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C64 - DIE SPIELE: 1984 - 1985
 Special von Sebastian Hamers (06.05.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Weiter geht es mit unserer Zeitreise in die Ära der 8 Bit-Computer. Nachdem Commodores Brotkasten anfänglich hart gegen die starken Rivalen von Atari und Apple zu kämpfen hatte, setzte sich der C64 nun immer mehr durch. Dies wirkte sich auch positiv auf die Spieleentwicklung aus. Sorgten in den Anfangsjahren noch vornehmlich Portierungen von Spieleautomaten und anderen Heimcomputern für den Softwarenachschub, so dürfen sich Commodorefans nun auch immer mehr über Eigenentwicklungen für ihr System freuen. Auf die Qualität der Spiele hat sich dies überaus positiv ausgewirkt. In den Jahren 1984 und 1985 erschienen einige große Perlen, die bis zum heutigen Tage einen guten Ruf genießen. GameRadio wünscht viel Spaß bei der nostalgischen Tour in die 80er Jahre.


1984

Decathlon (Activision, Sportspiel)

Nach dem großen Erfolg von M.U.L.E. versuchten auch andere Entwickler den Mehrspielerspaß auf den C64 zu holen. Da bieten sich Sportspiele natürlich an, um zwei oder noch mehr Spieler gemeinsam vor den Bildschirm zu locken. Das Spielkonzept war jedoch nicht neu. Schon auf dem Atari 2600 zählte Decathlon zu den beliebtesten Spielen. Im klassischen Zehnkampf dürfen bis zu vier Spieler gegeneinander antreten, um sich die Goldmedaille zu sichern. Dabei stehen folgende Disziplinen auf dem Programm: 100m-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, 400m-Lauf, 110m-Hürdenlauf, Diskuswerfen, Stabhochsprung, Speerwerfen und der 1500m-Lauf. Obwohl Decathlon insbesondere mit mehreren Spielern zu überzeugen wusste, hatte es auch ein negatives Image. Etliche zerstörte Joysticks gingen auf das Konto von Sportspielen wie Decathlon. Da die Laufbewegungen stets durch ein möglichst schnelles Hin- und Herbewegen des Joysticks ausgeführt wurden, kam das Spiel schnell in den Ruf eines Joystickkillers.


H.E.R.O. (Activision, Plattformspiel)

Helicopter Emergency Rescue Operation, so der vollständige Titel dieses Plattformspiels aus dem Hause Activision. Wie Astrid Lindgrens Karlsson vom Dach, ist auch der Protagonist in H.E.R.O. mit einem Rotorblatt auf dem Rücken ausgestattet. Damit kann sich der namenlose Held durch ein höhlenartiges Labyrinth bewegen. Dort ist es sein Job, vermisste Bergarbeiter zu retten. Um die armen Bergleute zu finden, müsst ihr hin und wieder Sprengungen vornehmen um etwaige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Ist die Sprengladung einmal positioniert, explodiert sie innerhalb weniger Sekunden. Dann ist Eile geboten, damit ihr nicht selbst der Detonation erliegt. Weitere Hindernisse sind Höhlenbewohner wie Schlangen und Spinnen, die sich in den Gängen eingenistet haben.


Kaiser (CCD, Wirtschaftssimulation)

Dass es in Computerspielen nicht immer brutal zur Sache gehen muss, bewies Entwickler Creative Computer Design mit der intelligenten Wirtschaftssimulation Kaiser. Bis zu acht Spieler konnten sich schon 1984 gleichzeitig ins Geschehen stürzen. Im Spiel geht es um den Ausbau des eigenen Fürstentums. Kaiser zeichnete sich insbesondere durch die umfangreichen Möglichkeiten des Spielers aus, sein Fortkommen selbst zu beeinflussen. Ein Schlüsselelement ist dabei die Größe des eigenen Landguts. Diese beeinflusst nicht nur den Kornvorrat, sondern bietet auch die Möglichkeit Märkte zu erschließen. Während des weiteren Spielverlaufs bieten sich euch zahlreiche Möglichkeiten, eure Macht weiter auszubauen. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, große militärische Streitkräfte anzuheuern. Auch mit wirtschaftlicher Macht könnt ihr ans Ziel gelangen. Damit schlägt Kaiser in die gleiche Kerbe wie Sid Meiers Civilization, das aber erst Jahre später erschien.


River Raid (Activision, Shoot'em Up)

Activisions Actionspiel gehört in die Kategorie der klassischen Shoot'em Ups. Ihr steuert in River Raid ein Kampfflugzeug aus der Vogelsperspektive durch das Feindesland. Etliche andere Spiele der 8 und 16 Bit-Ära setzen auf ein ähnliches Konzept. River Raid, das in der Originalfassung schon 1982 erschien, war nicht nur eines der ersten, sondern auch einer der besten Genrevertreter. Das Spiel ist jedoch nur frustresistenten Naturen zu empfehlen, denn River Raid bestrafte jeden Fehler knallhart. Jede Berührung mit einer feindlichen Einheit führte unmittelbar zum Absturz. Außerdem wurde der Ablauf dadurch erschwert, dass das Flugzeug immer wieder mit neuem Treibstoff versorgt werden musste, der unterwegs aufgesammelt werden musste. Die BPjS stand dem Spiel jedenfalls skeptisch gegenüber und indizierte den Shooter am 19. Dezember 1984. Erst im Jahre 2002 wurde die Indizierung wieder aufgehoben.


Seven Cities Of Gold (Ozark Softscape, Strategie)

Nach dem erfolgreichen Release von M.U.L.E. veröffentlichte Dani Bunten schon 1984 ein weiteres Schwergewicht aus dem Strategiespielgenre. Das Spiel ist angelehnt an die Sage der sieben goldenen Städte von Cibola. Als spanischer Entdecker reist ihr in die Neue Welt, um dort euer Glück zu finden. Der Weg ist jedoch leider nicht gerade einfach. Schließlich muss sich der Entdecker um die Unterhaltung seines Schiffs kümmern. Dies ist aber erst der Anfang. Einmal in der Neuen Welt angelangt, gilt es hier Fuß zu fassen. Schon bald gibt es das erste Aufeinandertreffen mit den Einheimischen. Unser Entdecker geht in der unbekannten Welt auf Schatzsuche, errichtet Basisstationen und weitere soziale Einrichtungen. Ein echter Klassiker im Bereich der Strategiespiele!


Summer Games (Epyx, Sportspiel)

Was für Activisions Decathlon gilt, zählt für Summer Games erst Recht. Epyx' Sportspielreihe hat auch heute noch jede Menge treue Fans. Jeder C64-Besitzer hatte wohl mindestens ein Sportspiel aus dem Hause Epyx in seiner Diskettenbox. Obwohl Summer Games über lediglich acht Disziplinen verfügt, spielt es sich doch wesentlich abwechselungsreicher als der Konkurrent von Activision. Stabhochsprung, Turmspringen, 4x100m-Staffellauf, 100m-Sprint, Turnen, 4x100m-Freistilstaffel, 100m-Freistilschwimmen und Tontaubenschießen sorgten dafür, dass der Schwerpunkt der Sommerspiele nicht nur auf die leichtathletischen Disziplinen fiel. Das Joystick-Killer Phänomen trat aber leider auch bei den Summer Games auf.


Boulder Dash (First Star Software, Geschicklichkeit)

Als Rockford müsst ihr euch durch höhlenartige Labyrinthe graben. Unterwegs sammelt ihr einige Diamanten auf, die ihr auf eurem Weg zum Ausgang findet. Der Weg dorthin ist jedoch gespickt mit Gefahren. Insbesondere die herabfallenden Geröllmassen, bringen euch immer wieder in akute Lebensgefahr. Um einen Steinschlag zu vermeiden, müsst ihr also für genügend Distanz zwischen euch und den Felsbrocken sorgen. Allzu gierige Naturen werden schnell mit dem vorzeitigen Tod bestraft. Einige tierische Gegner, die sich in den Gängen verteilen, sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel. Boulder Dash sorgt mit seinem komplexen Leveldesign für rauchende Köpfe. Sind die Anfangswelten noch relativ leicht zu bewältigen, zieht der Schwierigkeitsgrad schon bald schwer an.


