Für die perfekte Bettlektüre nach ausgedehnten Streifzügen durch die Wastelands wollen wir euch drei lohnenswerte Bücher vorstellen, die die Endzeit-Welt aus „Fallout“ thematisieren oder generell perfekt zum Settings des Spiels passen.
Die Straße - Cormac McCarthy
Der Autor des Buchs zum Erfolgsstreifens „No Country for Old Men“ hat mit „Die Straße“ im vergangenen Jahr die perfekte Lektüre für alle Endzeit-Fans abgeliefert: Ein Vater durchquert gemeinsam mit seinem Sohn eine lebensfeindliche Umgebung in Amerika. Zwar bleibt offen, welche Umstände zur Verdunkelung des Himmels und der damit verbundenen Kälte geführt haben, die quasi nicht mehr vorhandene Flora und Faune deuten jedoch auf einen im Vorfeld ausgetragenen atomaren Krieg hin. In der Hoffnung auf ein besseres Leben in der von Hunger und Kannibalismus geplagten Welt machen sich die beiden auf den Weg nach Süden. Dabei stoßen sie immer wieder auf Plünderer und leer stehende Ruinen, die zumindest ein wenig Nahrung versprechen. Der namenlose Sohn stellt auf der bedrückenden Reise der beiden immer wieder moralische Fragen, die den Vater mitunter arg in Bedrängnis bringen. Lesefaule dürfen sich übrigens im nächsten Jahr auf eine Verfilmung des Buchs freuen. „The Road“ könnte dank der hochkarätigen Schauspieler-Riege (Charlize Theron, Viggo Mortensen) mit etwas Glück sogar der grandiosen Vorlage gerecht werden.
Ohne Zweifel diente dieser mit dem Pulitzerpreis 2007 ausgezeichnete Roman auch den Jungs von Bethesda als Vorlage für die Gestaltung der Endzeit-Welt in „Fallout 3“: Auf den Straßen liegen gebliebene LKW, Leck geschlagene Boote mit brauchbarem Inventar sowie eine extrem trostlose Welt machen „Die Straße“ zur absoluten Pflichtlektüre für Wastelander. Dennoch empfiehlt sich das Buch nur für emotional gefestigte Leser, da die aussichtslose Situation der Protagonisten doch einigen aufs Gemüt schlagen könnte. Mir hat die abendliche Bettlektüre jedoch viel Spaß gemacht.
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Der Zombie Survival Guide – Max Brooks
Deutlich spaßiger kommt der „Zombie Survival Guide“ daher. Auf 315 Seiten erhalten Überlebende einer zukünftigen Ghul-Epidemie hilfreiche Tipps für den täglichen Kampf gegen die Untoten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass sich die in Filmen so oft bemühte Kettensäge nicht wirklich für handfeste Auseinandersetzungen mit Zombies eignet, weil ihr Wirkungsradius viel zu gering ist und man sich im schlimmsten Fall selbst ein Bein abhobelt? Neben Hinweisen für die perfekte Bewaffnung erhaltet ihr geeignete Strategien für den Häuserkampf bzw. die Entsorgung der ausgeschalteten Ghul-Körper.
Der "Zombie Survival Guide" nimmt die weit verbreiteten Überlebens-Ratgeber auf die Schippe, hält sich jedoch an deren Aufbau und verschafft dem Leser dank der surreal wirkenden Situationen und einer gehörigen Prise schwarzen Humors viele unterhaltsame Stunden. Gerade in Anlehnung auf den Wastelands Survival Guide in „Fallout 3“ und der eher untypischen Darstellung der Ghule im Spiel, ebenfalls eine Pflichtlektüre für alle Fallout-Fans.
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The Stand: Das letzte Gefecht - Stephen King
In seinem mehr als 1.000 Seiten starken Wälzer beschreibt Horror-Ikone Stephen King ein nach einer nicht näher benannten Katastrophe entvölkertes Amerika. Eine Handvoll Überlebender, macht sich darin an die Herausforderung, eine neue Zivilisation in einer Wüsten-Stadt aufzubauen. Ein King-typischer, böser Gegenspieler darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Der residiert in Las Vegas und hegt wesentlich düsterere Pläne für die Zukunft der Menschheit. Im Verlauf des Buches werden die Hauptcharaktere und deren Ziele charakterisiert, wobei der Autor manchmal etwas zu sehr am Gut-Böse-Klischee rührt. Die noblen Absichten und Züge der „Sympathie-Träger“ wirken teilweise zu aufgesetzt, wodurch sich eine Identifikation mit ihrem Handeln schwierig gestaltet. Die wesentlich interessanteren Beweggründe der „bösen“ Seite bleiben hingegen leider weitgehend im Dunkeln.
Wenn auch die Charakter-Entwicklung in der zweiten Hälfte von Kings vermeintlichem Meisterwerk eher Geschmackssache ist, erscheint das Setting von „The Stand“ sehr glaubhaft. Gerade zu Beginn, wenn sich die unterschiedlichen Hauptfiguren in der postapokalyptischen Welt zurechtfinden müssen und auf so manche Bedrohung stoßen, kommt „Fallout“-Feeling auf. Endzeit-Fans die sich nicht an ausufernden Seiten-Umfängen stören, sollten „The Stand“ auf jeden Fall eine Chance geben. Lese-Faule führen sich einfach die 1995 produzierte, zweiteilige Mini-TV-Serie zu Gemüte. Hier schlüpfen Gary Sinise (CSI: New York) und Molly Ringwald (Tötet Mrs. Tingle) in die Rollen von Stu Redman und Frannie Goldsmith.
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