Meine Vorteile Anmelden Registrieren
zur Startseite zu unseren Downloads zu unserem Forum
zur PC-Section Trenner zur XBox360-Section Trenner zur PS3-Section Trenner zur PS2-Section Trenner zur Wii-Section Trenner zur 3DS-Section Trenner zur DS-Section Trenner zur PSP-Section Trenner zur iPhone-Section

News
Previews
Reviews
Specials
Hardware
Die besten...
Retrogaming
Babe-Galerien

GameRadio.de bei Facebook GameRadio.de bei Twitter GameRadio.de bei Youtube RSS-Feed von GameRadio.de


Eure Vorteile
Punkte-Übersicht
Zum Forum
Arcade-Games
Unsere Mitglieder

Game Music
Wallpapers
Demos
Video Specials
Video Specials HD
GR Podcast

Redaktion
Newsletter
So testen wir
GR Webcomic
Jobs
Impressum

 


DAS SCHWARZE AUGE: DRAKENSANG
 Test von Thorsten Taplik (15.08.2008) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Rollenspiel Publisher:dtp
Termin:01. August 2008 Entwickler:Radon Labs

Nach zwölf Jahren bekommen Gamer endlich wieder ein DSA-Rollenspiel geboten. DSA steht für Das Schwarze Auge, das bekannteste deutsche Rollenspielsystem. Der Berliner Entwickler Radon Labs hat sich der mächtigen Lizenz angenommen und möchte Fans klassischer Rollenspiele Freudentränen in die Augen treiben. Gelingt mit „Drakensang“ dieses Vorhaben?


Damals war alles besser

Als Freund altmodischer Rollenspiele der Marke „Baldur's Gate“ hat man es heutzutage nicht leicht. Alle paar Monate erscheint mal ein Vertreter des RPG-Genres, doch häufig übernimmt man darin die Rolle eines wortkargen Einzelkämpfers, der sich hektisch durch Monsterhorden schnetzelt, um an bessere Ausrüstung zu gelangen. „Neverwinter Nights 2“ aus dem Jahre 2006 war der letzte Titel, der eine klassische Spielerfahrung bot: Mit einer Party taktisch anspruchsvolle Kämpfe bestreiten. Doch die Rettung naht! Quatsch, sie ist schon da! „Drakensang“ ist seit knapp zwei Wochen im Handel erhältlich. Wir haben das Rollenspiel-Epos ausführlich gespielt und verraten euch, ob „Drakensang“ der erhoffte Kracher geworden ist.


Hauptsache die Haare liegen

Bevor ihr euch in das Fantasyreich Aventurien stürzen könnt, müsst ihr einen Spielcharakter wählen. Euch stehen fünf Rassen und 20 Klassen zur Auswahl. Soll es etwa ein elfischer Waldläufer, ein zwergischer Söldner oder ein mittelländischer Kampfmagier sein? Habt ihr etwas Passendes gefunden, müsst ihr nur noch das Geschlecht bestimmen und einen Namen vergeben beziehungsweise vom Programm vergeben lassen, schon könnt ihr das Abenteuer beginnen. Wer mag, kann auch noch ein wenig an den Charakterwerten schrauben. Weitere Anpassungsmöglichkeiten gibt es leider nicht. Schade, denn eine optische Feinabstimmung hätte den Identifikationsfaktor erhöht. Wer möchte schon einen Krieger mit Pisspott-Haarschnitt spielen?!


Die Würfel sind gefallen!

„Drakensang“ entlässt euch in das beschauliche Dorf Avestreu. Hier werdet ihr die ersten Spielstunden verbringen und euch mit der Spielmechanik vertraut machen. Tutorial-Texte erklären Einsteigern die Grundlagen des Spiels, das übrigens auf dem vierten und damit aktuellen Regelwerk der Pen & Paper-Vorlage basiert. Führt ihr eine Aktion aus, rollen im Hintergrund die Würfel. Möchtet ihr zum Beispiel Beeren pflücken, ist eine Talentprobe auf Planzenkunde fällig. Für das Verständnis dieser Spielmechanik ist gerade Spielern ohne DSA-Erfahrung anzuraten, hin und wieder die Konsole einzublenden. Dort wird aufgeführt, welche Rechnungen „Drakensang“ anstellt und ihr könnt nachvollziehen, wieso auch der fünfte Versuch scheitert diese verdammte Kiste aufzubrechen.