1985

The Bard's Tale I (Interplay, Rollenspiel)

Nach Lord Britishs Ultima startete Interplay mit The Bard's Tale die zweite große Rollenspielserie auf dem C64. Anders als der Konkurrent aus dem Hause Origin setzten die Mannen um Designer Brian Fargo auf eine Ego-Ansicht. In einer Gruppe von bis zu sieben Charakteren machen sich die Helden auf, um dem finstren Obermagier Mangar das Handwerk zu legen. Dreh- und Angelpunkt der Saga ist die geheimnisumwobene Stadt Skara Brae, in die ihr immer wieder zurückkehren müsst. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, wobei nur die jeweils ersten vier Charaktere in den Nahkampf einsteigen können. Die restliche Party operiert mit magischen Sprüchen aus dem Rückraum. Der Auswahl der unterschiedlichen Klassen in der Heldengruppe kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu, da diese über sehr unterschiedliche Fähigkeiten verfügen und somit einen großen Einfluss auf den Spielverlauf haben.


Commando (Capcom, Shoot 'em Up)

Ähnlich wie das bereits oben genannte River Raid handelt es sich bei Commandos um ein Spiel aus dem Shoot'em Up-Bereich. Als ramboesquer Einzelkämpfer müsst ihr euch durch wahre Horden von feindlichen Militäreinheiten ballern. Die Draufsicht ist typisch für Actionspiele dieser Jahrgänge, ermöglicht sie doch eine gute Darstellung der Spielfiguren, ohne diese allzu sehr im Detail präsentieren zu müssen. Damit wäre der C64 mit seinen beschränkten technischen Möglichkeiten wohl überfordert gewesen. Immerhin erleichterte die Vogelperspektive die Übersicht über herannahende Gegnermassen. Ziel ist es, die gefangen genommenen Geiseln aus der Gewalt des Feindes zu bekommen. Daher müsst ihr mit Vorsicht agieren, um nicht versehentlich die Geiseln zu treffen. In den späteren Levels war Commandos ein harter Brocken, füllte sich der Bildschirm – dank des hohen Gegneraufkommens – zusehends mit feindlichen Projektilen.


Elite (Acornsoft, Genremix)

David Brabbens Elite genießt unter C64-Fans absoluten Kultstatus. Das Spiel war dank seines ungewöhnlichen Genremixes mit Anteilen aus Shoot'em Up, Wirtschaftsspiel und Simulation äußerst abwechselungsreich. In erster Linie ist es euer Ziel, mit einem Raumgleiter durch das Weltall zu fliegen und Waren an ferne Zivilisationen zu verkaufen. Dies ist aber nicht die einzige Möglichkeit, um sein Vermögen zu steigern. Piraterie gibt es schließlich auch im Weltall und mit der passenden Bordbewaffnung lässt sich so manches Gefecht in den unendlichen Weiten anzetteln. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Elite war – neben der Verbindung mehrerer Genres – die außergewöhnliche grafische Darstellung. Die Vektorgrafik in 3D ist zwar aus heutiger Sicht alles andere als schick, war jedoch im Jahre 1985 bahnbrechend.


Friday the 13th (Domark, Adventure)

In Anlehnung an den bekannten Film brachte Domark 1985 das Spiel zum Horrorstreifen für den C64 auf den Markt. Wie in der filmischen Vorlage spielt sich auch die Versoftung im kleinen Feriendorf Crystal Lake ab. Der wahnsinnige Killer Jason ist dort unterwegs und stets auf der Suche nach neuen Opfern. Für euch gilt es nun, Jason zu finden und auszuschalten, bevor ihr selbst Opfer des Massenmörders werdet. Dabei dürft ihr euch frei im Dorf, das aus insgesamt zwanzig Bildschirmen besteht, bewegen. Hat Jason zwischenzeitlich zugeschlagen und ein neues Opfer gefunden, wird eine von mehreren bekannten Melodien eingespielt. Die prominente Trackliste geht von Bachs Toccata über Old MacDonald bis hin zum Trauermarsch von Beethoven. Damit geht Friday the 13th als eines der ersten Spiele mit einem hochkarätigen Soundtrack in die Geschichte ein… und das alles mit drei Soundkanälen.


