Kaum ein Mythos, abgesehen von Vampiren vielleicht, hat das Horrorfilm-Genre so beeinflusst wie der des Zombies. Die Ursprünge finden sich im Voodoo, jedoch ist der lebende Tote derart flexibel, dass er in so gut wie jedes Setting passt. Ob als trotteliger Haushälter, Bedrohung aus dem All oder Ergebnis verbotener Pharma-Forschungen - wir nehmen euch mit auf eine kleine Rundreise durch die besten Zombie-Streifen der vergangenen Jahre.
Night of the Living Dead (1968)
George A. Romeros Kultfilm kann sich trotz stilechter Schwarz-Weiß-Optik durchaus noch mit aktuellen Hochglanz-Produktionen messen. Klar, die Zombies sehen mit Gummi-MakeUp nicht gerade authentisch aus, jedoch überzeugt der Streifen mit tiefgründigen Charakteren und Konflikten auf psychologischer Ebene. Als Schauplatz dient eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Dort steigen die Toten aus unerfindlichen Gründen aus ihren Gräbern und fallen über die Bevölkerung her. Eine Gruppe Überlebender flüchtet in ein abgelegenes Haus und muss sich dort im Laufe einer Nacht gegen die einfallenden Zombie-Horden zur Wehr setzen.
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Zombie-Faktor: 



Die Schlange im Regenbogen (1988)
Mit “Die Schlange im Regenbogen” wagt sich auch Horror-Regisseur Wes Craven erstmals an die Zombie-Thematik und beleuchtet sie an ihrem Ursprung – der kreolischen Voodoo-Religion. Hauptdarsteller Bill Pullman reist im Auftrag eines Pharma-Konzerns nach Haiti, um dort ein mysteriöses Pulver zu erforschen, das klinisch Tote wieder zum Leben erwecken kann und sie zu willenlosen Sklaven macht. Zusammen mit einer ortsansässigen Ärztin schlittert der Amerikaner jedoch schnell tiefer in die geheimen Praktiken der haitianischen Voodoo-Priester, als ihm lieb ist. Düster inszeniert, mit frischem Setting und brauchbaren Effekten sollte der hierzulande eher unbekannte Horror-Thriller in keiner Zombiefilm-Sammlung fehlen.
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Zombie-Faktor: 



Braindead (1992)
In Peter Jacksons Splatter Komödie "Braindead" herrscht eine ganz andere Art der untoten Bedrohung. Ein Ratten-Affe wurde von der verhängnisvollen Insel Skull Island nach Neuseeland importiert, um dort als Zoo-Attraktion zu fungieren. Der Hauptcharakter Lionel trifft sich, wie es der Zufall so will, in genau diesem Zoo mit seiner neuen Flamme Paquita, was der Mutter von Lionel so gar nicht schmeckt. Nach einem aufbrausenden Auftritt wird diese von dem unheimlichen Affen gebissen, was schliesslich zu ihrem Tod führt. Doch dieser Zustand hält nicht lange an... "Braindead" gilt als der blutigste Film aller Zeiten, allein in dem finalen Kampf gegen die zahlreichen Untoten spritzen über 300 Liter Kunstblut über den Bildschirm. Der Streifen ist voller kranker, überdrehter und brutaler Ideen und hinterlässt den Zuschauer oft halb lachend, halb würgend vor dem Bildschirm. Ein Kultklassiker unter den Zombie-Filmen.
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Dawn of the Dead (1978/2004)
Ein geniales Original von George A. Romero wird 16 Jahre später von „300“-Regisseur Zack Snyder als noch viel genialeres Remake auf die Leinwand gebannt. Der Film zeigt, wie eine Zombie-Epidemie in einer amerikanischen Kleinstadt ausbricht und innerhalb kürzester Zeit das ganze Land im Todesgriff hält. Dabei ist vor allem der Übergang von banaler Normalität zum totalen Chaos grandios inszeniert. Der Zuschauer begleitet eine junge Krankenschwester auf ihrer Flucht und zeigt, wie sie sich mit einer Gruppe Überlebender in einem Einkaufscenter verschanzt. Was zu Beginn wie eine sichere Festung anmutet, entpuppt sich jedoch schnell als tödliche Falle, der die Protagonisten in letzter Minute entrinnen müssen.
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Land of the Dead (2005)
Nach fast 20 Jahren Sendepause wagte sich Altmeister George A. Romero 2005 an einen neuen Zombie-Streifen. Im Gegensatz zu „Night of the Living Dead“ beschäftigt sich „Land of the Dead“ nicht mit dem Ausbruch einer Zombie-Epidemie, sondern ist einige Monate nach einer solchen angesiedelt. Während sich die wohlhabenden Überlebenden in Hochhäusern verschanzen, werden die weniger Glücklichen auf den von Untoten wimmelnden Straßen ihrem Schicksal überlassen. „Land of the Dead“ ist zwar actionreich inszeniert, kann jedoch aufgrund flacher Charaktere und all zu schlauer Zombies im gesamten Verlauf nicht wirklich mitreißen. Für Romero-Fans vielleicht ein Meisterwerk, alle anderen schauen sich lieber „Dawn of the Dead“ an.
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Rec (2007)
Ein echter Horror-Geheimtipp fand mit “Rec” vor zwei Jahren seinen Weg in die deutschen Kinos. Im Stile von „Blair Witch Project“ wird das Geschehen aus einer wackeligen Handkamera-Perspektive gezeigt. Im Mittelpunkt stehen eine junge TV-Moderatorin und ihr Kameramann, die für eine Reportagen-Reihe eine Feuerwehr-Einheit auf ihrer Nachtschicht begleiten. Als die Löschzüge in ein Wohnhaus beordert werden, in dem eine seltsame Krankheit ausgebrochen ist, beginnt jedoch erst der wahre Horror. Von den Behörden unter Quarantäne gestellt, sind die Bewohner den tollwütigen Untoten hilflos ausgeliefert und ein nervenaufreibender Kampf ums Überleben beginnt. „Rec“ ist aufgrund der actionreichen Erzählperspektive extrem authentisch und lässt sich auch von dem 2008 produzierten US-Remake „Quarantine“ nicht das Wasser reichen.
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Im
»zweiten Teil unserer Special-Reihe widmen wir uns Filmen wie Planet Terror, 28 Days/Weeks Later, Fido uvm.