Wenn sich derzeit eines gut verkaufen lässt, dann sind das wohl Partyspiele. Spiele für mehrere Teilnehmer an einer Konsole, sei es ein Gesangswettbewerb wie “Singstar” oder ein Quiz wie “Buzz”, haben längst die dunklen Zockerbuden verlassen und sind massentauglich geworden. Im Kielwasser der grossen Titel schwimmen einige kleine Nachahmer, einer davon ist “Cheggers Party Quiz”.
Chegger is the name...
In “Cheggers Party Quiz” warten über 1.000 Fragen auf euch – vornehmlich aus den Bereichen Stars, Film und Musik. So müsst ihr mal beantworten, welcher Schauspieler in einem bestimmten Film mitgespielt hat oder wer eine Band als erstes Bandmitglied verlassen hat. Es können bis zu acht Leute an den Frageruden teilnehmen, zwei Multitaps für die PS2 vorausgesetzt. Moderiert werden die Shows von "Cheggers", einer Figur, die dem britischen TV-Star Keith Chegwin nachempfunden wurde.
... quizzing is the game!
Cheggers bietet seinen Kandidaten leider nicht viele Möglichkeiten der Personalisierung: Zu Beginn wählt ihr aus, wie lange ihr spielen möchtet (kurze Runde, mittlere Runde oder lange Runde) und legt die Spielerzahl fest. Jeder Teilnehmer wählt daraufhgin ein kleines Symbol für seinen Charakter sowie einen Buzzer-Sound aus.
Um die Fragerunden nicht immer gleich runterrattern zu müssen, bieten sich unterschiedliche Regeln an. Um mal alle Modi aufgezählt zu haben:
1. Premiere: Eine Frage, vier Antworten. Die richtige Antwort gibt Punkte.
2. Big Break: Spielt sich identisch zu “Premiere”.
3. Diashow: Es erscheint, Teil für Teil, ein Bild, zu dem man eine Frage beantworten muss. Wenn ein Spieler meint, die Frage beantworten zu können, drückt er die Buzzer-Taste und kann dann die Frage beantworten.
4. Hauptattraktion: Es erscheint eine Frage auf dem Bildschirm, und nach und nach erscheinen verschiedene mögliche Antworten. Sobald die Richtige auftaucht, solltet ihr schnell den Buzzer-Knopf betätigen.
5. Prime Time: Je schneller (richtig) geantwortet wird, desto mehr Punkte gibt es.
6. Casting: Es gibt einen Hinweis auf die richtige Antwort – wenn man meint, diese zu kennen, einfach die entsprechende Taste drücken und Punkte einstreichen.
7. Zapping: Eine Frage, vier Antworten. Allerdings sieht man hier nach der Entscheidung noch, wie die Mitspieler entschieden haben und hat dann noch etwas Zeit, seine Meinung zu ändern.
8. Endrunde: Die Frage erscheint nach und nach – sobald der Spieler meint, die Antwort zu kennen, muss die Buzzer-Taste gedrückt und dann die richtige Antwort gegeben werden.
Das mag jetzt viel klingen, spielt sich im Kern aber eigentlich immer identisch. Das ist für ein Quiz auch nicht ungewöhnlich. Aber Cheggers entpuppt sich, trotz des virtuellen Moderators, ziemlich schnell als langweilig. Es will sich einfach kein richtiges Quizgefühl einstellen. Dafür sorgen gerade zwei der Fragerunden für ziemlich viel Spielspaß: Da sind natürlich beim “Zapping” die Diskussionen vor dem Bildschirm und das Pokern, um die Mitspieler doch noch zu bewegen, für eine falsche Antwort zu stimmen. Aber vor allem die “Endrunde” bringt nochmal einiges an Schwung ins Spiel, da hier zwar hohe Punkte gemacht, aber auch verloren werden können.
Was ich allerdings sehr schmerzlich vermisst habe ist eine Bestenliste. Denn natürlich will ich mit meinen (virtuellen) Erfolgen angeben können! Und warum habe ich nicht so schicke Avatar-Figuren wie bei “Buzz”, sondern nur ein Symbol und einen Buzzer-Sound? Das trübt den guten Eindruck dann leider ein wenig.