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DIE GESCHICHTE DER FIRMA ATARI TEIL 1
 Special von Sebastian Hamers (04.01.2012) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Als ich neulich auf dem Speicher in der hintersten Ecke eine total verstaubte Kiste mit meinem alten Atari VCS2600 wiederentdeckte, schossen mir unweigerlich die Gedanken an meine Kindheit in den Kopf. Etliche Stunden hatte ich mit dieser Konsole verbracht, meine ersten Schritte als Videospieler... wie viele andere Gamer ebenfalls. Eine gefühlte Ewigkeit ist das wohl her. Jetzt, in der Zeit, wo viele schon den Blick in die Zukunft richten und darüber spekulieren welche atemberaubenden Möglichkeiten Wii U, PlayStation 4 oder Xbox 720 bieten werden, wandeln wir zurück in die Steinzeit der Videospiele. Also macht es euch gemütlich auf der Reise in eine Zeit, in der Leute noch Telefone mit Wählscheibe hatten, drei TV-Programme und Autos ohne Anschnallgurte auf der Rückbank. Und in der die Geschichte der Firma Atari ihren Anfang nahm. Vorhang auf!


Der Name Atari ist heute (leider) zu einer Randfigur in der Videospielindustrie geworden. Dennoch schnalzen ältere Semester noch immer mit der Zunge, wenn der Name des altehrwürdigen Herstellers fällt. Der Aufstieg der Branche ist eng mit Atari und seinem Gründer, Nolan Bushnell, verknüpft.


Die frühen Jahre

Die Anfänge machte Nolan als Angestellter der Firma Nutting. Sein entworfenes Spiel Computer Space wurde 1500-mal in einem elektronischen Spielgerät verbaut. Das Gerät kostete ein Heidengeld und konnte auch nur dieses eine Spiel abspielen. Das Ganze wurde ein Riesenflop und kurz darauf trennten sich die Wege von Bushnell und der Firma Nutting auch schon wieder. Bushnell war trotz des Flops davon überzeugt, dass elektronische Spiele eine Zukunft haben. Diese Meinung hatte der Visionär zu jener Zeit ziemlich exklusiv. Nur wenige räumten den finanziell aufwändigen Geräten eine Chance ein.

Also blieb Bushnell nur die Möglichkeit, seine eigene Firma zu gründen. Mit seinen letzten 500 Dollar und seinem alten Arbeitskollegen Ted Dabney rief er seine eigene Marke "Syzygy" ins Leben. Der Name bezeichnet eine seltene Sternenkonstellation und war – sehr zum Ärger Bushnells – schon eine eingetragene Marke eines Dachdeckerverbands. Also musste schon recht bald ein neuer Name her. Der Name "Atari" stammt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt soviel wie "Ich gewinne bald!". Es war ein Ausspruch, den man kurz vor dem Gewinnen beim japanischen Brettspiel "Go" tätigen musste, das Bushnell zu jener Zeit regelmäßig spielte. Atari war geboren.


Der Durchbruch kam mit Pong

Den meisten Spielern dürfte der Name Pong ein Begriff sein. Wird er doch häufig in Zusammenhang mit dem ersten Videospiel der Welt genannt, was natürlich nicht ganz richtig ist. Doch zumindest kommerziell dürfte Pong als der erste Meilenstein angesehen werden. Mit Hilfe von Al Alcorn gelang es Bushnell tatsächlich, den ersten Automat für einen erträglichen Preis von einigen Hundert Dollar zu bauen. So lief im Jahre 1972 der erste Automat vom Stapel. Aufgestellt wurde das Projekt in "Andy Capp’s", einer kleinen Bar in Sunnyvale. Zunächst wurde der Automat von den Kneipenbesuchern argwöhnisch beäugt. Am dritten Tag des Betriebs musste der Besitzer von "Andy Capp’s" bereits bei Atari anrufen, der Automat sei kaputt. Als sich Al Alcorn den Automat näher ansah und ihn öffnete, rollte ihm eine Lawine von Geldmünzen entgegen. Der Münzbehälter des Automaten war schlicht und einfach übergelaufen. Das Spielprinzip funktionierte und die Kundschaft war offenbar bereit, immer wieder Münzen in den Automaten einzuwerfen.

Der Versuch, die Rechte an Pong zu verkaufen, sollte sich aber als äußerst schwierig erweisen. Potentielle Interessenten wie Flipperhersteller wiesen das Konzept als nicht refinanzierbar zurück. Daher blieb Bushnell nichts anderes übrig, als die Automaten selbst herzustellen. Atari nahm einen Kredit auf und produzierte in Eigenregie.

In den ersten zwei Jahren baute Atari etwa 8.000 Pong-Automaten. Dazu heuerte die Firma einige Dutzend Hilfsarbeiter an. Der Erfolg gab Bushnell bald Recht. Jeder Automat brachte pro Woche ein Vielfaches von dem ein, was ein durchschnittlicher Flipperautomat einspielen konnte, insgesamt etwa 2000 Dollar.


Pong – Und dann?

Gewisse Abläufe, die heute in der Videospielindustrie üblich sind, zeichneten sich schon damals ab. Du hast ein erfolgreiches Konzept entdeckt? Dann baue einen Nachfolger! Doch es mangelte nicht nur an Ideen, sondern auch an den Basics. So zahlte Atari, dessen Mitarbeiter zwar gute Techniker aber keine Geschäftsleute waren, viel Lehrgeld. Der Verkauf eines Rennspielautomaten erwies sich etwa als finanzielles Desaster. Pro Automat verlangte Atari 999 Dollar, stellte aber später fest, dass die Produktion eines Automaten teurer war als der Verkaufspreis.

Die Rettung der noch jungen Firma kam abermals in Form von Pong daher. Denn diesmal kam Bushnell & Co. die geniale Idee, den Automaten in einer Heimversion auf den Markt zu bringen. Als Atari das Konzept erstmals auf einer Spielwarenmesse vorstellte, war das Gerät sofort ausverkauft. Der Erfolg veranlasste Bushnell 1975, eine eigene Sparte zu gründen, die sich mit den Spielen für zu Hause beschäftigt.


Atari heuert Prominenz an

In den Pionierjahren der Computerindustrie hatte sich Atari einen guten Namen gemacht und einige vielversprechende Talente unter seinen Angestellten. Darunter befand sich auch der junge Steve Jobs, der Jahre später mit der Firma Apple für Furore sorgen sollte. Auch sein Buddy Stephen Wozniak sollte kurze Zeit später auf den Plan kommen. Dieser stellte Bushnell sein eigenes Projekt vor; einen Heimcomputer, den der Anwender frei programmieren kann. Aus finanziellen Gründen musste Bushnell die Produktion eines solchen Geräts aber ablehnen. So stieg Jobs aus dem Unternehmen aus und gründete mit Wozniak seinerseits ein eigenes Business: Apple Computer.

In der Tat war die Firma Atari – trotz des Erfolges mit der Pong Konsole – finanziell nicht sonderlich gut aufgestellt. Das Geschäft mit den Automaten kam nicht richtig in Schwung und sorgte bei Bushnell für große Geldsorgen. 1976 musste Nolan Bushnell den großen Schnitt machen: Atari wurde verkauft. Für 28 Millionen Dollar verleibte sich der Medienkonzern Warner den Videospielpionier ein. 15 Millionen Dollar davon gingen an den Firmengründer selbst und machten ihn zum Millionär. Nach einem kurzen Angestelltenverhältnis verlässt Bushnell die Firma Atari schließlich ganz und verpasst damit einen der wichtigsten Momente der Firma, die er selbst ins Leben rief: Die Veröffentlichung des Atari VCS2600.

Wie Atari mit der Heimkonsole mit austauschbaren Modulen den Markt veränderte, was die größten Hits im Portfolio der Firma waren und über Gerüchte von vergrabenen E.T.-Modulen in der Wüste Nevadas lest ihr im nächsten Teil der Atari-Geschichte.





Wie so viele Videospieler der Generation Ü30 bin ich mit den Spielen von Atari aufgewachsen. Das Konzept der austauschbaren Module zum bezahlbaren Preis strahlte zu Beginn der 80er-Jahre eine unfassbare Faszination aus. Es war eine neue und aufregende Erfahrung. Genauso faszinierend ist die Geschichte der Firma, die hinter dem VCS2600 steckt. Zahlreiche Gerüchte ranken sich um den Konzern und sorgen für eine filmreife Story. Auch im zweiten Teil der Reihe dürft ihr euch auf eine bewegte Geschichte mit vielen kleinen Anekdoten und skurrilen Fakten freuen. Klötzchengrafik und Piepssound können manchmal so entzückend sein.
 
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