Erinnert sich noch wer an das Spiel „Thrust“? Na gut, ist ein bisschen älter, muss man also nicht kennen. Im Grunde ging es darum, ein Raumschiff durch eine 2D-Landschaft zu navigieren. Hierzu standen nur der Schub und die Möglichkeit, das Schiff zu rotieren, zur Verfügung. „Shred Nebula“, welches ihr auf dem Xbox Marktplatz findet, greift dieses Spielprinzip auf und erweitert es. Was draus geworden ist, erfahrt ihr weiter bei uns.
Vom Start weg...
...verwirrt. Das beschreibt meinen ersten Eindruck von „Shred Nebula“ am besten. Der Grund ist der: Die deutsche Lokalisierung ist ein (wohl ungeplanter) Witz! Das wird schon im Menü deutlich: Die Beschreibungen zu den einzelnen Punkten sind in einem Deutsch verfasst, bei dem jede automatische Übersetzungsroutine rot anlaufen würde. Aber auch an anderer Stelle wurde geschludert: Seid ihr im All unterwegs und erhaltet per Texteinblendung weitere Informationen zur Geschichte, so steht diese grundsätzlich auf Englisch da, während darunter der Text, der zum Weiterschalten auffordert, in deutscher Sprache prangt. Gratulation an die Übersetzer...
Aber widmen wir uns dem Spiel: Vom Hauptmenü aus erreichbar sind die verschiedenen Spiel-Modi. Ob Storymodus („Arcade Adventure“) oder Highscore-Jagd (sogar mit einem zweiten Spieler offline), ob Online-Deathmatch oder dergleichen - „Shred Nebula“ bietet eigentlich für jeden Spieler etwas passendes. Mag man zumindest meinen - letztlich läuft es in allen Modi aber auf das gleiche Geballer hinaus.
Hinaus ins All
Im Story-Mode erwartet euch eine (in englischsprachigen Text-Logs präsentierte) Geschichte, die euch durch über 20 Level führt. Eure Aufgabe hierbei: Feindliche Schiffe abballern und Items einsammeln. Wieder und wieder. Klar, auf dem Weg gibt es Gefahren wie gefährliche Nebel, die ihr meiden müsst, und auch jede Menge feindlicher Schiffe... aber im Grunde geht es wenig abwechslungsreich durch die Abschnitte. Ab und an scannt ihr Wracks und Drohnen und erhaltet so mehr Infos zur Hintergrundgeschichte oder auch die ein oder andere Verbesserung eurer Waffensysteme. Für besiegte Gegner gibt es Punkte, ab und an ein Extraleben und auch mal Items zum Auffrischen eurer Schildenergie. Die Extraleben habt ihr (trotz unendlicher Continues) auch bitter nötig, denn eure Feinde sind genretypisch eine wahre Übermacht, die euch mitunter gewaltig in die Zange zu nehmen weiss.
Das mag alles ein wenig öde und repetitiv klingen, wird aber durch die ganzen netten optischen Effekte und Explosionen aufgewertet. Mitunter sind diese aber auch ein Hindernis - dann knallt es überall auf dem Bildschirm und ihr verliert auch mal den Überblick. Ein weiteres grosses Manko: Im Test ist das Spiel mehrmals einfach abgestürzt.
Für die Liebhaber der deutschen Sprache anbei noch ein Beispiel der glücklosen Übersetzung, in diesem Fall aus der Hilfe, Abteilung "Einstellungen":
"
Adjust Spielprinzip Optionen und Audio und Video Einstellungen einstellen"
Alles klar? Schön.