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VOM FILM ZUM SPIEL - LIZENZ-VERSOFTUNGEN
 Special von Sven Reisbach (20.04.2010) Artikel-Feed (RSS) abonnieren

Film und Spiel rücken immer näher zusammen. Das gilt nicht nur für die Produktionskosten und den betriebenen Aufwand bei der Präsentation, sondern vor allem für die Symbiose: Spiele, die Vorlage für Filme sind und umgekehrt Filme, die die Vorlage für ein Spiel darstellen. In diesem Special wollen wir uns eben diesen Umsetzungen von Filmen widmen und aufzeigen, welche Qualitäten solche Spiele haben... und wo sie gnadenlos durchfallen.


Die zarten Anfänge


Spiele, die auf Namen bekannter Filme basieren, gab es schon seit frühesten Zeiten. Man denke nur an die pixeligen Abenteuer der Ghostbusters auf den damaligen Heimcomputern, die nur wenig mit dem zuletzt erschienenen Videospiel um die Geisterjäger gemein hatten. Aber auch diverse andere Franchises können auf eine frühe Versoftung zurückblicken. Egal, ob Indiana Jones, Batman, Zurück in die Zukunft oder Freitag der 13te: Schon auf dem C64 wurden Spiele auf der Grundlage von Filmen verkauft. Oft dienten solche Games vor allem zur weiteren Promotion des dazugehörigen Filmes und wurden selbst kaum großartig beworben.

Einen größeren Boom erlebten die Film-Versoftungen dann allerdings mit dem Auftreten der Heimkonsolen und dem Gameboy. Hier wurde quasi alles lizenziert und verwurstet, was auch nur annähernd Gewinn versprach. Die meisten Spiele waren in dem zu der Zeit recht populären Action- und Jump'n'Run-Genre angesiedelt und bezogen sich inhaltlich mal mehr, mal weniger auf die große Vorlage. So bekamen der Kinofilm Terminator und dessen Nachfolger jede Menge verschiedener Umsetzungen spendiert, von Lightgun-Shootern bis Action-Ballereien à la Turrican. Und gerade letzteres war für viele Spiele der 1990er Jahre quasi Standard - die meisten Versoftungen waren damit austauschbar und unterscheiden sich im Grunde nur marginal. Aber auch die Mischung aus Action und Jump'n'Run war zu jener Zeit sehr beliebt. So konnten unzählige Helden aus Film und Fernsehen ihre Abenteuer in der Seitenansicht erleben: Spiderman, die Turtles, Batman, ...


Konstanter Markt

Viele der Marken hielten sich über die Jahre sehr konstant. So brachte jede neue Konsole auch wieder neue Abenteuer der bekannten Charaktere hervor. Das N64 von Nintendo, gepaart mit dem Erfolg von Super Mario 64, blieb auch den Produzenten von Film-Versoftungen nicht verborgen. Viele der späteren Spiele, besonders jene für Kinder, orientierten sich an dem Vorzeigeklempner. So konnte man bei jedem Disney-Film davon ausgehen, dass auch ein entsprechendes Jump'n'Run folgen würde, welches sich an der Handlung des dazugehörigen Filmes orientierte. Daran hat sich auch bis heute nur wenig geändert - das Genre ist bei den Filmumsetzungen definitiv eines der beliebtesten überhaupt.

Schon auf der Xbox und der PlayStation 2 machten die Spiele inhaltlich eine Trendwende und wurden zu einer ernsthaften Erweiterung der Film-Handlung. So etwa die Geschichte um Riddick, welche in dem Xbox-Spiel »Escape from Butcher Bay eine Vorgeschichte bekam. Oder »Enter The Matrix, in dem die Handlung der Matrix-Trilogie aus einem anderen Blickwinkel - der Spieler übernahm die Rollen der Nebencharaktere Niobe und Ghost - präsentiert wurde. Erst später, mit »Matrix: Path of Neo konnte die Filmhandlung nachgespielt werden - allerdings hatte auch diese Versoftung nur wenige Qualitäten zu bieten.

Auch heute noch basieren viele Versoftungen auf der Geschichte des dazugehörigen Filmes - oft wird jedoch auch im Universum des jeweiligen Franchise eine eigene Handlung erzählt. So ermöglichen die diversen Star Wars-Versoftungen immer neue Einblicke in das berühmte Film-Universum. Ein besonderer Fall ist »Ghostbusters: Das Videospiel: In Ermangelung eines dritten Filmes ließ man die Originalschreiber der Filme eine eigene Fortsetzung in Spielform erschaffen. Auch für Batman vermied man es, direkt die Filme zu adaptieren und orientierte sich an einer 1989 erschienenen Comic-Geschichte. Eine gute Entscheidung, denn »Batman: Arkham Asylum konnte Spieler und Presse gleichermaßen begeistern.

