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RETURN-MAGAZIN
 Special von Sebastian Hamers (06.10.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Auf der Gamescom wurden die Ü30-Fraktion von Gameradio natürlich auch auf die Retro-Ecke aufmerksam. Entzückt betrachteten wir die ausgestellten Sammlungen von exotischen Videospielkonsolen, Zubehör und Hardwareerweiterungen. Nicht weniger interessant erschien uns aber das RETURN-Magazin, das am gleichen Standort einzusehen war. Wir sind in die Ära der 8 Bit-Computer eingetaucht und haben das Heft einmal genauer unter die Lupe genommen. In unserem Bericht steht uns zudem Chefredakteur Frank Erstling Rede und Antwort.


Das Return-Magazin beschäftigt sich mit Themen rund um das 8 Bit-Universum. Egal, ob es sich dabei um den Klassiker C64 oder eine exotische Maschine aus Japan handelt. Die Redaktion befasst sich neben neuen (ja, es gibt sie wirklich) Spielen für 8 Bit-Geräte auch mit Reportagen und Interviews über die Szene, die immer noch sehr lebendig ist. Das RETURN-Magazin erscheint viermal im Jahr und ist im Moment ausschließlich über das Internet zu beziehen. Das Heft umfasst 52 Seiten und kostet 4,90 Euro, wobei zusätzlich 1,60 Euro an Versandkosten anfallen. Retrofans können entweder auf der Homepage des Magazins Probelesen oder sich an »unserem Gewinnspiel beteiligen. Gameradio verlost 10 Einzelhefte unter allen Teilnehmern.


Interview mit Chefredakteur Frank Erstling

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Fragen zu eurem Heft zu beantworten. Zunächst würde mich interessieren, wie die Idee geboren wurde, ein Magazin zu erstellen, das sich ausschließlich mit Retrogaming beschäftigt.

Frank Erstling: Das RETURN Magazin hat seine Wurzeln in einem PDF-Magazin namens cevi-aktuell, ein monatlich erscheinendes Online-Magazin, welches sich mit News rund um den Commodore 64 beschäftigte und 2005 von meinem leitenden Redakteur, Boris Kretzinger, ins Leben gerufen wurde. Mitte 2007 wurde ich erstmals darauf aufmerksam, gab auch einen kleinen Bericht ab. Aus diesem kurzen Kontakt entstand eine enge Zusammenarbeit, ich gab einige Tipps bezüglich Grafik und Layout (ich habe ein Mediengestaltungsbüro). Mitte 2008 kündigte Boris an, dass er, aufgrund seiner Studienarbeit, keine Zeit mehr habe, die cevi-aktuell weiterzuführen. Nach kurzem Mailaustausch einigten wir uns recht schnell darauf, dass ich den Teil des Layouts übernehme, er aber weiterhin die Texte liefert.

Die Zusammenarbeit war sehr fruchtbar, aus dem recht einfach gehaltenen Layout entstand ein aufwändiges PDF-Magazin. Anfang 2009 fragte man uns erstmals, ob wir das tolle Layout nicht auch als Copyshop-Print anbieten könnten. Da die Kosten für einen damals noch 32-Seiter in Farbe nicht unerheblich sind, sammelten wir erst einmal Interessenten und kamen sehr schnell auf eine 3-stellige Auflage. Dies ließ uns dann entscheiden, die cevi-aktuell direkt professionell zu produzieren. Wir überlegten uns fast 6 Monate ein Konzept, entschieden, dass wir den Namen doch ändern sollten, weil wir schon längst nicht mehr nur aus der C64-Szene berichteten, da andere Plattformen wie Nintendo, Atari, Sinclair und Co. ebenfalls Neuerungen und viel Interessantes zu bieten haben. So entstand der Name "RETURN", was einerseits die Bezeichnung der damaligen Enter-Taste wiedergibt, aber auch sinnbildlich zu verstehen ist. Es wurde ein Layoutkonzept entworfen, die Seitenzahl wurde erhöht, weitere feste Redakteure wurden engagiert und im Herbst 2009 kam dann unsere erste Ausgabe auf den Markt.

