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LITERATUR FÜR WARHAMMER 40K-SPIELER
 Special von Peter Schopf (27.04.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Zwischen den Sternen herrscht kein Frieden. So optimistisch gestimmt lauten die einleitenden Worte zum Warhammer 40K-Universum aus dem Hause Games Workshop. Einigen Strategie-Fans unter euch ist der Name vielleicht ein Begriff, da zuletzt der neueste Ableger der Dawn of War-Reihe spielerisch überzeugen konnte. Aber trotz gelungener Software-Umsetzung bleibt das eigentliche Universum im Verborgenen. Deswegen haben wir für euch einen weiterführenden Blick auf die zahlreichen im Heyne-Verlag erschienen Romane geworfen.


Farbenfrohes Spektakel

Zu bunt und zu stark an Comics angelehnt, empfand ich bereits das erste Dawn of War. Denn das eigentliche Tabletop-Spiel ist wesentlich düsterer gehalten als seine Versoftungen. Auch ein Blick auf die Urahnen Chaos Gate und Final Liberation zeigt das gleiche Bild. Doch halt, was bedeutet eigentlich Tabletop? Hiermit ist gemeint, dass man mit liebevoll selbst bemalten Miniaturen und einem komplexen Regelwerk z.B. auf einer Tischplatte epische Schlachten zwischen verfeindeten Armeen nachstellt. Schach für Fortgeschrittene, wenn man so will.

Und eingangs waren die Miniaturen in ihrer Farbgebung in den ersten Editionen tatsächlich bunt gehalten. Im Laufe der Neunziger Jahre dann wandelte sich das Styling immer mehr in Richtung der düsteren Weltraum-Saga unserer Tage. Genauso finster präsentieren uns deswegen die Autoren der Black Library, dem Verlag des Universum-Erfinders Games Workshop, die Ereignisse im Jahr 40.000.


Ultramarines (Sammelband)

Wenn wir schon beim Thema düster sind, dann sticht hier besonders der Schotte Graham McNeil heraus. Im Sammelband Ultramarines beschreibt er wie kein Zweiter die Abenteuer des Space Marines Uriel Ventris auf eine ausgeprägt makabere Weise. Besonders Einsteigern, die keinen der drei Bände „Nachtjäger“, „Die Krieger von Ultramar“ und „Toter Himmel, Schwarze Sonne“ bei sich im Bücherregal stehen haben, gelangen so für kleines Geld zu rund 1.280 Seiten Lesevergnügen. Im Umfang enthalten ist auch eine Kurzgeschichte, die als Prolog zu den Büchern zu verstehen ist, und exklusiv diesem Sammelband beiliegt.

Im Mittelpunkt steht wie bereits erwähnt der Space Marine aus dem Orden der Ultra Marines. Dabei gilt es im Namen des Imperators anfangs gegen die bösen Eldar vorzugehen, einer Tyranniden-Invasion und zuletzt inmitten einer Chaos-Welt Dämonen zu trotzen. Prägend für die Erzählungen sind die detailliert beschriebenen Gewalt-Passagen, wo sich z.B. ein Eldar-Chirurg über seine unfreiwilligen Patienten hermacht oder böswillige Dämonen Experimente an ihren Opfern durchführen. Klasse ist auch die Tatsache, dass es Graham McNeil gut gelingt, den Ultramarines-Orden mit Leben zu erfüllen, indem er dem Hauptcharakter Uriel Ventris den Nachfolgeorden der Mortificators gegenüberstellt. Einem Space Marine-Orden zweiter Gründung, der sich auf das Trinken von Blut, das Ausstellen der Gebeine gefallener Krieger und allen anderen Sitten versteht, von dehnen sich die Ultramarines eigentlich distanzieren wollten.

Etwas ermüdend empfand ich hingegen, wenn der Autor in seinen Schlachten die einzelnen Schiffe oder Panzer so beschreibt, als ob es Handlungsträger der Geschichte wären. So fühlt man sich schnell an die Schlachten an der besagten Tischplatte erinnert, aber in Roman-Form wird der Leser überfrachtet und man überliest gerne die ein oder andere Zeile. Besonders ärgerlich ist das, weil sich das Stilmittel im zweiten Band wiederholt, aber zum Glück nicht mehr im dritten. Hier gibt auch das Szenario eine ganz andere Marschrichtung vor. Ärgerlich ist zudem, dass McNeil hier auch einen anderen Charakter aus einem anderen Roman miteinfließen lässt, dessen Geschichte aber noch nicht ins Deutsche übersetzt worden ist. So werden einige Anspielungen einfach nicht verstanden.

Ganz klares Fazit: zugreifen, denn für kleines Geld erhält man großes Lesevergnügen samt Bonus. Beim Lesen nicht vergessen, dass die Erzählweise hier besonders düster geraten ist, aber ansonsten erlebt man Schlachtengetümmel auf hohem Niveau.


