Während sich Golf auf den Konsolen recht grosser Popularität erfreut, kann man dies von der Mini-Variante kaum behaupten. Umsetzungen von Minigolf sind rar gesät. Genau diese Lücke möchte nun “King of Clubs” füllen. Ein Hole-in-One – oder doch eher daneben geschlagen?
Irre Typen
Zunächst mal: Man sollte “King of Clubs” nicht allzu ernst sehen. Es ist ein Fun-Spiel, das zeigt schon das (stellenweise wirklich lustige) Intro – es wird ein Minigolf-Turnier abgehalten, und einige Leute in verrückten Kostümen (passend zu den Themen der Kurse, auf denen man gegen sie antritt) werden als Konkurrenten für die Spieler aufgestellt. Das war soweit alles zur “Hintergrundgeschichte” - Zeit, sich auf den Platz zu begeben.
Es stehen diverse Modi zur Verfügung – ein schnelles Spiel ist ebenso möglich wie ein komplettes Turnier. Natürlich gibt es auch einen Zweispieler-Modus, in dem man gegen einen Mitspieler antritt. Allen gemein ist, dass man sich für einen Charakter entscheidet und auf dem Platz landet. Stopp! Vorher kann man noch Schläger, Bälle und Effekte erwerben. Diese Gerätschaften wirken sich natürlich massivst auf die Spielweise aus – so ist es möglich, Schläge zurückzunehmen, den Bällen mit dem passenden Schläger eine Linkskurve zu verordnen oder den Gummiball über den Parcours hüpfen zu lassen. Während des Spieles lässt sich zwischen den Schlägern und Ball-Typen dann auch jederzeit umschalten, um sich so eine optimale Strategie für den Kurs zurechtlegen zu können.
Bereit zum Abschlag
Die Kurse sind allesamt recht lustig gestaltet, so geht es vor allem darum, Hindernisse geschickt zu überwinden. Da muss der Ball dann schonmal durch einen Dino geschlagen werden oder aber an beweglichen Hindernissen vorbei. Das witzige Design der Strecken ist ganz klar die Stärke von “King of Clubs”, wenn auch die Optik alles andere als zeitgemäß ist.
Wenn man am Abschlag ist, muss man sich zunächst mal für Schläger und Ball entscheiden. Hat man das getan, legt man fest, in welche Richtung der Schlag gehen soll. Hierbei erhält man eine kleine “Zielhilfe” in Form eines Striches, der die ungefähre Laufrichtung des Balles anzeigt. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann man mit der Select-Taste auf eine Vogelperspektive umschalten – doofe Sache: In dieser Ansicht lässt sich die Schlagrichtung nicht verändern. Die Abschlagsstärke wird über einen Balken eingestellt – wie bei der PC-Version. Also Kreuz-Taste drücken, und der Balken erscheint und füllt sich. Je nachdem, wie stark man schlagen will, muss man an der entsprechenden Stelle erneut die Kreuz-Taste betätigen. Alternativ kann man auch die Kreuz-Taste gedrückt halten – dann bleibt der Balken an der Stärkeposition stehen, aber nur für 5 Sekunden (dann geht der Schlag von alleine los). Auf diese Weise kann man mit dem Abschlag noch warten, bis zum Beispiel ein Hindernis in einer günstigen Position steht.
Leider ist es, wie schon in der PC-Version, nicht wirklich einfach, das Verhalten der Ballphysik im Vorfeld vernünftig einplanen zu können. Somit ist Taktik fast unmöglich. Spass macht es allerdings dennoch – alleine wird es zwar recht schnell öde, zu zweit kann man sich aber durchaus auf den Kursen vergnügen. Die technische Präsentation ist recht mager ausgefallen, es gibt ein paar nette Strecken und auch die Optik geht in Ordnung, aber es bleibt klar hinter den Möglichkeiten der Konsole.