Der C64 liegt vielen Ü30-Spielern sehr am Herzen. Was macht für dich ganz persönlich die Faszination des Brotkastens aus?

Frank Erstling: Der Commodore 64 war DER Heimcomputer der 80er Jahre hier in Deutschland. Zum Einen lag das daran, dass Commodore ein Produktionswerk in Braunschweig und einen Vertrieb in Frankfurt hatte, so dass die kritischen Eltern auf ein "heimisches" Produkt zugreifen konnten. Zum Anderen aber überzeugte der C64 mit seinen technischen Leistungen. Der Soundchip war damals eine Revolution. Konnten andere Computer gerade mal Piepstöne von sich geben, so wurde der SID (das ist der Sound-IC des C64) ursprünglich ja für Bühnen-Synthesizer produziert. Die Grafik war zwar auf 16 Farben beschränkt, was aber in den 80er Jahren durchaus üblich war. Der RAM hingegen war mit 64kB jedoch wiederum für damalige Verhältnisse recht großzügig dimensioniert - der Vorgänger des C64, der VC20, wurde lediglich mit 3kB RAM ausgeliefert.

Eine große Faszination für mich aber war ein eher weniger bekanntes Erlebnis: Nach dem Einschalten zeigt der Commodore 64 ein Startbild mit einem hellblauen Rand. Mehrfach wurden die Techniker von Commodore darauf angesprochen, warum die Bildschirmfläche denn nicht bis zum Rand ginge. Die offizielle Antwort von Commodore war, dass das technisch nicht anders machbar sei: Der Grafikchip sei nicht in der Lage, irgendetwas auf dem Rand darzustellen, man könne lediglich die Rahmenfarbe beeinflussen. Kurz darauf entstanden Demos, bei denen der gesamte Rahmen mit Laufschrift und Zeichen übersät war. Und die Macher dieser Demos waren so alt wie ich damals, also 12-15 Jahre. Wir Kinder zeigten den Technikern von Commodore, was ihr eigenes Gerät kann.

Einen großen Teil der Begeisterung macht also die Technik aus. Im Magazin selbst liegt der Schwerpunkt jedoch auf den Computerspielen. Wieso habt ihr diese in den Mittelpunkt der Berichterstattung gestellt?

Frank Erstling: Natürlich werden mehr neue Programme und Spiele geschrieben als neue Hardware produziert. Tatsächlich werden geschätzt um die 100 Programme für alle 8 Bit-Systeme zusammen pro Jahr released. Wir fischen uns dann die Spieleperlen heraus, besonders erwähnen wir natürlich die Spiele, welche auf Diskette oder Modul erscheinen. Hier stecken kleine Publisher oder gar Privatleute viel Liebe und auch viel Geld in ein Projekt, was nicht wirklich Gewinn bringt. Und selbstverständlich sehen wir uns in der Position, dieses Engagement dann auch besonders zu erwähnen. Tatsächlich kommen aber auch mehrere Games pro Jahr auf den Markt, die so gut sind, dass sie mit den Top-Sellern der 80er mithalten können. Mein Highlight im Jahr 2009: Für den C64 erschien Knight 'n' Grail, ein Game mit Castlevania-Zügen, welches sich sehr gut spielt, tolle Musik und gute Grafik mitbringt. So etwas muss man natürlich unterstützen. Und wer heute ein vollständiges Spiel auf einem Computer mit nur wenigen Kilobyte herstellt, der zeigt ja ebenfalls Begeisterung für die Technik von damals.