Trotz vieler positiver Beispiele: Videospiel-Adaptionen von Filmen sind auch heute oft noch müde runtergekurbelte Massenware, die kaum lange motivieren kann. Aber wie in jedem Bereich findet sich auch hier manche Perle, die man sich als Spieler nicht entgehen lassen sollte.





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#1 | Micha [20.04. | 17:01] 



12.903
Lizenz-Versoftungen
Meine absoluten Favoriten sind eindeutig die beiden Indiana Jones-Adventures von LucasArts. Denise ist als Kind mal auf König der Löwen reingefallen (unspielbar). Auch ich wurde von denen "Spielen zum Film" meist enttäuscht.

#2 | PhanZero [20.04. | 17:19] 



10.633
Vom Film zum Spiel - Lizenz-Versoftungen
Die Indy-Adventures sind echt grandios! Eigentlich blöd, dass ich die hier vergessen habe zu erwähnen. :( Lions King hatte ich damals auch, auf dem PC - grauenvoll, wie so viele Lizenz-Versoftungen. Aber gerade Ghostbusters, Batman und Riddick sind halt wirklich Beweis, dass es auch anders geht.

#3 | TaPuLaToR [20.04. | 21:57] 



1.710
Vom Film zum Spiel - Lizenz-Versoftungen
Gerade in meinen frühen Zocker-Tagen bin ich häufig auf den Spiel-zum-Film-Zug aufgesprungen. Dabei bin ich nicht schlecht gefahren! Selbst Versoftungen, die in Rückblicken zerrissen werden, machten mir (komischerweise) Spaß.

Am häufigsten dürfte ich Total Recall gespielt haben. Technisch schwach, aber ich konnte die Schauplätze des Films besuchen. Außerdem war Arnies Trip zum Mars knackig anspruchsvoll.

#4 | :-P [21.04. | 10:48] 
Vom Film zum Spiel - Lizenz-Versoftungen
Also mal ganz ehrlich die spiele, wo die Entwickler zeit haben, werden auch meist ansprechend. Aber die Spiele die zu Merchandise zwecke auf den mark geschmissen werden, um zum selben zeitpunkt im Regal zu sein wie der Film grade im Kino zu bewundern ist, die sind der letzte scheiss. kenne keins spiel was da wiklich gut war. Batman würde ich hier auch nicht mit reinnehmen, das hält sich eher an der comicvorlage und das sehr gut bis auf die synchro hat das für mich nicht mit dem film zu tun, oder habe ich da was verpasst.

Ach ja meiner meinung nach funktioniert umgekehrt auch nicht. Viele sagen jetzt vielleicht Resident Evil der film ist voll geil, aber meiner meinung nach hat das auch null, aber wirklich null mit den spielen zu tun. Mal abgesehen von ein charackteren oder namen (z.B. umbrella) um irgendeine Verbindung zum spiel zu haben.

Oder Tomb Raider, gehört in meine Rubrik schlechteste Filme ever.... naja nur meine meinung.

Allgmein gesehen ist der Markt von solchen lizensierungen sehr rar gesäht mit anspruchsvollen spielen.

#5 | PhanZero [21.04. | 12:20] 



10.633
Vom Film zum Spiel - Lizenz-Versoftungen
Ein Special zum umgekehrten Weg (Games-Verfilmungen) folgt demnächst, eventuell sogar schon heute.

Es kommt denke ich auch weniger auf die Zeit an, die Entwickler zur Verfügung haben. Die Verführung ist nur groß, schnell ein allgemeines Grundgerüst herzunehmen, die Charaktere des Filmes reinzusetzen und dann das Teil mit dem dazugehörigen Film auf den Weg zu bringen. Die guten Games sind meist eigenständig - sie spielen im Universum des Filmes, sind aber mit einer eigenständigen Handlung gemacht: Batman, Riddick, Ghostbusters. Sie alle erschienen unabhängig von dazugehörigen Filmen und waren gut. Sie erweiterten oder führten den Film fort bzw adaptierten eben das Grundthema, orientierten sich am Franchise in anderen Medien (Comics), ...


 

























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