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UNSERE GEHEIMTIPPS 2010
 Special von GameRadio.de (27.12.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Auch abseits der großen Blockbuster hatte das Spielejahr 2010 viele Geheimtipps im Gepäck. Wir möchten euch an dieser Stelle einige Titel vorstellen, die ihr vielleicht im Trubel der Veröffentlichungen übersehen habt.




Nachdem »Bayonetta mein Spiel des Jahres geworden ist, läge es nahe, »Vanquish als Geheimtipp zu nennen. Aber das ist es nicht - ein Geheimtipp ist für mich ein Spiel, welches an der Spielerschaft weitestgehend unbeachtet vorbeigegangen ist, obwohl es durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Darum ist mein Geheimtipp 2010 ein Spiel, für das unbedingt mal eine Lanze gebrochen werden muss: »Resonance of Fate (Testbericht: 84 %).

Schon vom ersten Trailer an hatte mich das Spiel interessiert - ein japanisches Rollenspiel mit Ballereinlagen im Stile eines John Woo, schräge Mischung. Doch das Konzept kann überzeugen, wenngleich der Schwierigkeitsgrad recht hoch ist und dem Spieler einiges abverlangt wird. Trotz langatmigem Tutorial dauert es eine Weile, bis man die ganzen Feinheiten des Gameplays verinnerlicht hat, dann jedoch wird Resonance of Fate zu einem Waffen-Ballett erster Güte. Wer über das maue Storytelling und den hohen Frustgehalt hinwegsehen kann, wird mit einem etwas anderen JRPG belohnt. Vor allem den optischen Stil, der ein wenig an Shadow Hearts erinnert, möchte ich hier hervorheben, aber auch der Soundtrack bietet einige Klangperlen. Dazu regelrecht abartige Waffenkonstruktionen, eine interessante Spielwelt und allerlei zu entdecken - JRPG-Fan, was willst du mehr?




Mein persönlicher Geheimtipp des scheidenden Jahres kommt diesmal aus dem Downloadsektor. Pünktlich zum dreißigsten Geburtstag meldet sich Namco Bandais Kultfigur Pacman aus dem Videospielaltenheim zurück. Auch wenn das Konzept des pillenfressenden und geisterjagenden Urgesteins mittlerweile überholt erscheint, hat Pacman auch im Jahre 2010 nichts von seiner Bissigkeit verloren. In Pacman Championship Edition DX kehrt der Held meiner Kindertage mit einem Knall auf die große Bühne zurück. Wie gehabt flitzt Pacman durch ein Labyrinth und muss dabei alle Punkte auf dem Bildschirm aufmampfen. Diese tauchen aber nicht - wie gewohnt – nur punktuell auf. Sind alle Punkte aufgefressen, wartet in anderen Gängen wieder neue Nahrung für unser kleines Fressmonster.

Verfolgt wird Pacman dabei wieder von den Geistern Inky, Pinky, Blinky und Clyde, die sich aber zahlreiche Unterstützung geholt haben. An verschiedenen Punkten sind im Labyrinth weitere Geister verteilt, die zunächst schlafen. Saust Pacman jedoch an ihnen vorbei, werden diese geweckt und nehmen seine Verfolgung auf. Dabei wählen sie stets den selben Weg, den Pacman eingeschlagen hat. So kann es schnell mal passieren, dass gleich eine ganze Armee von Geistern hinter euch her ist. Dies ist der richtige Zeitpunkt eine der Zauberpillen zu fressen. Diese lassen euch die Rolle mit den Geistern tauschen, denn jetzt nehmt ihr die Verfolgung der Geister auf. Fresst alle Geister und euer Punktemultiplikator schnellt in die Höhe. Im Verlauf des Spiels erhöht sich auch die Geschwindigkeit zunehmend. Angetrieben von den tollen Beats sorgt Pacman Championship Edition DX so für ein herrlich hektisches Spielgefühl. Ein wenig entschärft wird der Schwierigkeitsgrad durch die Bomben, die Pacman mit sich führt. Ein Druck auf den B-Knopf genügt und schon werden die Verfolger vernichtet. Zu einem Preis von etwa 10 € solltet ihr dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben. Ihr werdet es nicht bereuen.




Downloadspiele - zu halbfertig, um einen Platz im Händlerregal zu verdienen, zu kurz, zu simpel. Diese Fehleinschätzung hatte sich in meinem Gehirn eingebrannt. Wieso sollte gerade ein Spinoff der Tomb Raider-Reihe daran etwas ändern? Ganz einfach: »Lara Croft and the Guardian of Light (Testwertung: 86 %) weist keinen der oben genannten Makel auf. Allein, über das Internet oder gemeinsam auf dem Sofa stellt ihr euch mystischen Monstern in den Weg und werdet mit teilweise echt kniffligen Rätseln konfrontiert. Die für Lara untypische Von-oben-Perspektive eignet sich perfekt dazu, die düsteren Gemäuer zu erkunden.

Gerade der Koop-Aspekt mit Laras Begleiter Totec wurde toll umgesetzt. Nur wenn ihr beide Spezialfähigkeiten gekonnt kombiniert, habt ihr eine Chance gegen anrückende Monster sowie die in den Tempeln verteilten Rätsel und Fallen. Eine Spielzeit von ungefähr sechs Stunden rechtfertigen den Kaufpreis von ca. 15 Euro absolut! So sympathisch wie in Lara Croft and the Guardian of Light war mir die olle Action-Archäologin noch nie.




Es hätte eigentlich ein großer Erfolg sein müssen: Das typische Gameplay von Mario Kart kombiniert mit HD-Grafik und einem erwachsenen Autoraser-Setting - »Blur (Testwertung: 88 %) von Bizarre Creations bekam schon im Vorfeld viele Loorbeeren und konnte letztendlich auch auf ganzer Linie überzeugen. Zwar ist der Singleplayer ziemlich knackig und abwechslungsarm, aber dafür wird man durch den hervorragenden Multiplayer entschädigt. Entweder spielt ihr offline gegen bis zu drei Kumpels im Splitscreen-Modus oder ihr wagt euch auf die Online-Pisten. Dort sammelt ihr, ganz wie in Shootern á la Call of Duty, Erfahrungspunkte, steigt im Level auf und schaltet so besondere Fertigkeiten frei, die den Einsatz bestimmter Items verstärken.

Leider hat sich Blur überhaupt nicht gut verkauft, weshalb ihr nicht sonderlich viele Spieler auf den Servern vorfinden werdet. Das Entwicklerstudio wurde mittlerweile auch schon von Activision Blizzard geschlossen. Sehr schade! Denn dieses Spiel hat es verdient erfolgreich zu sein. Und das galt eigentlich auch für Bizarre Creations.




Mein Geheimtipp für 2010 ist ein Spiel, dass eine ehemals beliebte Serie hoffentlich aus dem Status des "Geheimtipps" erhebt und es auch im Mainstream zu einem Erfolg werden lässt, »Sonic Colours (Testwertung: 89 %). Auch ein Jump 'n Run, aber doch ziemlich anders als Donkey Kong Country, mal von der Weltkartennavigation abgesehen. Abseits der Tatsache, dass es leider etwas kurz war, stellt dieser Titel die zuvor leider arg verstellten Gleise wieder auf eine Linie, um die Zukunft der Serie Richtung Erfolg auszurichten.

Schon der Titel »Sonic Unleashed überraschte mit wahnsinnig schnellen Einlagen mit dem Überschalligel in den normalen Abschnitten, versiebte jedoch das Ende und die lahmen Sequenzen, in denen Sonic zum Werwolf bzw. Werigel mutierte. Solche Schwächen herausgefiltert und heraus kommt ein überraschenderweise Wii-exklusiver Sonic Titel, der in erster Linie schnell ist und viel Spaß macht. Die Fähigkeiten der außerirdischen Wisps, deren bunte Gestaltung dem Spiel den Namen geben, tun ihr Übriges für die nötige Abwechslung. So stelle ich mir ein Sonicspiel vor, ohne Ballast, von dem sich in den letzten Jahren viel anhäufte, und mit ausschließlich spaßigen Neuerungen. Nur, dass plötzlich keine Leben mehr mit dem Einsammeln von Ringen verdient werden können stößt mir etwas auf, aber da spricht der Nostalgiker in mir.




"Emotionen" ist in Videospiel-Reviews ein selten benutztes Wort. Auch der Begriff "Atmosphäre" fällt längst nicht so oft wie "Grafik", "Sound" oder "Gameplay". Aber im Endeffekt machen diese beiden verschmähten Faktoren eine Menge am Spielspaß aus. Zwar geht »Enslaved (Testbericht: 85 %) in der Hit-Blockbuster-Welle zum Jahreswechsel unter, aber kaum ein Spiel der letzten Jahre konnte so nachvollziehbare Emotionen auf den Bildschirm zaubern. Da musste man einfach mit den Charakteren mitfiebern. Das klingt jetzt aber so, als ob sich der nur in den Kernkompetenzen Atmosphäre und Emotionen etwas einbilden kann, aber sonst komplett baden geht. Das tut er aber nicht, denn unter dem Strich bleibt ein überdurchschnittliches Action-Adventure im Fantasy-Genre, das sich wirklich lohnt!




