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GUITAR HERO: GREATEST HITS
 Test von Sebastian Hamers (29.06.2009) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Partyspiel Publisher:Activision
Termin:26. Juni 2009 Entwickler:Beenox

Durchstreift man die Releaselisten der letzten Jahre, so erblickt man den Titel Guitar Hero auffallend häufig. Beinahe in inflationärer Form bringt Publisher Activision einen neuen Teil der Reihe auf den Markt. Keine Frage, Musikspiele sind einer der ganz großen Trends der letzten Zeit. Und die Reihe Guitar Hero spielt dabei ganz vorn mit. Nach neun (!) Veröffentlichungen seit November 2005 bringt Activision nun die Essenz der Reihe auf einer Disk auf den Markt. Guitar Hero: Greatest Hits ist die erste Compilation einer Musikspielreihe. Ist der Titel eine lohnende Investition oder doch nur pure Abzocke? Wir haben den größten Hits auf den Zahn gefühlt.


Das Genre der Musikspiele war auch im Jahre 2005 nicht wirklich neu. Doch erst Guitar Hero hat diese Art des Spielens salonfähig gemacht. Der Hauptgrund für den großen Erfolg liegt dabei sicherlich im innovativen Gitarren-Controller begründet. Was sich bereits im ersten Teil richtig gut anfühlte, hat durch die Hinzunahme von Drumkit und Mikrofon die Perfektion erlangt. Seit dem Erscheinen von Rock Band gehört der Auftritt einer ganzen Band zum Standard. Diesem Trend konnte sich auch Activision nicht verschließen. Mit Guitar Hero: World Tour bekam auch das hauseigene Franchise den erweiterten Instrumentenfuhrpark spendiert.

Doch was wird aus den alten Vorgängerspielen? Gehören diese mit ihrer „Gitarren-only-Steuerung“ nun zum alten Eisen? Mitnichten! Die Songs aus den ersten Spielen der Serie funktionieren immer noch gut und bieten gute Unterhaltung für echte Rocker. Dies hat sich Activision wohl auch gedacht, als sie das Konzept für das vorliegende Spiel ausgetüftelt haben. In der Musikbranche sich solche „Best Ofs“ an der Tagesordnung. Warum sollte dies also nicht auch auf die Videospielbranche übertragbar sein? Die Idee einer „Greatest Hits“-Sammlung verspricht eine schnelle Kasse. Einfach die fünfzig besten Songs auf eine Disc pressen… neues Artwork dazu… fertig!


Greats Hits vs. Originals

So einfach haben es sich die Guitar Hero-Macher zum Glück aber nicht gemacht. Der Clou der Sammlung ist sicherlich die Integration der neuen Instrumente. Konnte der geneigte Rocker auf Guitar Hero, Guitar Hero 2, »Guitar Hero III: Legends Of Rock, »Guitar Hero: Aerosmith und Guitar Hero: Rock The 80s lediglich mit Bass und Gitarre loslegen, darf auf sämtlichen Tracks nun ebenso getrommelt und gesungen werden. Doch auch auf anderer Ebene unterscheiden sich die Songs der Compilation von den Originalen. Als Harmonix das erste Guitar Hero aus der Taufe hob, zeigte es sich noch als schwierig, genügend Künstler für einen Auftritt in einem Videogame zu begeistern. Heute sieht dies natürlich ganz anders aus. Die Bands und Solokünstler reißen sich förmlich darum einen ihrer Songs zu Guitar Hero oder »Rock Band beizusteuern. Ein Auftritt in einem bekannten Musikspiel treibt schließlich auch die Verkäufe ihrer Singles und Alben in die Höhe. Daher war es für Activision nun ein Leichtes, die Coversongs durch Originalaufnahmen zu ersetzen. Egal ob Deep Purple, The Police oder Judas Priest. Selbst die großen Topacts sind nun im Original zu hören.


Mehrwert durch Zusatzfeatures?

Es ist also einiges an Mehrarbeit für die Macher des Spiels in das fertige Produkt eingeflossen. An anderer Stelle wurde dafür wieder auf Altbewährtes gesetzt. So wurde auch der Greates Hits Sammlung ein Tonstudio hinzugefügt, das jedoch genauso sperrig geblieben ist wie bei »Guitar Hero: World Tour. Wer wirklich einen guten Song zusammenbasteln will, sollte also einiges an Zeit zur Einarbeitung in das Programm mitbringen. Das Erstellen eines Songs in wenigen Minuten ist einfach nicht möglich. Musikalische Naturen dürften in dem Baukasten jedoch bestimmt einen gewissen Mehrwert entdecken.