Für eine Handvoll Abenteuerpunkte

Die Kenntnis der regeltechnischen Zusammenhänge ist unabdingbar für die zielgerichtete Verbesserung des Charakters. Habt ihr genug Steigerungspunkte gesammelt, könnt ihr Eigenschaften, wie Körperkraft oder Klugheit, steigern oder erlernte Fähigkeiten, wie Schleichen oder Feilschen, verbessern. Das klappt jederzeit. Möchtet ihr hingegen eine neue Fähigkeit, Zauber oder Sonderfertigkeit erlernen, müsst ihr einen Trainer ausfindig machen und diesen mit Gold entlohnen. Natürlich braucht ihr auch in diesem Fall genügend Steigerungspunkte, die ihr euch durch die Erfüllung von Quests verdient. Verglichen mit der Rollenspiel-Konkurrenz ist das Metzeln von Monstern nicht sonderlich lohnenswert. Selbst für Endgegner erhaltet ihr eine Handvoll Abenteuerpunkte, das DSA-Pendant zu Erfahrungspunkten, aus denen sich die Steigerungspunkte errechnen.


Total typisch

Ihr müsst die Drachenqueste, die Hauptquest von "Drakensang", nicht alleine angehen. Radon Labs stellt euch bis zu drei Begleiter zur Seite, die ihr nicht nur steuern, sondern auch ausrüsten und aufleveln dürft. Der selbstgefällige Schurke Dranor und versoffene Zwerg Forgrimm sind nur zwei Beispiele für eure stereotypen Begleiter. Sicher ist eine klischeebehaftete Charakterzeichnung Geschmackssache, doch hier passt sie wie die Faust aufs (schwarze) Auge. Leider bleibt die Gruppendynamik weitestgehend auf der Strecke. Zwar gibt es hin und wieder Unstimmigkeiten im Team, aber diese sind nie von Belang. Kein Vergleich zum Klassiker „Baldur's Gate“, in dem sich eure Gefährten unter Umständen sogar gegen euch stellten.


In 80 Stunden durch Aventurien

„Drakensang“ ist ein echter Brocken. Wer die Geschichte bis zum Ende verfolgen möchte, hockt locker 80 Stunden vor dem Monitor. Leider werdet ihr nicht die ganze Zeit gebannt auf den Bildschirm starren. Das Spiel hat nämlich seine Längen. Die resultieren zum einen in langen Laufwegen und zum anderen in öden Kampfabschnitten. Die ersten Ermüdungserscheinungen traten bei uns auf, als wir den Hesinde-Tempel von einer Amöben-Plage befreien mussten. Eine gefühlte Ewigkeit brachten wir Wabbelviech um Wabbelviech um die Ecke. Solche Passagen ziehen sich durch das gesamte Spiel und drücken die ansonsten hohe Motivationskurve immer wieder mal nach unten. Ansonsten macht Radon Labs alles richtig. Die Story fesselt und die Quests sind hübsch abwechslungsreich.


Mach mal ne Pause!

Die Kämpfe in „Drakensang“ laufen in Echtzeit ab, können aber jederzeit pausiert werden. Von dieser Pause-Funktion werdet ihr regen Gebrauch machen. Große Gegneraufkommen und mächtige Feinde erfordern ein gewisses Maß an taktischem Geschick. Setzt ihr eure Fähigkeiten nicht gezielt ein, wird euer Hintern versohlt. Frustig schwere Auseinandersetzungen sind uns während des Tests nicht aufgefallen. Taktik-Profis werden womöglich unterfordert. Die KI von Gegnern und Mitstreitern kann vollends überzeugen. Übernehmt ihr nicht die Kontrolle, führen eure Spielfiguren meist sinnvolle Aktionen aus. Feinde versuchen stets euch in die Mangel zu nehmen. So geraten selbst Rattenschwärme, gegen die wir öfters gekämpft haben als uns lieb ist, zu einer Bedrohung.