Sicher kennen wir alle das Backrezept für einen guten Plattformer. Man nehme einen möglichst einfach gestrikten Helden, stelle ihm eine süße Prinzessin zur Seite, und um dem ganzen den gewissen Pepp zu verleihen braucht es noch einen Bösewicht, der einem unschuldigen, liebenswerten Tier nachempfunden ist (z.B. eine Schildkröte oder ein Affe). Die Story aller nachfolgenden Teile folgt dann dem immer gleichen Grundmuster. Donkey Kong, Bowser oder wie sie alle heißen, entführen die Prinzessin und liefern Mario (um die Kinder mal beim Namen zu nennen) den Grund, um sich durch zahlreiche Levels zu kämpfen. Apropos Grund: der Spieler muss es einfach so hinnehmen, dass der jeweilige Bösewicht eine Abneigung gegen den Pizzabo... äh Klempner hat.

Diesem Grundrezept folgt auch Super Meat Boy und das mit voller Absicht. Satirisch wird hier jedes Jump n' Run Klischee auf's Korn genommen und das ohne dabei ein spielerisch anspruchsvolles Leveldesign zu vernachlässigen. Wer die 8-Bit und 16-Bit Ära miterlebt hat, wird wohl im Minutentakt Anspielungen auf seine damaligen Lieblingsspiele wie Street Fighter II, Mega Man etc. entdecken. Aber worum geht es überhaupt? Na klar, seelenloser Fleischklumpen aka Super Meat Boy hat sich in Bandage Girl verguckt. Grund genug das Meat Boys Erzfeind, ein Embryo (!) im Anzug, die Lady kidnappt und dem Helden des Spiels einen Grund liefert durch hunderte von Levels zu hüpfen. Kommt euch bekannt vor? Soll es auch! Die Levels von SMB sind zwar durchgehend recht kurz gehalten, verdienen aber allesamt das Prädikat: Bockschwer! Trial and Error wie zu alten Mega Man-Zeiten steht auf dem Programm. Das Spiel wird dabei aber niemals unfair. Wer die knackigen Hinderniss-Parcours dann auch noch tatsächlich in Bestzeit geschafft hat, darf in der Dark World das selbe Level nochmal in "Ultra Schwer" spielen.

Die Story um das rohe Mett wird dabei so liebevoll und putzig präsentiert, das ab jetzt nur noch ein Spiel das Kürzel SMB verdient hat. SUPER MEAT BOY! Und wem die Großschrift nicht als Kaufanreiz reicht, dem sei gesagt: Soviel Spass hatte ich mit einem Plattformer das letzte mal im vergangenen Jahrtausend. Kaufen!


Habt ihr noch Geheimtipps, die ihr unseren Lesern mitteilen wollt? Welche Spiele fanden in diesem Jahr nicht die verdiente Beachtung?





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 Kommentartitel


#1 | Dede [27.12. | 18:02] 



152
ich empfehle
-deamons souls

einfach ein klasse spiel <3

#2 | Sushi-Mann [28.12. | 15:02] 



55
=)
Demons Souls kann ich auch nur wärmstens empfehlen :D
Man braucht allerdings starke nervern^^

#3 | TaPuLaToR [28.12. | 19:09] 



1.707
Unsere Geheimtipps 2010
@Jan: Ich habe Super Meat Boy (noch) nicht gespielt, aber ich bezweifle stark, dass es der Super Mario Brothers-Reihe ansatzweise den Rang abläuft. Von daher gebührt den tollen Klempner-Jump & Runs aus der NES-Ära das Privileg, das SMB-Kürzel zu pachten.

#4 | Shiuno [30.12. | 11:34] 



6
Two Worlds 2
Two Worlds 2 kann ich auch einfach nur empfehlen.

#5 | The Comedian [01.01. | 18:32] 



4.678
Unsere Geheimtipps 2010
@tapu: ansichtssache! kann dir das spiel als mario fan aber nur wärmstens empfehlen.

#6 | TheLivingVirus [03.01. | 19:03] 



8
Mein Tipp:
Dementium II auf dem Nintendo DS!


 

















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