Anders als “Beijing 2008” verfügt “Summer Athletics” nicht über die offizielle Olympia-Lizenz. Dementsprechend gibt es weder offizielle Hymnen zu hören noch die offiziellen Stadien zu sehen. Ob das dem Spielspaß einen Abbruch tut, erfahrt ihr in unserem Bericht vom Austragungsort.
Dabei sein ist alles?
Auch wenn "Summer Athletics" die offizielle Olympia-Lizenz fehlt, solltet ihr euch nicht vertun: Euch erwarten durchaus fordernde Wettkämpfe, allerdings eben ohne Olympia-Feeling. Grob unterteilt in die Sportarten Schwimmen, Turmspringen, Springen, Werfen, Laufen, Bogenschiessen und Radrennen findet ihr 26 unterschiedliche Spiele, die sich im Handling jedoch oft nur minimal unterscheiden. Ihr könnt euch entweder als Training im Einzelevent-Modus eine Disziplin heraussuchen und sie bis zur Perfektion trainieren, oder euch im Turniermodus behaupten. Hier habt ihr stets mehrere Wettkampf-Spiele hintereinander zu absolvieren und könnt euch sogar eigene Turniere zusammenstellen.
Doch was wäre eine Olympia... sorry, ein Wettkampf, wenn es nicht auch eine Karriere gäbe? Richtig: Nichts! Und so könnt ihr im Karrieremodus einen Charakter erstellen und ihn in Skills wie Kraft oder Ausdauer trainieren. Hierzu benötigt ihr Punkte, die ihr nach abgeschlossenen Herausforderungen erhaltet.
More player, more fun...
Wie die meisten Spiele dieser Gattung ist auch "Summer Athletics" auf Dauer langweilig, wenn man es alleine gegen die KI spielt. Darum könnt ihr sowohl Einzel- als auch Turniermodus mit bis zu drei Mitspielern an der Konsole bestreiten. Hierbei kommt das "Hotseat"-Verfahren zum Einsatz: Es ist immer ein Spieler an der Reihe, am Ende werden die Ergebnisse verglichen. Einen Online-Modus sucht ihr allerdings vergebens.
Spielerisch erwartet euch in "Summer Atletics" das bekannte Prinzip, das schon bei "Summer/Winter-Games" auf dem C64 erfolgreich funktionierte. Ihr müsst also entweder den Analogstick möglichst schnell abwechselnd nach rechts und links einschlagen oder hartnäckig auf einen oder mehrere Knöpfe hämmern. Damit kommt ihr bei einem Großteil der Spiele durch. Dann gibt es noch Disziplinen, die die realen Bewegungsabläufe mehr oder weniger orignalgetreu nachbilden. Beim Hammerwerfen müsst ihr z.B. den Analogstick kreisend bewegen, immer schneller werdend und dann mit einem Tastendruck zur rechten Zeit loslassen.
Von der technischen Umsetzung her begeistert "Summer Athletics" vor allem mit der optischen Präsentation, wenn auch einige derbe Clippingfehler mitunter das positive Gesamtbild trüben. Die Sprecher wurden zwar allesamt ins Deutsche lokalisiert, klingen jedoch eher belang- und lieblos - mehr Enthusiasmus wäre wünschenswert gewesen.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:
