Wie bereits im Vorfeld der diesjährigen E3 gemutmaßt, kündigte Microsoft auf seiner Pressekonferenz am Montag, dem 14. Juni 2010, ein neues Modell seiner Next-Gen-Konsole Xbox 360 an. Die Ausführung ist kleiner und tauscht ihr schwarzes bzw. hellgraues Gehäuse gegen eine Hochglanz-Optik in Schwarz. Die Xbox 360 Slim wird am 16. Juli 2010 ihren Weg in die europäischen Händlerregale finden, voraussichtlich zum Preis von 299,- Euro. Im Folgenden verraten wir euch, was sich unter dem neuen Gewand verbirgt und ob sich der Kauf lohnt.
Schöner neuer Schein
In puncto Design zog Microsofts erstes Modell der Next-Gen-Konsole mit seinem zurückhaltenden, matten Gehäuse in Hellgrau gegenüber den Konkurrenz-Produkten von Nintendo und Sony klar den Kürzeren. Das ändert sich mit der neuen Optik der
Xbox 360 Slim. Kleiner, schlanker und mit einer Hülle in Hochglanz-Schwarz mit einigen Chrom-Akzenten muss sich die Hardware nicht mehr hinter Wii und PS3 verstecken. Ebenfalls neu sind berührungsempfindliche Knöpfe, mit denen ihr die Konsole an- und ausschaltet und das DVD-Laufwerk bedient. Insgesamt ist die
Xbox 360 Slim schmaler, flacher und kantiger geworden, was ihr ein zeitgemäßeres Aussehen verleiht. Mit dem Geräuschpegel der Lüfter wurde ein weiteres Manko der Vorgänger-Modelle beseitigt. Die zwei kleinen Lüfter zur Kühlung des Konsolen-Innenraums wurden gegen einen großen ausgetauscht, was die Akustik beim Spielen oder DVD schauen deutlich dämpft. Möglich wurde dies mit dem Austausch des alten Xbox 360-Chipsatz durch eine neue 45 Nanometer-Version, die deutlich weniger Abwärme erzeugt.
Festplatte, Kinect und Wi-Fi
Während WLAN-Nutzer ihre Konsole bislang mit preisintensiver Zusatz-Peripherie erweitern mussten, verfügt die
Xbox 360 Slim nun über einen integrierten 802.11n Wi-Fi-Adapter für Drahtlos-Netzwerke. Ebenfalls bereits eingebaut wurde eine Festplatte mit 250 GigaByte Speicherkapazität. Diese lässt sich über einen Deckel an der Oberseite der Konsole jederzeit austauschen. An der Rückseite befindet sich ein Port für die neue Kamera-Peripherie
»Kinect, welcher die Konsole mit der Controller-losen Bewegungssteuerung kompatibel macht. Weiterhin verfügt die
Xbox 360 Slim über fünf USB-Ports, von denen sich zwei an der Vorder- und drei an der Rückseite befinden. Beim Kauf der Konsole bekommt ihr zudem ein AV-Kabel, allerdings nur ein SD-fähiges Composite-Kabel wie bei der alten Version der Konsole. Ein HDMI-Port sowie ein optischer Audio-Ausgang finden sich ebenfalls an der Konsolen-Rückseite.
Abwärtskompatibilität und neue Accessoires
Für weniger Platzmangel auf eurem Konsolen-Regal sorgt ein kleineres Netzteil. Um den schwarzen Hochglanz-Look abzurunden, wurden auch die Wireless-Controller der
Xbox 360 Slim einer optischen Frischzellenkur unterzogen. Die Gamepads sind in schwarz gehalten und weisen Chrom- sowie Gloss-Applikationen auf. Einziger Wermutstropfen: Externe Xbox 360-Festplatten und Memory-Karten sind nicht mit der
Xbox 360 Slim kompatibel. Den Peripherie-Ersatz könnt ihr euch aus einer neuen Produktpalette aussuchen. Zum Launch der Konsole werden Controller, Wireless Headset, Chatpad, Quick Charge und Play & Charge Kits ebenfalls im neuen Design erhältlich sein. Auch optisch angepasste, neue Xbox 360-Arcade und Xbox 360 Elite-Modelle befinden sich bereits in Arbeit.