Wenn sich Reggie Fils-Aime, seines Zeichens Chef von Nintendo of America und Shigeru Miyamoto auf einer Bühne vor abertausenden Redakteuren zum Affen machen, muss dies einen triftigen Grund haben. Den gab es auch, schließlich wurde seinerzeit "Wii Sports" zum ersten Mal der Öffentlichkeit live vorgeführt und sorgte für so einige Lacher bei den Zuschauern. Ob das Publikum nun über die beschränkten Tennisfähigkeiten von den beiden Nintendo-Gurus gelacht hat, oder ob das Spiel wirklich so viel Spaß macht, erfahrt ihr in unserem Review.
Der Ball ist rund
"WiiSports" liegt in Europa und den USA direkt zum Launch dem Wii-Paket bei. Das Spiel dient dazu, dem Spieler, also euch, die revolutionäre Steuerung der Wii-Fernbedienung etwas näherzubringen, damit ihr für die anderen Spiele wie "Zelda: Twilight Princess" gewappnet seid. Es sind insgesamt 5 Sportarten vorhanden, es handelt sich dabei um: Baseball, Bowling, Boxen, Golf und Tennis. Alle Sportarten fühlen sich sehr echt an und könnten fast als eigenständige Spiele durchgehen. Keine der fünf Ertüchtigungsarten wirkt undurchdacht, keine ist nur ein Minispiel. Beispielsweise hängt ein Schlag nicht nur von der Schlagstärke, sondern ebenfalls vom virtuellen Wind ab.
Simple Grafik und Fahrstuhlmusik
Schon an den ersten Bildern konnte man erkennen, dass "WiiSports" keine Grafikbombe werden würde. Wie sollte das Spiel denn auch auf PS3-Niveau kommen, wenn die Wii gerade einmal doppelt so viel Leistung bringt, wie der vor fünf Jahren erschienene GameCube? Dennoch macht das Sportspiel einen soliden Eindruck. Die Grafik wirkt wie aus einem Guss, die eigens erstellten Figuren passen sich hervorragend an die restliche Umgebung an, und das Spiel bietet einige nette Effekte, die euch jedoch nicht verwirren. Dies sollte bei einem Spiel, das schnelle und präzise Bewegungen fordert, auch wichtig sein.
Ebenso wie die Grafik ist auch im soundtechnischen Bereich nicht viel "Revolution"-äres zu finden. Die Musik dudelt im Hintergrund vor sich hin und erinnert stark an altbekannte Melodien aus täglichen Fahrstulfahrten. Die Soundeffekte aus dem Lautsprecher der Wii-Fernbedienung hören sich, der Qualität entsprechend, krächzig an, lassen sich aber im Optionsmenü komplett ausschalten, wenn es euch zu sehr stören sollte.
Nur noch eine Runde!
"WiiSports" ist ganz klar als Multiplayertitel ausgelegt und kann hier gut punkten. Es lassen sich bis zu vier Fernbedienungen an die Konsole anschließen, damit steht einem geselligen Zockerabend nichts mehr im Wege. Alle Sportarten außer Boxen lassen sich zu viert spielen und machen einen Heidenspaß, ihr solltet jedoch aufpassen, dass ihr im Eifer des Gefechts keinen eurer Freunde verletzt. Gespielt wird fast immer im Splitscreen, bei Golf und Bowling nacheinander. Erst mit mehreren Spielern entfaltet "WiiSports" sein volles
Potential.
Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards: