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GR-ZEITMASCHINE: IM APRIL VOR 20 JAHREN
 Special von Sebastian Hamers (25.04.2011) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Auch im April hat das Team von GameRadio wieder einmal mächtig am Rad der Zeit gedreht. Diesmal führt mich meine Zeitreise zurück in das Jahr 1991. Mit meinen damals jungen 14 Jahren war ich der Faszination der Video- und Computerspiele längst erlegen. Obwohl vor 20 Jahren nicht täglich neue Spitzentitel in den Regalen der Videospielhändler lagen, haben die Games dieser Zeit einen festen Platz in meiner Historie der tollsten Spiele aller Zeiten. Wer mich abermals auf der Reise in die Zeit der 8- und 16-Bit Maschinen begleiten möchte, ist dazu herzlichst eingeladen.


Satte 20 Jahre ist es her! Doch was genau hat sich in dieser Zeit überhaupt getan? Klar, als Videospieler wissen wir in etwa einzuschätzen, dass sich Gamer dieser Tage mit Amiga, Atari ST und 386er PCs herumgeschlagen haben. Ich selbst hatte gerade meinen heißgeliebten Amiga 500 mit 1MB-Speichererweiterung und Zweitdiskettenlaufwerk zugunsten eines 386DX40 verkauft. 40MHz, 1MB-Grafikkarte, 4MB RAM und satte 240MB Festplattenspeicher sorgten bei mir für ein völlig neues Spielgefühl. Vor dem Spielen kam jedoch erst einmal der Frust. Denn mit meinen 14 Lenzen legte mir das Betriebssystem MS-DOS 5.0 so manchen Stein in den Weg. Wer erinnert sich noch an Schikanen wie EMS-Speicher, XMS-Speicher und konventionellen Speicher? Dennoch denke ich gerne an meinen ersten „echten“ Rechenknecht zurück. Weniger aufgrund der schönen Office-Anwendungen, sondern vielmehr wegen den Top-Games, die auch im April 1991 auf den Markt kamen. Doch dazu später mehr...


Der Blick über den Tellerrand

Um die Videospiele in den richtigen Kontext zu setzen, möchte ich auch diesmal wieder den Blick über das übrige Geschehen abseits der Spielebranche schweifen lassen. Auf politische Ebene steht der Irakkrieg über allen anderen Ereignissen. Immerhin wurde mittlerweile eine Waffenstillstandsresolution verabschiedet, die dem Irak sämtliche Massenvernichtungswaffen und Raketen mit Reichweiten von über 150km verbat. Trotz des offiziellen Kriegsendes ist das Land weiter von großen Unruhen geprägt.

Sportlicherseits ist der große Triumpf Evander Holyfields über den Erzrivalen George Foreman zu nennen, der sich in Atlantic City nach einem Punktsieg den Weltmeistertitel im Schwergewicht sichern konnte. Voll im Trend war ebenso die schwedische Poprock Band Roxette, die nach ihren ersten Hits wie „The Look“ und „Listen To Your Heart“ im April mit „Joyride“ erneut die Charts stürmte. Dr. Alban sorgte hingegen mit „No Coke“ für Tanzfieber in den Discos, genauso wie die Simpsons mit ihrem Überraschungshit „Do The Bartman“. Schnulzenliebhaber erfreuten sich lieber an dem Comeback der Bee Gees und „Secret Love“.

Leider gab es in diesem Monat auch eine Katastrophenmeldung zu verzeichnen. Ein gigantischer Zyklon sorgte an der Küste von Bangladesh für 200.000 Tote. Die Flutwelle vernichtete etliche Häuser im Küstengebiert und zerstörte die Häuser von mehr als einer halben Millionen Menschen.


Computerspiele im Aufwind

Zurück zur bunten Welt der Video- und Computerspiele, die sich 1991 in der Tat reichlich schillernd und vielfältig zeigte. Etliche Systeme wie Amiga, Atari ST, PC und mit großen Abstrichen der C64 rangen um die Gunst der Spieler. Auch bei den Konsolen sorgten die Anbieter für große Auswahlmöglichkeiten. SEGA preschte mit dem Mega Drive vor, während Nintendo nach wie vor am guten alten NES festhielt. Auf Fernost trat zudem NECs PC-Engine auf den Plan. Zu guter Letzt sorgte Nintendo für weiteres Aufsehen mit dem mobilen GameBoy. Es war eine gute Zeit für uns Gamer!

In der Gunst der Spieler stand etwa Sid Meier's Pirates ganz oben. Die für die Zeit unglaubliche offene Welt und das motivierende Gameplay sorgten für durchzockte Nächte bei Amiga-, Atari- und C64 Fans. Bis heute hat das Konzept von Pirates nichts von seiner Faszination verloren. Auch heute noch gut spielbar. Weitere Topspiele dieser Zeit waren zweifelsfrei auch die Adventures von Lucasfilm Games (heute Lucas Arts). Zak McKracken, Monkey Island und Indiana Jones 3 hießen die beliebtesten Titel. Ein wenig actionlastiger ging es bei den Konsolen zu. Besonders SEGAs Super Shinobi hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. Technisch hinkte die Nintendofraktion ein wenig hinterher. Spiele wie Zelda II ließen Nintendojünger aber darüber hinwegsehen.


Neu beim Händler

Oftmals ist der April eine maue Zeit für Gamer. Das Weihnachtsgeschäft ist vorbei und auch die letzten Nachzügler wurden mittlerweile veröffentlicht. Auch wenn ähnliche Mechanismen schon vor 20 Jahren Gültigkeit hatten, gab es im April 1991 wenig Grund zur Klage. Grund dafür ist ein Klassiker, den ich selbst bis zum Exzess gespielt habe. Das deutsche Entwicklerstudio Factor5 mit Stardesigner Manfred Trenz und Soundmagier Chris Hülsbeck sorgten mit Turrican 2 für helle Begeisterung, nicht nur bei mir. In den zwölf Levels bot man den Fans des Vorgängers wenig Neues, aber viel vom Altbewährten. Damit traf Factor5 genau den Geschmack der Fangemeinde und sorgte dafür, dass Turrican 2 als eines der beliebtesten Games der 16-Bit Ära in die Geschichte eingeht.

Während Turrican 2 lediglich für die klassischen Heimcomputer Amiga, Atari ST und C64 umgesetzt wurden, sorgt Dynamix mit Red Baron für ausgleichende Gerechtigkeit. Die Kriegsflugzeugsimulation erscheint ausschließlich für MS-DOS PCs. Der Begriff der Simulation ist dabei nach heutigen Maßstäben sicherlich etwas irreführend, damals war Red Baron aber ganz vorne mit dabei, wenn es um den Simulationsaspekt geht. Der Entwickler hat sich bemüht, die geschichtlichen Abläufe so detailgetreu wie möglich einzufangen. Große Mühe wurde seinerzeit auch in das Handbuch gesteckt. Auf über 200 (!) Seiten ließen sich technische Details sowie die Historie der Piloten genau nachlesen. Gerade aufgrund der Raubkopierproblematik versuchten die Publisher, die Videospieler zum Kauf des Originals zu motivieren. Eine schlichte Verpackung in einer DVD-Hülle ohne Handbuch? Undenkbar!

In der Masse ein wenig untergeganen ist hingegen leider das Strategiespiel Warlords. Auch wenn es den Begriff des Core-Gamers noch nicht gab, richtete sich das Spiel jedoch ganz explizit an diese Zielgruppe. Grafische Darstellung war nur sehr sporadisch vorhanden. Im Vordergrund stand das taktische Vorgehen gegen die beinharte KI in einer Fantasywelt. Jeder der insgesamt 8 Herrscher verfügt über eigene Stärken und Schwächen. Der Spieler darf sich zu Beginn eines jeden Spieles aussuchen, in welche Rolle er schlüpfen möchte, was den Wiederspielwert von Warlords deutlich erhöht. Die Karte wird zweckmäßig aus der Vogelperspektive dargestellt. Aufwendige Grafik oder gar Animationen hat sich Entwickler Strategic Studies Group gänzlich gespart. Ziel des Spiels ist es natürlich, alle seine Gegner zu unterwerfen, was mitunter aber einige Stunden in Anspruch nehmen kann.

Überhaupt war es ein guter Monat für Strategen. Auch Jahre vor dem Entstehen des ersten Echtzeitstrategiespiels, war das Genre ziemlich beliebt. Dies zeigt auch der Erfolg von M.U.D.S. (Mean Ugly Dirty Sport), das dem Blood Bowl Spiel auf PS3 und Xbox 360 nicht ganz unähnlich ist. In einer Fantasywelt gilt es, ein möglichst schlagkräftiges Footballteam aufzubauen. Die Regeln werden dabei aber recht weich gehandhabt. Bestechungen, rüde Fouls und sonstige unfaire Methoden sind an der Tagesordnung. Wie schon in Blood Bowl war es möglich, selbst aktiv ins Spiel einzugreifen oder aber sich auf den reinen Managerpart zu beschränken, was mir persönlich mehr Freude bereitet hat.

Auf dem Rollenspielsektor ist SSIs Buck Rogers eine Erwähnung wert. In Sachen Gameplay lehnt sich das Spiel stark an die AD&D Titel aus dem eigenen Haus an. Spieler von Pool Of Radiance oder Champions Of Krynn kommen schnell zurecht, auch wenn sich Buck Rogers lieber an Science Fiction Klischees bedient als an Storys über Elfen und Zwerge.


Was gab es Neues auf den Konsolen?

Besitzer eines Heimcomputers oder eines potenten PCs konnten sich also die volle Games-Dröhnung geben. Doch wie sah es für die Konsoleros aus? Für diese hatte gerade SEGA einiges im Gepräck. Der SEGA Mega Drive befand sich auf dem aufsteigenden Ast, der Launch des Super NES war noch nicht abzusehen. Also nutzte SEGA die Zeit zum Vorlegen. Etwa mit dem Arcadeshooter Gynoug. Der beinharte Schwierigkeitsgrad war sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer sich aber in das Spiel reinkniete, wurde mit abwechslungsreichen Welten und einem schnellen und aberwitzigen Gameplay belohnt.

Ins gleiche Horn stieß Musha Aleste. Der Shooter machte vor allem mit seinen riesigen Endgegnern auf sich aufmerksam. Besonders lobenswert auch der wuchtige und treibende Sound, der einem nicht mehr aus dem Ohr ging. Musha Aleste war seinerzeit die Technikreferenz auf den Konsolen. Einziger Wermutstropfen war die kurze Spieldauer.

Da kann das alte NES natürlich nicht mithalten. Die 8-Bit Konsole muss also auf anderem Wege versuchen mitzuhalten. Etwa mit prominenten Games aus der Spielhalle. Capcoms Final Fight etwa sorgte schon in den Arcade für manche versenkte Mark. Der kultige Sidescroll Prügler erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Figuren wie Cody, Guy und Haggar wurden in vielen Capcomspielen erneute verwendet. So etwa der muskulöse Haggar, der in 2011 ein Comeback in »Marvel vs. Capcom 3 feierte.

Weiterhin freuten sich NES-User über eine Konvertierung des Strategieepos Populous. Die Göttersimulation war der Startschuss der langen Karriere von Designerlegende Peter Molyneux, der heute für die Rollenspielreihe Fable verantwortlich ist.





1991 war für mich ein ganz besonderes Jahr in meiner Computerspielkarriere. Endlich wagte ich den Wechseln vom Amiga zu MS-DOS. Vorbei die Zeit der langen Ladezeiten, Festplatte sei dank! Bei der Recherche war ich selbst überrascht, wie viele hochkarätige Spiele im April 1991 veröffentlicht wurden. Hätte ich nicht auf die Jahreszahl beblickt, hätte ich beim Anblick der Liste auf die Vorweihnachtszeit getippt. Schön ist auch die große Vielfalt der Systeme. 16-Bitter wie Amiga oder das SEGA Mega Drive existieren friedlich neben NES und C64. Der PC bringt weitere Abwechslung in den Spielealltag!
 
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#1 | Kn0ckar0und Guy [29.04. | 00:24] 



1.618
GR-Zeitmaschine: Im April vor 20 Jahren
Zwar war das lange vor meiner aktiven Videospielzeit, aber dennoch wiedermal sehr schön geschrieben =).
Populos habe ich sogar später nachgeholt, allerdings nicht den Port für NES sondern die PC-Version.

Ich freue mich auf mehr aus der GR-Zeitmaschine.


 






















Vielfalt der Systeme
tolle Strategietitel
Heimcomputer leben weiter
Technischer Fortschritt dank 16-Bit Konsole


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