Der Große Bruderkrieg

Hinter dieser Roman-Reihe findet der Warhammer-Fan ganz großes Kino. Denn er wird zurückversetzt in die vergangenen Ereignisse rund um die Primarchen und den Imperator selbst. Während im aktuellen Zeitstrahl Namen wie Russ, Guillaume oder auch Horus von ihren Anhängern nur äußerst ehrerbietig genannt werden, sind es hier lebendige Personen, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. So erleben wir im ersten Band der mehrteiligen Reihe mit, wie der Kriegsmeister Horus noch Feuer und Flamme für das Imperium ist und es andächtige Space Marines zum ersten Mal mit dem negativen Auswirkungen des Chaos zu tun bekommen. Wer den Verlauf der Geschichte nicht kennt, dem sei gesagt, dass sich Horus unter Einfluss der Warp-Götter gegen seinen Schöpfer, den Imperator, wenden und in einem beispiellosen Kreuzzug gegen die eigene Truppen ziehen wird. Schließlich im großen Finale auf Terra wird der einstige Lieblingssohn seinen Vater so stark verwunden, dass dieser an einen lebenserhaltenden Thron ohne Bewusstsein gefesselt sein wird. Er hingegen kommt dabei zu Tode und seitdem sind die anderen Patriarchen entweder Tod oder gelten als vermisst.

Aber bis dahin ist noch lange Zeit, denn am Anfang ist Horus natürlich noch der gefeierte Kriegsmeister, wo Autor Dan Abnett sich nicht zu schade ist eine Lobhymne nach der nächsten auf seinen Hauptcharakter abzufeuern. Allerdings wirkt das Ganze nicht überzogen, denn wenn man bedenkt, dass man diese Ikone des Warhammer-Universums auf seinem Werdegang begleiten kann, nur angemessen. Man erlebt die Handlung im Übrigen nicht aus den Augen des späteren Chaos-Generals, sondern aus denen des Kompanie-Captain Garviel Loken der Lunar Wolves. Mit ihm erleben wir die ersten Anzeichen des Warps und wo der Zerfall des Imperiums seinen Ursprung genommen hat. Dabei ist der Band keineswegs abgeschlossen, sondern von Roman zu Roman führt ein anderer Autor der Black Library die Reihe gleichermaßen gelungen fort. Dabei ist der Handlungsstrang der ersten drei Bücher fortwährend und ab dem vierten Band erleben wir die Rahmenhandlungen aus einer anderen Sichtweise oder auch mal andere Geschichten rund um das Primarchen-Zeitalter.

Gelungener Lesestoff, der zu Recht in seiner englischen Originalausgabe schneller ausverkauft war, als man zugreifen konnte. Als Einstieg nicht unbedingt empfehlenswert, da man als frischer Leser noch nicht die Tragweite mancher Ereignisse erahnen kann, aber auch ohne Insider-Kenntnisse eine gelungene Lektüre. Das Beste was die Black Library im SciFi-Universum aufbieten kann.


Kriegstrommeln

Spieler des ersten Teils der Dawn of War-Reihe erleben hier ein Déjà Vu. Denn hier erzählt C.S. Goto die Ereignisse des Hauptspiels nach. Dabei sind die Geschehnisse rund um die Blutengel, die Ork-Invasion und die Einmischung des Chaos recht ordentlich erzählt, aber es springt auch nie so richtig der Funke über. Natürlich flüchtet sich der Autor nicht wie andere Videospiel-Romanautoren in die plumpe Nacherzählung der Mechanik des Computerspiels, allerdings bleiben die Charaktere auch genauso platt, wie sie in in den Original-Zwischensequenzen wirken. Die Orks sind eben kriegslüstern und plump, das Chaos böse und die Menschen pflichtbewusst und voller Ehrfurcht dem Imperator gegenüber.

Für den Einstieg in die WH40K-Romane interessant, aber man sollte nicht vergessen, dass es bereits bessere Geschichten in diesem Universum gibt. Wäre der Roman ein Spiel, dann würde die Wertung nicht jenseits der 80-Prozent-Marke ausfallen, aber auch nicht allzu weit davon entfernt.


Achtung, Übersetzung

Natürlich gibt es noch viel mehr Bücher, die hier einfach erwähnt werden müssen. So sei auch auf die Eisenhorn- oder Ravenor-Trilogie verwiesen oder auch die zahlreichen Bücher rund um Gaunts Geister. Wenn gewünscht stelle ich diese auch in einem zweiten Special gerne vor. Aber bis dahin am besten dem Buchhändler seines Vertrauens einen kleinen Besuch abstatten und losgelesen. Empfehlungen liegen euch ja vor. Lesen könnt ihr die Bände übrigens durcheinander. Viele Romane bauen zwar lose aufeinander auf, aber außer der Tatsache, dass euch manche Schilderungen nichts sagen werden, sind diese durchweg gut verständlich.

Eine Warnung will ich euch aber noch mit auf den Weg geben. Nämlich die vor der deutschen Übersetzung. Hier hat sich Christian Jentzsch zwar Mühe gegeben, aber man merkt, dass einige gängige Fachbegriffe einfach falsch übersetzt worden sind. Das kommt eben dabei heraus, wenn man einen Übersetzer ohne Vorkenntnisse beauftragt bzw. das fertige Dokument nicht durch Fans gegenlesen lässt.







#1 | Manuel [18.09. | 18:49] 



47
Literatur für Warhammer 40K-Spieler
Eine Erweiterung des Specials zum Release von "Space Marine" plant ihr aber nicht?


 












Offizielle Website:
 blacklibrary.com



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