Bei den Hardware-Projekten ist es leider oft so, dass diese in einem bestimmten Stadium stecken bleiben - nicht selten, wenn es teuer wird, zum Beispiel bei der Serienproduktion. Dennoch werden so manche Projekte erfolgreich abgeschlossen und dann sind wir sofort dabei. Die Unternehmen, welche sich professionell mit Herstellung und Vermarktung von neuer Hardware für 8 Bit-Computer beschäftigen, arbeiten mit uns natürlich zusammen und informieren uns stets über den aktuellen Stand.

Betrachten wir die vielen Möglichkeiten der aktuellen Konsolen- und Computergeneration, erscheint es schon erstaunlich, dass auch heute noch Spiele für 8 Bit-Systeme erscheinen. Dennoch dürfte sich die Anzahl der neuen Produkte in Grenzen halten. Welche Bereiche – außer dem Reviewteil – deckt euer Magazin ab?

Frank Erstling: Der Reviewteil soll selbstverständlich nur ein ganz kleiner Teil sein, denn wir sind kein Magazin, was über früher schreibt, sondern RETURN berichtet über das Heute der 8 Bit-Szene. Und eben die aktuelle Demo- und Gameszene hat bei uns ihren Teil mit der Heft-Disk, allerdings ist kein physikalischer Datenträger dem Magazin beigelegt, sondern wir lösen das über einen Downloadbereich auf unserer Internetseite. Hier sammelt ein Redakteur die digitalen News der vergangenen drei Monate und kommentiert sie, man kann dann mittels Emulator direkt auf die Games, Demos, Tunes und Pics zugreifen. Des Weiteren berichten wir ausführlich, wie bereits angesprochen, über die neuen Perlen im Hard- und Softwarebereich für die verschiedenen Plattformen, berichten über Messen, Treffen und Events. Ein sehr beliebter Teil ist unser Crossover, hier bekommt der Leser mal den Vergleich der Arcade-Version zu verschiedenen 8 Bit-Heimumsetzungen zu sehen. Gerne berichten wir auch über die Macher von Früher: Was machen die denn heute so? Und hier kommt oft Erstaunliches heraus: Die Meisten haben Ihre Wurzeln nicht vergessen, so mancher geht heute auch wieder zurück.

Es ist euch also wichtig, einen ausgewogenen Querschnitt durch die Szene der 8 Bit-Computer zu ziehen. Dazu gehören auch einige Reportagen und Interviews. Welchen Artikel dieser Art würdest du den Retrofreunden von Gameradio besonders ans Herz legen?

Frank Erstling: Oh, das ist schwer. Für 8 Bit-Fans der ersten Stunde sind selbstverständlich die Interwiews wie das mit Boris Schneider-Johne (Power Play, RETURN Ausgabe 1 Herbst 2009) oder mit Keith Robinson (Intellivision, RETURN Ausgabe 4 Sommer 2010) sehr interessant. Die Macher von Damals erzählen, wie es ihnen heute ergeht. Technik-Fans sollten sich unbedingt mal den Bericht "SID unter der Lupe" (ebenfalls Ausgabe 1 Herbst 2009) ansehen. Hier hat ein Fan des C64-Soundchips SID 6581 den Chip unter einem Mikroskop vergrößert, abfotografiert und die Layer (also die Leiterbahn-Schichten mit ihren Bauteilen) in monatelanger Arbeit in Photoshop neu abgezeichnet! Unvorstellbar! Wir waren davon so fasziniert, dass wir davon ein Poster gedruckt haben. Eine Reportage der ganz besonderen Art ist "Playpower - 8 Bit mit Entwicklungsauftrag". Programmierer und Computerfans aus allen Ländern der Welt wollen versuchen, armen Menschen den Zugang zum Computer zu ermöglichen, indem sie einen 8 Bit-Rechner für 12 US-Dollar produzieren, der auf Basis des NES hergestellt wird. Wie man sieht, hat die RETURN so gar kein "Gamemagazin"-Image. Die 8 Bit-Technik bringt die Menschen auf interessante Ideen, über die es zu berichten lohnt.

Was kannst du unseren Usern zur Vertriebsform vom RETURN-Magazin erzählen. Warum kann man das Magazin nur via Internet bestellen und nicht im regulären Handel erwerben?

Frank Erstling: Selbstverständlich hatten wir ursprünglich vor, den Zeitschriftenhandel zu beliefern. Aber es gibt Tausende von Zeitschriftenvertrieben: Kioske, Bahnhöfe, Flughäfen, jeder Lebensmittel-Einzelhandel, Schreibwarenläden. Um eine flächendeckende Auslieferung zu garantieren, muss man sich an Profis wenden - das würde eine solch kleine Redaktion, wie wir es sind, alleine gar nicht bewältigt bekommen. Diese Profis wiederum nehmen sehr großzügige Provisionen für diese Arbeit, letztlich hat sich herausgestellt, dass eine Zeitschriftenauslieferung über einen Grossisten pro Ausgabe Unkosten im mittleren 4-stelligen Bereich kosten, was wir uns nicht leisten können. Ebenso sollte die Druckauflage für die Kioske auf 10.000 erhöht werden, ohne Garantie, dass diese Auflage überhaupt einen Absatz findet. Leider ist ein Vertrieb über den Zeitschriftenhandel daher nur für die "Großen" interessant, einen solchen "Test" würden wir finanziell nicht überstehen. Aktuell bieten wir unser Magazin auch über EBAY an, wir werden über kurz oder lang die größeren Abnehmer (Flughäfen und Bahnhofshandel) ebenfalls beliefern, wenn wir die Kapazität dafür haben. Aber eine flächendeckende Belieferung aller Zeitschriftenläden wird es nie geben.

Ich danke dir für dieses interessante Gespräch und wünsche euch mit dem RETURN-Magazin viel Erfolg.

Frank Erstling: Vielen Dank für das Interview und Grüße an alle 8 Bit-Fans!



Das RETURN-Magazin ist sicherlich ein Exot unter den Videospielzeitschriften. Nicht nur seine internetexklusive Vertriebsform macht das Format zu einem Außenseiter im Zeitschriftenhandel. Auch inhaltlich hebt sich RETURN von anderen Magazinen ab. Ü30-Leser, die ihrerzeit schon auf C64 und Co. ganze Tage und Wochen versenkt haben, sollten einen Blick in das ambitionierte Projekt werfen. Bei der Lektüre des Heftes wird Retrospielern sicherlich das ein oder andere "Ach ja" oder "Genauso war das damals!" entlockt.
 
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#1 | The Comedian [07.10. | 11:34] 



7.336
RETURN-Magazin
das mag hört sich sehr interessant an. werd mal am gewinnspiel teilnehmen und hoffe es bald selber in den händen zu halten.

#2 | TaPuLaToR [07.10. | 22:38] 



1.710
RETURN-Magazin
Ist ein interessantes Konzept. Die Beschränkung auf die 8-Bit-Ära finde ich allerdings ein wenig zu "engstirnig". Denke, man will nicht in Konkurrenz zum RETRO-Magazin treten, das eben ein größeres Spektrum abdeckt. Doch ich fürchte, auf lange Sicht dürften die Ideen ausgehen. Naja, dann könnte man ja die 16-Bit-Ära beackern. ^^

#3 | The Comedian [10.10. | 12:17] 



7.336
RETURN-Magazin
hab eins gewonnen :D

#4 | Sebham [11.10. | 20:41] 



2.615
RETURN-Magazin
Bist halt ein echter Gewinner-Typ! ;-)

#5 | Dede [13.10. | 15:14] 



150
danke!
mein exemplar ist heute angekommen... dazu hab ich heute noch geburtstag :D

vielen dank, echt ein tolles und hochwertiges magazin!


 













4 Ausgaben pro Jahr
Bezug nur über das Internet
4,90 Euro pro Ausgabe
52 Seiten


Offizielle Website:
 RETURN-Magazin



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