehen, hat man immer mehr das Gefühl, als hätte der Regisseur einfach Visionen der Vergangenheit mit denen der Zukunft vermischt, um so einen realistischen Schauplatz zu kreieren. Im krassen Gegensatz zu den High-Tech-Laboren in denen die Androiden produziert werden, stehen beispielsweise die Autos der Hauptpersonen, denn diese ähneln eher Modellen aus den 50er Jahren. Ein Supermarkt hingegen könnte auch aus jeder beliebigen Großstadt der heutigen Zeit stammen. Nicht nur das Setting, sondern auch die Animationen des Films lassen jeden Anime-Fan förmlich dahin schmelzen. Komplett computergestützt, brauchte Production IG schon mal ganze vier Monate für die Animation einer einzigen Szene.


Von der Stille zur Geräuschkulisse

Doch Oshii`s neuester Streich ist nicht gänzlich in Düsternis gezeichnet, nein, in „Innocence“ wird der Zuschauer auch in einen wahren Farbenrausch hineingezogen. Ein taiwanesischer Festumzug beispielsweise, ist so detailreich und leuchtend in Szene gesetzt, dass man zeitweise in ihm zu ertrinken scheint. Unterlegt werden diese Szenen von Legende Kenji Kawai, welcher auch schon den Soundtrack für „Ghost in the Shell“ produzierte. Der erfahrene Komponist verbindet geschickt moderne Trance-Sounds mit volkstümlichen japanischen Ritualgesängen. Das Ergebnis ist wirklich einzigartig. Das absolute Highlight in Hinsicht auf die Verbindung von Musik und Bildgewalt zeigt sich dem Zuschauer bereits im Intro des Films – der Entstehung eines Androiden. Diese Szene wurde bereits im Vorgänger benutzt, doch wirkt sie zu den in „Innocence“ gezeigten Bildern absolut veraltet. So wird man schon während der ersten Minuten des Films absolut in dessen Bann gezogen.


Von der Psychologie zur Philosophie

Doch nicht nur die gelungene Optik macht diesen Film so sehenswert, auch die Story und deren Verlauf machen einen großen Teil seines Charmes aus. Ebenso wie bei den Bildern, scheint sich auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen das Licht mit der Dunkelheit abzuwechseln. Auf einer Seite kennt man Batou als kalten und wortkargen Polizisten, doch diese Einstellung ändert sich schlagartig, wenn der Zuschauer zusieht, wie der Hüne liebevoll mit seinem Hund schmust. So ist auch der Storyverlauf ein wahres Wechselbad der Gefühle. Actionreiche Schusswechsel, gefolgt von wirklich rührenden Szenen. Diese Gratwanderung schafft „Ghost in the Shell 2: Innocence“ jedoch ohne eine Spur von Kitsch. Auch die Dialoge sind ebenso wie im Vorgänger sehr interpretationsfreudig und enthalten philosophische Anspielungen ebenso wie Fachsprache aus dem Bereich der Informatik. Somit dürften längere Diskussionen in geselliger Runde, nach dem Schauen des Films wohl unumgänglich sein.



Das Warten hat sich gelohnt, denn was Studio Ghibli mit „Ghost in the Shell 2: Innocence“ geschaffen hat, wird wieder einmal neue Maßstäbe setzen und steht seinem Vorgänger in Nichts nach. Charakterdesign, Setting und Animationsqualität sind die besten, die ich jemals gesehen habe. Kein Wunder, dass der Film als erster Anime für eine der begehrten Palmen in Cannes nominiert wurde. Zwar bleiben diese Bemühungen leider erfolglos, doch mit dem Kinostart am 17. September in den USA, hat der Streifen ja immer noch die Chance auf eine Oscar-Nominierung. Im kommenden Frühling dürfen sich dann auch deutsche Fans an Mamoru Oshii`s Meisterwerk erfreuen.
89%
So testen wir >>

Du bist nicht eingeloggt. Dies ist Voraussetzung, um ein Spiel hier bewerten zu können. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
--


#1 | Slipknot_Fan [10.10. | 19:00] 
Guter Artikel!
Echt guter Artikel Denise!

Du hast mir richtig Lust auf den Film gemacht! Vorher noch mal den Vorgänger ansehen und dann ab ins Kino!

#2 | bonta-kun [04.01. | 02:17] 
Kleiner Fehler ..
Gutes Review, ich kann mich nur anschließen - allerdings: GitS 2 ist von Production IG und hat nichts mit Studio Ghibli zu tun.

=> http://www.productionig.com/project.php?id=5

#3 | Catrin [12.06. | 20:49] 
Film war anspruchlos!
Habe mir Ghost in the Shell Innocence auf DVD angeschaut. Der Film war anspruchlos und öde, man vermisste Action und die Geschichte war so was von langweilig, dass ich fast eingeschlafen bin.
Der Film hatte nichts von der Serie, echt ächzend.
Wirklich den Film kann man nicht loben wirklich ist es Zeitverschwendung. Jungs und Mädeln fingerweg vom Film ist nur was fürs Langweiler. Sorry aber so ist es eben, wenn die Story langweilig ist und der Rest auch nicht stimmt!!!!

#4 | Dr_Enquinox (GR) [12.06. | 23:18] 
Einspruch
Der Film ist auch kein Action-Film sondern eine psychologische/philosophische Spielerei. Wenn du die Action vermisst, dann hast du das Konzept hinter GITS nicht verstanden.


 







mehr Wallpaper






















Pro:
tiefsinnige Story
Chara-Design
Soundtrack
herausragende Animationsqualität

Contra:
dieser Film hat keine Minuspunkte!


Offizielle Website:
 innocence-movie

Fansites:
 @geocities
 @manga.com

Weitere Links:
 official trailer



Partner: Neofokus Fotografie

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW