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KOI KAZE
Anime  Test von Kevin Kunze (08.03.2009) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Denkt man an Animes, so kommen einem Kindheitserinnerungen wie die "Kickers" oder "Pokemon" in den Sinn, oder aber heutzutage actiongeladene Serien à la "Hellsing", "Naruto" usw. Jedoch gibt es auch Serien die sich mit mehr als Friede, Freude, Eierkuchen oder stumpfer Action befassen. Denn man muss zugeben, dass die Japaner ein äusserst gutes Gespür dafür haben, dramatische Zusammenhänge in ihren Zeichentrick-Produktionen zu thematisieren. Eines dieser Dramen möchten wir euch heute vorstellen: "Koi Kaze". Ein leider noch nicht in Deutschland veröffentlichter 13-teiliger Anime, der die unheilvolle Liebesbeziehung zwischen Bruder und Schwester und die damit verbundenen Konsequenzen zeigt.


Verhängnisvolles Schicksal

Die Geschichte startet mit dem in Gedanken versunkenen Koushiro, aus seiner Sicht werden auch die Geschehnisse des Animes verfolgt. Koushiro ist deshalb so neben sich, weil seine Freundin gerade erst mit ihm Schluss gemacht hat, folglich geht er ziemlich gefühlskalt mit seinen Mitmenschen um und lebt zurückgezogen.

Um ihm einen kleinen Stoß zu geben, bekommt er von seiner Chefin Chidori zwei Eintrittsarten für einen Vergnügungspark geschenkt, die ihm helfen sollen, seine Ex-Freundin zurück zu gewinnen. Jedoch ist Koushiro nicht mehr an seiner ehemalige Liebe interessiert und schenkt die Karten kurzerhand einer Jugendlichen, die ihm auf dem Weg zur Arbeit über den Weg läuft. Nanoka, so ihr Name, freut sich natürlich über die Karten, bittet Koushiro jedoch, den Tag mit ihr zu verbringen, da sie bis zum Abend auf ihren Vater warten müsse. Zögernd stimmt Koushiro zu und zu seiner Verwunderung, kann er sich endlich von seinen Problemen ablenken.

Bei der gemeinsamen Fahrt im Riesenrad kommen die beiden dann ins Gespräch. Wie sich herausstellt, haben beide erst vor kurzem ihre Liebe verloren. Für Koushiro ist dieses Geständnis an sich selbst dann aber doch zu viel. Der sonst so kühle 27-Jährige bricht weinend zusammen, woraufhin Nanoka sich besorgt um ihn kümmert. Trotz des Altersunterschiedes von beträchtlichen 12 Jahren beginnt die gegenseitige Sympathie zu wachsen, doch der Abend neigt sich dem Ende und Nanoka muss zum abgemachten Treffpunkt, an dem ihr Vater auf sie wartet. Koushiro begleitet den Teenager und zu ihrem großen Entsetzen begrüßen beide den Mann der vor ihnen steht mit „Hallo Vater“, denn Nanoka ist die kleine Schwester von Koushiro, die Aufgrund ihrer neuen Schule nun bei ihm und seinem Vater wohnen wird.


Eines der größten Tabu-Themen

Wer von euch denkt, dass jetzt ein typischer Inzest-Hentai folgt, der irrt sich. Denn eigentlich könnte man das ganze jetzt als Koushiros Trip durch die Hölle bezeichnen. Immer mehr Fragen tun sich in ihm auf, angefangen von der Verantwortung die er als großer Bruder zu tragen hat, bishin zu der Angst seine Eltern zu enttäuschen. Natürlich spielt dabei auch die Gesellschaft eine Rolle, vor deren vernichtendem Urteil er sich fürchtet. Es ist also keine Verherrlichung von Inzest, sondern eher eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Problematik, Herr seiner Gefühle zu werden.

Der Zuschauer wird dabei stehts mit den Gedanken von Koushiro konfrontiert und wird zum nachdenken gebracht, inwiefern die Entscheidungen, die die Charaktere im Anime treffen, falsch oder gar abstoßend sind. Dabei verzichtet "Koi Kaze" auf Sexszenen oder ähnliches und befasst sich wirklich nur theoretisch mit dem körperlichen Verlangen, welches bei den Gefühlen der Geschwister für einander natürlich gegen Ende hin auch eine Rolle spielt.

Unnötig dabei, ist meiner Meinung nach, wirklich nur das extrem junge Alter von Nanoka, musste sie denn wirklich minderjährig sein? Das Thema Inzest hätte nichts an Dramatik verloren und die Geschichte an sich hätte sicherlich genausoviel Mitgefühl geweckt. Ebenso wäre es wünschenswert gewesen, bei der objektiven Auseinandersetzung mit den Nachteilen auf gesellschaftlicher, ethischer und familiärer Ebene, auch das Thema Zeugung mit einzubeziehen. Die extrem hohe Chance, behinderten Nachwuchs auf die Welt zu bringen, ist wohl das schlimmste an Geschwisterliebe und wohl auch einer der Hauptgünde, der das Verbot in Deutschland rechtfertigt.


Künstlerisches Gesamtwerk

Die Dichte der Story wird von den sehr guten, aber dennoch simplen Charakteren unterstützt. So bringt jeder der Akteure einzigartige Merkmale mit und auch die Emotionen sind wunderbar von den Gesichtern abzulesen. Auf weitere Details hat man jedoch keinen Wert gelegt. Die Umgebungen erinnern vom Zeichenstil her, oft an Gemälde, vor allem die im Film eine tragende Rolle spielenden Kirschblüten wehen nahezu wie eine zum Leben erweckte Aquarellzeichnung durchs Bild.

Die Stimmung des Anime wird je nach Situation von sanften Melodien unterlegt. Auch hier sind es einfache, orchestrale Stücke, die sich der ruhigen und bedrückenden Atmosphäre anpassen und es schaffen, das nötige Mitgefühl beim Zuschauen zu wecken.


Nicht nur für Mädchen

Natürlich gehört "Koi Kaze" definitiv in die so genannte Mädchen-Anime-Sparte. Aufgrund der Thematik und den dazugehörigen Gedanken, die man sich beim Anschauen macht, ist der Anime aber definitiv keine leichte Kost und sollte vom männlichen Publikum zumindest eine Chance bekommen.

"Koi Kaze" ist derzeit nur als Import-DVD zu bekommen, z.B. über Amazon.com. Auf dem Silberling ist die englische und japanische Tonspur vorhanden sowie englische. Untertitel. Ebenso sind auf der DVD Trailer und Werbespots als Extras zu finden.



Ich muss zugeben, ich bin auch eher ein Fan von actiongeladenen Animes, jedoch gebe ich auch so genannten Mädchen-Themen hin und wieder eine Chance. Öfter als man denkt, sind hier wirklich gute Serien anzutreffen und "Koi Kaze" ist eine davon. Ergreifend und zum Nachdenken anregend, inwiefern die Entscheidungen der Charaktere im Anime nachvollziehbar sind, ist "Koi Kaze" wirklich eine Bereicherung für mein persönliches Weltbild. Das einzige, was mich wirklich stört ist, wie bereits erwähnt, das unnötig junge Alter von Nanoka. Ansonsten eine klare Empfehlung an alle weiblichen und vielleicht auch männlichen Otakus unter euch.
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#1 | The Comedian [20.10. | 15:50] 



7.336
Koi Kaze
dein artikel hat mich echt neugierig gemacht. hat mich spontan an old boy erinnert, auch wenn wahrscheinlich welten zwischen den 2 werken liegen werden. ich selber finde es nicht schlimm das nanoka noch minderjährig ist.


 

















Pro:
ergreifend
regt zum Nachdenken an
harmonischer Soundtrack

Contra:
unnötig junges Alter der Schwester
Zeugungs-Thematik nicht mit einbezogen


Offizielle Website:
 Offizielle Homepage

Shop:
 Amazon.com

Fansites:
 Anisearch
 Wikipedia



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