International Karate (System 3, Kampfspiel)

Mit International Karate bringt System 3 den Vorläufer der heutigen Beat'em Ups auf dem Brotkasten. In einer idyllischen Landschaft stehen sich stets drei Karatekas gegenüber, die im World Championship antreten. Sieger des Matches ist, wem zuerst eine bestimmte Anzahl an Treffern gelungen ist. Dabei ist es egal, wie oft man selbst zu Boden geht, jedenfalls solange kein Gegner die nötige Trefferzahl erreicht hat. Geht ihr als Sieger aus dem Match hervor, gelangt ihr in die nächste Stage, in der härtere Gegner auf euch warten. Wie so viele C64-Spiele, ist auch International Karate zu zweit spielbar. Weiterhin erwähnenswert ist der Soundtrack des 8 Bit-Virtuosen Rob Hubbard, der C64-Fans sicherlich noch ein Begriff ist.


Winter Games (Epyx, Sportspiel)

Nach dem großen Erfolg von Summer Games im Jahr 1984, schob Entwickler Epyx ein Jahr später gleich sein nächstes Sportspiel hinterher. Diesmal beschäftigten sich die Olympischen Spiele allerdings mit den Winterdisziplinen. Ähnlich dem Vorgänger, waren die einzelnen Sportarten spielerisch sehr abwechslungsreich. Ansonsten setzte man bei Epyx auf Altbewährtes. Der Mehrspielermodus war ebenso wieder mit an Bord, wie die ergreifenden Nationalhymen der einzelnen Länder. Insgesamt waren sieben Disziplinen spielbar: Hot Dog, Biathlon, Figure Skating, Ski Jump, Speed Skating, Free Skating, Bobsled. Motivierend war zudem, dass die Weltrekorde auf der Diskette abgespeichert werden konnten. So konnte man seine cybersportlichen Leistungen dokumentieren und vor seinen Freunden damit prahlen.


Yie Ar Kung-Fu (Konami, Kampfspiel)

Spielerisch war Yie Ar Kung-Fu sicherlich nicht so weit ausgereift wie ein International Karate, dafür glänzte Konamis Prügler mit anderen Qualitäten. So sorgten die unterschiedlichen Gegner für eine besondere Vielfalt. Jeder Kontrahent verfügte über eine andere Waffe und erforderte eine andere Herangehensweise an den Kampf. Der langsame Pole mit seinem langen Stab ließ sich zwar gut treffen, konnte das Match aber oftmals schon mit einem einzigen Schlag beenden. Die flinke Star mit ihren Shuriken hatte hingegen nur wenig Schlagkraft, griff dafür aber gerne aus der Distanz an. Der größte Gegner war jedoch die Steuerung, die über wenig Präzision verfügte. Trotz der vielfältigen Gegner ist Yie Ar Kung-Fu eher schlecht gealtert, wie auch die Downloadversion für die Xbox 360 beweist.





In den Jahren 1984 und 1985 hat Commodores Brotkasten mächtig angezogen. Etliche All Time Classics erschienen in diesen beiden starken Jahrgängen. Nicht wenige von ihnen waren Pioniere und begründeten neue Genres. Grafisch haben die Spiele ebenfalls einen Sprung nach vorne gemacht. Dies liegt wohl insbesondere daran, dass immer mehr Entwickler ihre Spiele auf dem C64 programmierten und sie nicht lediglich für das System portierten. So wurde die Grafikpower, die der C64 im Vergleich zu vielen Konkurrenten hatte, auch besser ausgenutzt.
 
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#1 | TaPuLaToR [08.05. | 16:27] 



1.710
C64 - Die Spiele: 1984 - 1985
International Karate habe ich gerne auf dem Amiga gespielt. Witzig war auch das Minispiel, in dem Bälle mit einem Schild abgewehrt werden mussten.


 






























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