Ob dies auch für den Karrieremodus zutrifft, ist allerdings fraglich. Dieser fällt nämlich leider recht schlicht und einfallslos aus. Eure Band spielt sich dabei lediglich durch die verschiedenen Bühnen der Welt. Um die nächste Stage freizuschalten, müsst ihr euch lediglich so lange mit den auswählbaren Songs beschäftigen, bis ihr eine bestimmte Anzahl an Sternen erzielt habt. Bezüglich der Karrieremodi hat die Rock Band Konkurrenz also immer noch deutlich die Nase vorn. Immerhin müsst ihr euch nicht durch die Karriere quälen um alle Songs freizuspielen. Alle Lieder sind glücklicherweise bereits vom Start weg verfügbar.


Tracklist – Wie gelungen ist die Auswahl der Songs

Einen Großteil der insgesamt 48 Songs bezieht Guitar Hero: Greatest Hits aus den ersten beiden Teilen der Serie. Die beiden Ableger Rock The 80s und Aerosmith sind leider etwas unterrepräsentiert. Auch aus dem meistverkauften dritten Teil schafften es nur wenige Songs ins Spiel. Eine „Best Of“-Sammlung wirft dabei unweigerlich die Frage auf, nach welchen Kriterien die Compilation zusammengestellt wurde. Aus dem umfangreichen Repertoire von Aerosmith hätte man sicherlich auch bekanntere Titel auswählen können als den vorliegenden Song „Back In The Saddle“. Sicherlich wird der ein oder andere Rockfan seinen Lieblingssong vermissen, im Großen und Ganzen geht die Songauswahl jedoch in Ordnung. Einziger Wermutstropfen ist jedoch das Auslassen der beiden neuesten Teilen der Serie: Guitar Hero: World Tour und Guitar Hero: Metallica.

Abschließend wollen wir euch die komplette Tracklist von Guitar Hero: Greatest Hits nicht vorenthalten. Rock on!

Guitar Hero
• Blue Öyster Cult - "Godzilla"
• Boston - "More Than A Feeling"
• Deep Purple - "Smoke On The Water"
• Franz Ferdinand - "Take Me Out"
• Helmet - "Unsung (Live)"
• Incubus - "Stellar"
• Joan Jett & The Blackhearts - "I Love Rock N' Roll"
• Ozzy Osbourne - "Bark At The Moon"
• Pantera - "Cowboys From Hell (Live)"
• Queen - "Killer Queen"
• Queens Of The Stone Age - "No One Knows"
• The Donnas - "Take It Off"
• The Exies - "Hey You"
• White Zombie - "Thunder Kiss '65"

Guitar Hero 2
• Alice In Chains - "Them Bones"
• Avenged Sevenfold - "Beast And The Harlot"
• Danzig - "Mother"
• Foo Fighters - "Monkey Wrench"
• Iron Maiden - "The Trooper"
• Jane's Addiction - "Stop!"
• Kansas - "Carry On Wayward Son"
• Lamb Of God - "Laid To Rest"
• Lynyrd Skynyrd - "Free Bird"
• Mötley Crüe- "Shout At The Devil"
• Nirvana - "Heart-Shaped Box"
• Rage Against The Machine - "Killing In The Name"
• Reverend Horton Heat - "Psychobilly Freakout"
• Rush - "YYZ"
• Stone Temple Pilots - "Trippin' On A Hole In A Paper Heart"
• The Police - "Message In A Bottle"
• The Sword - "Freya"
• Warrant - "Cherry Pie"
• Wolfmother - "Woman"

Guitar Hero 3: Legends Of Rock
• AFI - "Miss Murder"
• DragonForce - "Through The Fire And Flames"
• Heart - "Barracuda"
• Kiss - "Rock And Roll All Nite"
• Living Colour - "Cult Of Personality"
• Pat Benatar - "Hit Me With Your Best Shot"
• Priestess - "Lay Down"
• Slayer - "Raining Blood"

Guitar Hero: Rock The 80s
• Anthrax - "Caught In A Mosh"
• Extreme - "Play With Me"
• Judas Priest - "Electric Eye"
• Poison - "Nothin' But A Good Time"
• Ratt - "Round and Round"
• Twisted Sister - "I Wanna Rock"

Guitar Hero: Aerosmith
• Aerosmith - "Back In The Saddle

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Mit Guitar Hero: Greatest Hits liefert Activision solide Kost ab. Auf Innovationen durfte man in diesem Titel aber auch nicht gewartet haben. Wer nicht im Besitz der ersten beiden Guitar Hero-Teile ist, darf zugreifen. Alle anderen überlegen, ob die neuen Features und die Originalaufnahmen die Investition wert sind. 48 Songs wirken für einen Vollpreistitel leider insgesamt recht wenig. Als Midprice-Game wäre Guitar Hero: Greatest Hits allemal eine Empfehlung wert gewesen. So bleibt beim Genuss des Spiels ein fader Beigeschmack.
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Pro:
Multiplayerhit
nur Originalaufnahmen
tolle Tracklist
kurze Ladezeiten

Contra:
Karriemodus eher langweilig
nur 48 Songs
keine neuen Lieder
sperriges Musikstudio


Offizielle Website:
 Guitar Hero: Smash Hits



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