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SERIAL EXPERIMENTS LAIN
Anime  Test von Denise Bergert (30.08.2004) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Umso weiter das neue Jahrtausend voranschreitet, umso mehr Gedanken macht sich die Menschheit um ihre Zukunft. Hatten wir in den 70er Jahren noch die Vorstellung von schwebenden Blech-Untertassen, wurden die Zukunftsvisionen in den vergangenen Jahren dann doch immer düsterer. Einen völlig neuen Fragenkomplex warf dabei die Matrix-Theorie der Wachowski-Brüder auf. Was würde passieren, wenn man die Menschheit vernetzt? Mit genau dieser Frage beschäftigt sich auch die 1998 entstandene Anime-Serie Serial Experiments Lain. Warum diese einen so dunklen Charme versprüht und nicht nur für Sci-Fi Fans interessant ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Review.


Layer 1: Welcome to the Wired


Hauptcharakter der 13-teiligen Serie ist die schüchterne Mittelschülerin Lain. Sie ist ein ganz normales Mädchen an einer japanischen Schule. Doch die erste Folge der Serie beginnt nicht etwa mit einer beschaulichen Einführung, sondern mit einer wohl eher bizarren Szene – der Zuschauer wird Zeuge eines Selbstmords und muss zusehen, wie sich Lains Klassenkameradin Chisa von einem Hochhaus in den Tod stürzt. Am nächsten Tag sind Lains Mitschülerinnen aufgrund von Chisas Tod und einer mysteriösen Email in hellem Aufruhr. Lain denkt sich nichts dabei, doch als sie zu Hause angekommen ihre Emails checkt, erlebt auch sie eine Überraschung. In ihrem Postfach befindet sich ebenfalls eine Email der toten Chisa. Es scheint fast, als würde der Geist des Mädchens in der vernetzten Welt, Wired genannt, weiterexistieren…

Da Serial Experiments Lain in naher Zukunft spielt, kann man das Wired als eine Weiterentwicklung unseres Internets betrachten. Die Kommunikation in dieser Welt erfolgt fast nur noch über Computer, welche mit neuartigen Interfaces ausgestattet sind. Lain, als Tochter eines Netzwerkadministrators, kommt in den Genuss eines Navis, dem neuesten PC-Modell. Den Vater erfüllt es mit Stolz, dass sich seine kleine Tochter so für das Wired interessiert und bald schon ist ihr Zimmer komplett vernetzt. Sie hat nicht mehr viel für ihre Freundinnen übrig und verbringt ihre ganze Zeit im Wired. Mit ihrem virtuellen Körper kann sie sich nun eine neue Persönlichkeit erschaffen, welche im krassen Gegensatz zu dem sonst so stillen Mädchen steht.


Layer 2: Phantoma und Accelera

Bald schon hat sich Lain durch ihre Aktivitäten im Wired sogar in Hacker-Kreisen einen Namen gemacht. Während ihrer Recherchen zu Chisas mysteriösen Emails wird Lain immer weiter in die Abgründe der vernetzten Welt gezogen. Sie stößt auf das Netz-Game Phantoma, was einige seiner Spieler zu verschlucken scheint, oder die Cyber-Droge Accelera, welche aus mechanischen Hormonen besteht. Immer mehr wird Lain von der unbeteiligten Zuschauerin zu einer der Hauptdarstellerinnen der virtuellen Welt und immer häufiger stellt sich ihr die Frage, ob sie ihren menschlichen Körper überhaupt noch braucht, wenn sie auch als Geist im Wired existieren kann.

Im Verlauf der Serie wird auch der Zuschauer immer tiefer in die Windungen des Wired hineingezogen und die Grenzen zwischen Realität und dem Netz verschwimmen zusehends. Mit jeder Antwort werden wieder neue Fragen aufgeworfen. Wer ist Lain wirklich und scheint es in der vernetzten Welt wirklich eine Art Gott zu geben?


Layer 3: Setting und Charakterdesign

In Bezug auf die Dichte der Story lässt Serial Experiments Lain andere Anime-Produktionen um Längen hinter sich. Das Setting und die Thematik erinnern den Zuschauer oft an den Kinohit Matrix. Nur im Gegensatz dazu kommt Serial Experiments Lain auch ohne endlose Actionszenen und Dialoge aus. Hier wird Spannung durch nahezu völlige Stille erzeugt. Oft wird der Zuschauer mit langen Einstellungen von Lains Wohngebiet, hinterlegt mit dem bedrohlichen Summen der Strommasten, was im Verlauf der Serie immer lauter zu werden scheint, allein gelassen. Unterlegt mit einem starken Gefühl der Einsamkeit und Monotonie begleitet man Lain durch ihren Alltag und muss zusehen, wie ihre Welt ins Wanken gerät. Da das Design der Serie überwiegend in Pastell-Tönen gehalten ist, wird dieses unangenehme Gefühl noch einmal verstärkt.

Neben dem Setting hebt sich auch das Charakter-Design stark von üblichen Produktionen ab. Für dieses zeichnete sich Yoshitoshi Abe verantwortlich, der auch schon mit der etwas anderen Alien-Thematik in NieA_7 einen Meilenstein setzte. Für ihn war Serial Experiments Lain zwar der erste Versuch im Anime-Bereich, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen und das nicht nur im Bereich Charakter-Design. Obwohl die Entstehung der Serie nun schon sechs Jahre zurückliegt, erreicht auch die Animationsqualität noch guten TV-Durchschnitt.


Layer 4: Soundtrack und Synchronisation

Den Soundtrack der Serie komponierte ein in Anime-Kreisen gänzlich unbekannter Kopf. J-Pop Fans jedoch, dürfte der Solokünstler Reichii Chabo wohl eher ein Begriff sein, von ihm stammt auch der Ending Song „Tôi Sakebi“ (übers.: weiter Schrei), der Opening Song „Duvet“ hingegen stammt von BoA.

Auch die Synchronisation der 13-teiligen Serie ist wirklich mehr als gelungen. Diese lag in den erfahrenen Händen des Studios Brandt-Film, welches auch schon den Charakteren in Arjuna seine deutschen Stimmen lieh. So trifft man auch in dieser Synchronisation auf die deutschen Sprecher von Jim Carrey, George Clooney oder Christina Ricci.





Serial Experiments Lain richtet sich aufgrund seiner bedrückenden und komplexen Story eher an ein erwachsenes Publikum. Matrix-Fans oder Freunden anspruchsvoller Anime-Unterhaltung würde ich die Serie jedoch wärmsten empfehlen. Charakterdesign und Plot-Entwicklung sind wirklich herausragend und suchen ihresgleichen. Am 27. September erscheinen die ersten beiden von insgesamt vier DVDs in der Collectorsbox mit Bonus DVD und Soundtrack. Natürlich wird Serial Experiments Lain nicht nur heimischen DVD-Playern vorenthalten bleiben, denn Ende diesen Jahres gibt es die Serie dann auch zweimal wöchentlich auf VIVA zu sehen.
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#1 | XmascroW [27.10. | 14:06] 
Lain #1
Normalerweise gehe ich immre sehr kritisch an Animes. Ich habe einen Freund, der sich in dem GEnre auskennt und mir ab und an Titel empfiehlt, die bei mir selten auf Verständnis stoßen. Doch die eine oder andere Serie war ganz nett und als ich einmal alleine in Animes stöberte, stiess ich auf LAIN. Die Serie ist grandios und ich habe sie mindestens 3 mal komplett angesehen! Die Atmosphäre und das Geschick die Story voran zu treiben und den Zuschauer in einigen Dingen selbst grübeln zu lassen und nicht alles selbst aufzudecken ist eine atemberaubende Mischung, die selbst Neulinge oder gar Aussenstehende des Anime-Genres ansprechen! :)


 










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Pro:
packende Story
ausgereiftes Charakter-Design
Soundtrack

Contra:
Storyverlauf zeitweise sehr verwirrend


Offizielle Website:
 @geneon-ent

Fansites:
 laindisconnected
 @lycos
 @angelic-trust

Weitere Links:
 Trailer
 Intro
 Opening



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