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DREAM TRIGGER 3D
 Test von Sven Reisbach (30.07.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Shooter Publisher:Namco Bandai
Termin:15. Juli 2011 Entwickler:Art Co

Game Over. Selten zuvor haben wir erlebt, direkt zum Einstieg so oft mit dieser frustrierenden Meldung von einem Spiel verabschiedet zu werden. Grund ist nicht unbedingt ein zu hoher Schwierigkeitgrad oder gar Unvermögen unsererseits, sondern eine schwer verständliche Einleitung. Wie es dazu kam, erklären wir euch im folgenden Artikel.


Schon wieder Game Over?!


Normalerweise erklärt einem ein Tutorial das zugrundeliegende Spielprinzip eines Spiels. Nicht so bei Dream Trigger 3D. Hier blieben nach der kurzen Lektion zum Einstieg mehr Fragezeichen über unseren Köpfen als zuvor. Was sind "Sonar Pings" und "Sonar Ripples" und wozu das alles? Es braucht einige Runden (und Game Over-Bildschirme), bis das Spielprinzip verstanden ist. Dabei ist das eigentlich gar nicht so kompliziert. Ihr steuert das raumschiffartige Gebilde auf dem oberen Screen und werdet mit in Wellen angreifenden Gegnern konfrontiert. Eure Laserwaffen, per Schultertaste abgefeuert, sind gegen diese jedoch wirkungslos. Statt stumpf zu ballern müsst ihr erst auf dem unteren Screen aktiv werden. Hier findet ihr einige Quadrate und einen Strich, der dort durchläuft und so einen Rhythmus vorgibt. Indem ihr eines der Quadrate antippt, legt ihr dort eine Mine. Diese wird dann im Rhythmus der Musik gezündet und beschädigt dabei im besten Fall einen Gegner. Der steht dann auf dem oberen Bildschirm ohne Schild da. Das ist der richtige Zeitpunkt, ihn mit eurem Laser unter Beschuss zu nehmen.

Zwar seid ihr beim Einsatz des Lasers unverwundbar, aber der hat nunmal nicht unbegrenzt Energie. Diese wird durch das Treffen von Gegnern mit Minen aufgeladen. Nebenher nehmen euch eure Feinde aber auch aufs Korn - und das nicht zu knapp. Schnell ist der obere Bildschirm gefüllt mit ihren Kugeln. Denen solltet ihr ausweichen, da ihr nur drei Treffer vertragt, bevor ihr den Game Over-Bildschirm zu sehen bekommt. Dream Trigger 3D ist zwar kein Bullet Hell-Spiel, bei dem ihr mit unzähligen Projektilen konfrontiert werdet, beim ständigen Wechsel zwischen den zwei Bildschirmen geht der Überblick aber schnell verloren. Gerade der permanente Wechsel zwischen zwei- und dreidimensionaler Darstellung strengt die Augen mit der Zeit doch gewaltig an.


Ein Kunstwerk in Modulform

Nach einiger Zeit wird das ganze Chaos von Dream Trigger 3D dann aber entwirrt und entfaltet seine Stärken. Das Spielprinzip ist frisch und das gesamte Art-Design verdient wirklich die Bezeichnung "künstlerisch". Euer Charakter ist optisch an das Setting der jeweiligen Stage angepasst, ebenso wie die Gegner. Mal seid ihr ein Schmetterling oder Delfin und mal ein Atom. Und auch die Hintergründe wirken schick und lenken nur selten vom Geschehen im Vordergrund ab. Da der Rhythmus schon erwähnt wurde, sollten wir natürlich auch die Musik nicht unerwähnt lassen. Diese passt sich dynamisch an das Geschehen auf dem Bildschirm an und wirkt dadurch trotz der elektronischen Klänge sehr organisch mit der Action verwoben. Eure Gegner sind nicht ganz so einfallsreich: Sie folgen stur ihren Bahnen über den Bildschirm, Intelligenz sieht wohl anders aus. Immerhin gibt es aber auch immer mal wieder Endgegnerkämpfe, bei denen ihr es mit richtig dicken Brocken zu tun bekommt.

Geschickt nutzt Dream Trigger 3D die dreidimensionale Darstellung des Nintendo-Handhelds. So etwa, wenn ihr aus den Tiefen des Alls heranfliegende Extras einsammelt oder durch Feuerringe fliegt. Nach dem Meistern eines Levels werdet ihr mit Punkten belohnt, die euch neue Gebiete eröffnen. Auch besondere Herausforderungen warten auf euch, die komplett neue Wege auf der Weltkarte eröffnen. Wem das nicht reicht, der wählt den Free Play- oder Time Trial-Modus, wo noch einige Herausforderungen auf euch warten. Gegen einen menschlichen Mitspieler dürft ihr ebenfalls antreten - vorausgesetzt, er verfügt auch über das Spiel.

Schade: Das komplette Spiel ist auf Englisch. Das macht den Einstieg für der Sprache nicht mächtige Personen nochmal um einiges schwieriger. Auch die Anleitung hilft hier nur begrenzt. Der Hauptteil, der das Spielprinzip erklärt, ist nur auf Englisch, Französisch und Spanisch eingefügt. Deutschsprachige Spieler müssen sich mit einem "Quickstart" begnügen - die obligatorischen Nutzungshinweise sowie eine Übersicht über die Steuerung.





Selten hat mich ein Tutorial derart verwirrt zurückgelassen. Doch die erste Runde reduzierte diese Fragen auf eine einzige: Was zur Hölle ist das? Erst nach einigen weiteren Versuchen wird klar, worum es geht -und warum Dream Trigger 3D erfreulich anders ist als die Masse an Arcade-Shootern. Die künstlerische Gestaltung und das neuartige Spielprinzip sind der Zuckerguss eines Kuchens, der leider schnell fade schmeckt. Trotz Bossfights mangelt es an Abwechslung und die positiven Aspekte nutzen sich schnell ab. So ist das Spiel trotz aller Stärken nur wenigen Leuten ans Herz zu legen.
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Pro:
interessantes Spielprinzip
angenehme Melodien
ansehnliches Design der einzelnen Stufen

Contra:
komplizierter Einstieg
geringe Dauermotivation
kein Online-Modus


Offizielle Website:
 @Namco



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