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BOOM BOOM ROCKET
 Test von Benjamin Jakobs (28.04.2007) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Sonstiges Publisher:Electronic Arts
Termin:11. April 2007 Entwickler:Bizarre Creations

Feuerwerk! Fast jeder liebt es, trotz seiner Lautstärke. Oder vielleicht gerade deswegen? Wie auch immer. Selbst die Entwickler von Bizarre Creations („Project Gotham Racing“, „The Club“, „Geometry Wars“) scheinen es zu mögen, haben sie doch ein komplettes Arcadespiel zu diesem Thema gebastelt. Man könnte es fast „Guitar Hero Light“ nennen. Aber ist „Boom Boom Rocket“ seinen Preis wirklich wert?


Der Himmel brennt


Eins vorneweg: Eine Story dürft Ihr in „Boom Boom Rocket“ nicht erwarten. Stattdessen tobt Ihr Euch in vier verschiedenen Spielvarianten aus: Freestyle, Standard-, Ausdauer- sowie Übungsspiel. Im Standard-Modus läuft alles strikt normal ab. Die Raketen starten passend zum Rhythmus der Musik in den Himmel und müssen an der vorgegebenen Stelle mit dem richtigen Button gezündet werden. Schafft Ihr das, füllt sich am linken oberen Bildschirmrand langsam aber sicher ein Balken. Sofern dieser voll ist, aktiviert Ihr per Druck auf eine der Schultertasten die Bonusrunde. Nicht nur sieht das Feuerwerk dann noch etwas eindrucksvoller aus, es landen sogar mehr Punkte auf Eurem Konto. Lange dauert das jedoch nicht an, dann müsst Ihr den Balken wieder auffüllen. Doch Vorsicht. Wenn Ihr die Zündung einer Rakete verpasst, dann sinkt die Anzeige. Sofern sie bei Null angelangt ist, müsst Ihr wieder von vorne loslegen.

Im Übungsspiel könnt Ihr den ganzen Ablauf, wie der Name schon verrät, vorher ausführlich trainieren. Etwas rasanter wird es in der Variante „Ausdauer“. Erstmal gibt es hier keine Unterschiede zum normalen Ablauf, allerdings läuft die Musik nach einer gewissen Zeit immer schneller ab. Im Freestyle-Modus müsst Ihr lediglich den zur Raketenfarbe passenden Knopf drücken. Wer einfach nur zuschauen möchte, der begnügt sich mit dem Visualizer. Vor dem Start wählt Ihr Eure auf der Festplatte gespeicherten Songs an und beobachtet, wie das Spiel passend dazu ein spektakuläres Feuerwerk entfacht. Eure hart erarbeiteten Highscores werden nach Absolvierung einer Runde übrigens in einer Online-Rangliste verewigt, in der zum Teil schon wenige Punkte zwischen diversen Plätzen unterscheiden. Gegen einen Freund dürft Ihr ebenfalls antreten, aber leider nur offline.

Sämtliche Songs können übrigens in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespielt werden. Der einfachste davon eignet sich ganz gut für Einsteiger, während der härteste wohl lediglich etwas für geübte Gamepad-Akrobaten ist. Die mittlere Variante bietet hingegen eine Mischung aus beidem.


Die dunkle Stadt

„Boom Boom Rocket“ zählt ohne Frage zu einem der schönsten und stimmungsvollsten Arcadespiele bisher. Das Feuerwerk findet jeweils vor verschiedenen Abschnitten einer großen Metropole statt. Damit man es auch sieht, gibt es als Tageszeit natürlich ausschließlich die Nacht. Die Stadt selbst glänzt mit sehr vielen hübschen Details: Zahlreiche Lichter leuchten in der Dunkelheit, Autos fahren auf den Straßen umher, Helikopter fliegen durch die Luft und Schiffe sind auf dem Wasser zu sehen. Viele der Objekte spiegeln sich sogar zusätzlich noch in dem feuchten Nass. Nicht weniger schön ist das Feuerwerk an sich. Es gibt zahlreiche verschiedene Variationen, die zudem je nach Abschnitt noch die Umgebung erhellen.

Die zehn für „Boom Boom Rocket“ verwendeten Songs sind keinesfalls aus den aktuellen Charts. Stattdessen handelt es sich dabei um von Ian Livingstone neu aufgenommen Varianten alter Klassiker, die aber durch den Remix dennoch recht modern klingen.



Ja, ich mag Feuerwerk. Wohl auch deswegen interessierte mich „Boom Boom Rocket“ schon seit der Ankündigung. Nichtsdestotrotz ist aber mein Interesse für solche Musikspiele nicht zuletzt seit „Elite Beat Agents“ noch weiter gestiegen. „Boom Boom Rocket“ spielt sich sehr einfach, sieht für ein Arcadespiel fantastisch aus und macht einfach Spaß. Für moderate 800 Microsoft Punkte bekommt man hier auf jeden Fall ein hervorragendes Spielchen für die Pausen zwischen den Vollpreistiteln. Größter Kritikpunkt ist in meinen Augen der fehlende Onlinepart (abgesehen von der Rangliste), wodurch kein direkter Konkurrenzkampf mit Freunden entsteht.
 
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Pro:
einfaches Spielprinzip
schöne und stimmungsvolle Grafik
gelungener Soundtrack
mehrere Spielmodi

Contra:
nur zehn Songs
Multiplayer leider nur offline


Offizielle Website:
 XBL-Arcade



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