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EMULATOREN - RETROSYSTEME IM NACHBAU
 Special von Sebastian Hamers (01.08.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Unsere Rechenknechte werden immer schneller und leistungsfähiger. Dass dies auch positive Auswirkungen auf unser liebstes Hobby hat, ist ebenfalls klar. Die Grafik wird immer pompöser, die Sounds klingen satter und die künstliche Intelligenz wird komplexer. Doch auch für Retrospieler hat der Leistungszuwachs der Hardware seine schönen Seiten. Durch die hohe Rechenpower gelingt es den modernen PCs, alte Systeme wie den C64, das NES oder das SEGA Mega Drive nachzubilden. Mit sogenannten Emulatoren bilden sie die gesamte Betriebsumgebung alter Hardware nach und machen so alte Spiele auf neuer Hardware lauffähig. Die GameRadio-Redaktion wurde erneut von der Retrowelle gepackt und hat sich im Netz nach den besten Emulatoren umgesehen. Das Ergebnis unseres Ausflugs könnt ihr in unserem Special nachlesen.


Emulatoren sind ein alter Hut. Schon im Jahr 1965 ging der erste Emulator in Betrieb. Dem amerikanischen Ingenieur Larry Moss gelang es auf dem System/360 die Software des IBM7070 laufen zu lassen. Um eine praktikable Emulation auf die Beine zu stellen, mussten damals jedoch noch Teile der alten Hardware in das neue Gerät verbaut werden. An Computerspiele war zu dieser Zeit noch nicht zu denken. Dies änderte sich jedoch mit der nächsten Generation der Emulatoren. Nach einigen ruhigen Jahren auf dem Gebiet der Computeremulation, gab es ein Comeback auf dem Amiga 1000. In einer Pressekonferenz enthüllte Commodore das spektakuläre Stück Software. Auf einer einzigen Disk war es den Entwicklern gelungen, das komplette MS-DOS-Betriebssystem nachzubilden. Dies stellte eindrucksvoll die Rechenpower der gerade neu erschienenen Amiga-Hardware dar. Der MS-DOS-Emulator für den Amiga 1000 gilt als der erste rein softwaremäßige Emulator in der Geschichte.


Am Rande der Legalität?

Wer einmal unseren Freund Google bemüht, wird sicherlich nicht allzu lange suchen müssen, um auf zahlreiche Downloadportale von emulationsfähiger Software zu stoßen. Kategorisiert nach Alphabet, System oder Genre lassen sich Retrospiele in stattlichen Stückzahlen herunterladen. Um es vorwegzunehmen: Das Herunterladen dieser Spiele von derartigen Seiten ist natürlich nicht rechtens. Auch wenn die Spiele schon seit etlichen Jahren oder gar Jahrzehnten nicht mehr vertrieben werden, so besitzen die Firmen doch immer noch die Rechte an ihren Titeln. Sie selbst entscheiden, wann, wo und zu welchem Preis ihr Produkt weiter vermarktet wird.

Die Emulatoren selbst können frei und ohne Befürchtung auf eine Gesetzesverletzung heruntergeladen werden. Auch ohne die Verwendung illegaler Downloadportale sorgen diese für viele legale Einsatzmöglichkeiten. So bieten manche Spielehersteller ihre Spiele zum kostenlosen Download an. Auf der offiziellen Homepage von Cinemaware können beispielsweise Klassiker wie It Came From The Desert oder Defender Of The Crown frei heruntergeladen werden, bereits aufgearbeitet für den Einsatz von Emulationssoftware. Des weiteren gibt es im Handel bereits eine ganze Reihe interessanter Sammlungen, die emulierte Spiele in großer Anzahl beinhalten.

Für technisch versiertere Anwender gibt es natürlich auch die Möglichkeit, ihre alten Originaldatenträger auf ihr aktuelles System zu übertragen und mittels Emulator lauffähig zu machen. Im Handel werden einige sogenannte Backup Units angeboten, mit denen man etwa sein altes C64-Diskettenlaufwerk an den PC anschließen kann. Auch für alte Konsolenhardware gibt es ähnliche Einheiten, wie etwa ein Gerät, das die Daten von alten Gameboy-Modulen auslesen kann. Die rechtliche Situation ist hierbei jedoch nicht wirklich geklärt. Ob die Verwendung solcher Hardware zur privaten Nutzung legal ist, kann bis heute nicht genau sagt werden.


Was ist ein ROM?

Um ein Spiel mit einem Emulator lauffähig zu machen, muss ein sogenanntes ROM vorliegen, das sämtliche Daten des Originaldatenträgers enthält. Alle Daten des ursprünglichen Datenträgers werden dabei in einer einzigen Datei zusammengefasst. Praktischerweise kann anhand des Datei-Suffix erkannt werden, für welches Retrosystem die Datei geeignet ist. Hier einige Beispiele:

.D64 (C64, Diskette)
.GBA (Gameboy Advanced)
.PCE (PC Engine)
.T64 (C64, Tape)
.ADF (Amiga)
.NES (NES)
.SMD (Mega Drive)
.A26 (Atari2600)
.SMS (Master System)
.GBC (GB Color)
.GG (Game Gear)
.V64 (N64)

Um ein Spiel zu emulieren, wird neben den Daten des Originalspiels natürlich auch das Betriebssystem der jeweiligen Hardware benötigt. Bei den meisten Emulatoren liegt dieses schon bei. Es gibt jedoch einige Systeme, die aus rechtlichen Gründen ohne das OS ausgeliefert werden. So ist die Emulation eines Amigas nicht ohne weiteres möglich, da die Firma Cloanto die Rechte am Amiga OS besitzt. Es ist jedoch schon recht kostengünstig zu erwerben. Auf vielen Amiga-Sammlungen im Handel liegt das sogenannte Kickstart ROM bereits bei und kann völlig legal auch in Emulatoren verwendet werden. Auch einige Joysticks mit eingebauten Spielen, die direkt am Fernseher betrieben werden können, verfügen über das Amiga OS. Dieses kann ebenfalls auf den heimischen PC übertragen werden und bei der Emulation von Spielen zum Einsatz kommen.


Welche Systeme können emuliert werden?

Die Nachbildung alter Video- und Computerspielsysteme ist ein Prozess, der viele Ressourcen verschlingt. Der Rechner, auf dem die Emulation gestartet werden soll, muss auf jeden Fall über ein Vielfaches der Rechenleistung des Retrosystems verfügen. Sicherlich ist dies bei 8 und 16 Bit-Konsolen wie dem NES, dem SEGA Mega Drive oder dem Gameboy kein Problem, bei der Emulation von Geräten der jüngeren Konsolengeschichte stößt die Emulation aber an ihre Grenzen. Zwar existieren bereits einige Emulatoren für die Playstation 2 oder die Xbox, diese sind aber im Wesentlichen nichts anderes als unfertige Techdemos. Nur mit starken Einschränkungen in der Performance lassen sich einige wenige Spiele auch wirklich starten. Zudem entspricht es auch nicht dem Geist der Emulatorenszene, sich aktueller Hardware anzunehmen. Schließlich verdient Sony mit der PS2 immer noch gutes Geld.

Bereits oben haben wir festgestellt, dass Emulatoren nicht immer ganz einfach in der Handhabung sind und möglicherweise das Betriebssystem nachträglich eingebunden werden muss. Doch es warten weitere Tücken auf den Retrofan. So ist bei einigen Emulatoren etwas Feintunig angesagt, etwa um ein Spiel möglichst in Originalgeschwindigkeit darzustellen. Beispielsweise gestaltet sich die Emulation von SNES-Spielen oftmals ein wenig schwierig. Dies liegt zu guter Letzt auch daran, dass in den Modulen etwaige Zusatzhardware verwendet wurde. Viele Spielehersteller benutzten Zusatzchips in den Modulen, um die Leistungsfähigkeit des Geräts zu steigern, so dass viele Spiele mit anderen Voraussetzungen starten. Für den Emulator ist dies schwierig nachzustellen, da er für Spiele mit solchen Zusatzchips neu eingestellt werden muss, um das Spiel optimal darzustellen.

Ähnliches gilt auch für die Emulation von Arcadeautomaten. Auch diese waren in ihrer Leistungsfähigkeit recht unterschiedlich. Trotzdem fasst etwa der beliebte Emulator MAME eine Vielzahl von Spielautomaten unter einer Bedienoberfläche zusammen. Wie schon beim SNES muss hier bei der Performance gegebenenfalls nachjustiert werden.


Emulatoren nur für den PC?

Der Windows-PC stellt logischerweise die beste Plattform dar, um alte Video- und Computerspielsysteme nachzubilden. Durch seine hohe Leistungsfähigkeit und die hohe Verbreitung des Betriebssystems gibt es hier eine Vielzahl von hochwertigen Emulatoren für nahezu jedes Retrosystem. Doch auch Mac-User kommen immer häufiger in den Genuss von Emulationssoftware.

Auch Videospielkonsolen kommen mit derartiger Software zurecht. An dieser Stelle sei jedoch gleich erwähnt, dass die Konsolenhersteller die Verwendung von Emulatoren auf ihrer Hardware meist nicht erlauben. Zwar ist es einigen findigen Emulatorenfans gelungen, einige Retrosysteme etwa auf der PSP oder auch der Xbox 360 zu emulieren, jedoch werden solche "Lücken" auch schnell wieder von den Konsolenherstellern geschlossen. Eine Ausnahme bilden hier die Handhelds der koreanischen Firma Gamepark Holdings. Geräte wie etwa der »GP2X Wiz wurden extra für den Einsatz von Emulatoren designt. Auf der offiziellen Homepage der Firma werden zahlreiche Emulatoren zum Download angeboten.

Auch für einige Handys werden mittlerweile Emulatoren angeboten. Ganz exotisch: Digicams mit dem Betriebssystem DIGITA OS bieten ebenfalls die Möglichkeit, dec Arcade-Emulator MAME zu installieren. Sicherlich sind die Möglichkeiten des Emulators arg begrenzt, einige Spiele sind aber tatsächlich lauffähig.


Die Zukunft der Emulatoren

Da Retrospiele weiterhin auf großes Interesse der Spielerschaft treffen, dürften sich auch in Zukunft talentierte Programmierer finden, die genügend Engagement aufbringen, um die Emulatorenszene weiter aktiv zu halten. Systeme wie das N64, die Playstation oder der SEGA Saturn können auf aktuellen Rechnern bereits heute recht problemlos nachgebildet werden. Zu neueren Konsolen bestehen zwar ebenfalls laufende Projekte, die jedoch noch sehr unfertig sind. Dies ist auch gut so, da die Hardwarehersteller mit diesen Geräten teilweise immer noch ihr Geld verdienen. Doch es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Geräte der aktuellen Konsolengeneration emuliert werden können.





Das Thema Emulation ist schon eine kleine Wissenschaft für sich. Bei der Recherche im Internet lassen sich etliche Seiten finden, die sich damit befassen. Rechtlich bewegen sich Emulatorenfans jedoch in einer Grauzone. Während die Emulatoren an sich legal sind, verletzen zahlreiche Anbieterseiten von ROMs massiv die Urheberrechte. Dabei wird leider oft übersehen, dass es für den Einsatz von Emulatoren auch legale Möglichkeiten gibt, die durchaus interessant sind. Wer kostengünstig in die Welt der Retrospiele einsteigen möchte, ohne gleich die Originalhardware an den TV anzuschließen, sollte sich einmal näher mit dem Thema befassen.
 
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Über "Emulatoren - Retrosysteme im Nachbau" im Forum diskutieren

#1 | :-D [02.08. | 07:47] 
Emulatoren - Retrosysteme im Nachbau
Meiner Meinung nach das geilste was Programmierer machen konnten. Daran erkennt man eigentlich auch das der PC, der Big Boss unter allten anderen Rechensystemen ist.

Ich werde nie vergessen als ich den Snes Emulator kennengelernt habe und was ich da alles nachgeholt habe, fast monatlich haben sich die ganzen Emulatoren verbessert und mittlerweile können Grafikeinstellungen vorgenommen werden die nichtmal die Konsole selbst konnte (Interpolation etc.) womit die grafik sogar noch einen tick schärfer aussah.

Natürlich werden hier copyrightrechte verletzt allerdings sollte man auch an die denken die die spiele original zuhause haben, aber die Konsole funktioniert nicht mehr, so gibts dennoch die Möglichkeiten das dann immernoch zu spielen, Wobei diese leute dann auch kein copyright verletzen, da sie es ja zu Hause vorliegen haben.

Andererseits denke ich sollten die Programmierer der games auch dankbar sein, die verdienen mit ihren alten spielen eh nix mehr und durch die Emulatoren werden sie nur länger am leben gehalten.

Vielleicht sollte spiele Entwickler ähnliche wege gehen wie es damals Lucasarts gemacht hat wo du bei Maniac Mansion 2 wo du im game den ersten teil spielen konntest. Ich wünsch mir ja immernoch ein FinalFantasy oder ähnliches von SquareEnix wo du in eine spielehalle kommst wie Goldsaucer aus FFVII und dort an einem automaten zum Beispiel Secret of Mana spielen könntest. Das wäre doch heute kein ding mehr und würde auch nicht mehr als 4MB auf der Disk verbraten. Ach was wäre das geil.

#2 | PhanZero [02.08. | 10:33] 



13.900
Emulatoren - Retrosysteme im Nachbau
@Gast #1
Natürlich wird auch dann das Copyright verletzt. Weil du nicht das Recht hast, das Spiel aus dem Internet zu ziehen - auch dann nicht, wenn du es schon als Modul besitzt. Einzige Möglichkeit: Ein Gerät zum Auslesen der Module. Soviel zur rechtlichen Lage in Deutschland.

Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu. Emulatoren sind schon ein geiles Stück Software. Und ein (altes) Spiel in einem (neuen) Spiel wäre sicherlich eine coole Sache, ich fürchte allerdings, dann an diesen mehr festzugehen als am eigentlichen Spiel - und das wäre ja auch nicht im Sinne des Erfinders, oder? ;)

#3 | donatboy [04.08. | 04:19] 



61
LOVE RETRO
Ich liebe Retro Spiele und finde das sie immer noch die besten Games sind und dank der Emulatoren wie Snes9x oderePSXe konnte ich sehr viele Geile Titel nachholen wie A Link to the Past, Ocarina of Time.
In den Ferien habe ich den PS1 Emu zum laufen gebracht und bis heute Habe ich Parasite Eve 1 und 2, Tales of Desteny(nur 10h gespielt) und Chrono Cross durchgezockt. Und ich was von jedem bis auf von Tales of D. begeistert. Zurzeit bin ich an Chrono Trigger auf der SNES. Ich finde es aber sehr schade das Sony oder Big N diese Meisterwerke nicht mal in ihr Store zum downloaden stellen. Ich wäre locker bereit für jedes dieser Spiele 5-10€ zu zahlen... Aber Nein es wird ständig nur Software Müll von Disney nins PSN gepumpt -.-


 
























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