Liebe zum Detail

Die enge Zusammenarbeit zwischen den „Drakensang“-Machern und den DSA-Autoren merkt man dem Spiel deutlich an. Die Spielwelt ist äußerst liebevoll gestaltet. Kenner der Vorlage sehen ihre Vorstellung des Fürstentums Kosch, Spielort von „Drakensang“, in Pixel gegossen. Fantasy-Freunde kriegen das geboten, wonach Sie dürsten: Belebte Städte mit gemütlichen Tavernen und finstere Dungeons mit ungemütlichen Bewohnern. Eine zusammenhängende Welt, wie man sie zum Beispiel aus „Gothic“ kennt, hat „Drakensang“ allerdings nicht zu bieten. Jedes Gebiet ist in Einzelabschnitte unterteilt, die mit erfreulich kurzen Ladenzeiten verbunden sind. Andere Gebiete können über eine Landkarte angesteuert werden. Eine Rückkehr in bereits besuchte Areale ist nur bedingt möglich. Während eurer Reise auf der Landkarte geratet ihr zudem gelegentlich in wenig spannende Zufallsbegegnungen.


Zurück aus der Vergangenheit

Radon Labs Ansatz, ein Rollenspiel alter Schule zu schaffen, ist schön und gut. Die Bedienung hätte man aber ruhigen Gewissens an die Moderne anpassen können. Über die Kamera, die in engen Räumen ihre Schwierigkeiten hat, können wir hinwegsehen. Doch wieso wurde auf nahezu sämtliche Komfortfunktionen verzichtet? Über Tastatur-Shortcuts lassen sich nur die grundlegendsten Befehle ausführen. Die Verwaltung der Quickslots ist eine halbe Katastrophe, da Zuweisungen weder verschoben noch gelöscht werden können. Einkaufstouren sind ein Höllentrip, da euch bei Gesprächen der Zugriff auf das Inventar verwehrt bleibt und ihr nicht schnell zwei Ausrüstungsgegenstände miteinander vergleichen könnt.


Synchronsprecher in Teilzeit gesucht

„Drakensang“ ist technisch über jeden Zweifel erhaben. Die Nebula-Engine, die bereits dem Adventure „Treasure Island“ eine ansehnliche Optik verliehen hat, erweckt Aventurien zum Leben. Selbst mit heruntergeschraubten Details sieht „Drakensang“ gut aus. Besonders das Lichtspiel und die Animationen haben es uns angetan. In ein unheilvolles Rot getauchte Umgebungen lassen die Spannung steigen, dem hinterherwatschelnden Zwerg möchten wir am liebsten ein Pinguinkostüm stricken. Soundtechnisch ist „Drakensang“ voll auf der Höhe. Die Hintergrundmusik und Soundeffekte passen zum Geschehen, die Sprecher leisten ausgezeichnete Arbeit. Sonderlich viel haben sie allerdings nicht zu tun, nur die wichtigsten Gespräche sind vertont. Ansonsten bleiben eure Gesprächspartner stumm, was bei der zuweilen übertriebenen Gestik befremdlich wirkt.





Was habe ich mich auf "Drakensang" gefreut! Traditionelle Rollenspiele stehen in meiner Gunst ganz oben und vor ein paar Jahren habe ich Das Schwarze Auge in der Pen & Paper-Variante gespielt. Optimale Voraussetzungen also, um mit "Drakensang" bestens unterhalten zu werden. Doch ich bin ein wenig enttäuscht. So toll Radon Labs Aventurien auch umgesetzt hat, ich mag nicht meine Zeit totschlagen. Und das muss ich in "Drakensang" zu genüge. Würde der Titel straffer durch die Story führen, stünde mein diesjähriges Highlight fest. So kann ich "Drakensang" nur Rollenspiel-Fans empfehlen, die sich gerne Zeit für ein Spiel nehmen.
78%
So testen wir >>

Drakensang bietet unendliche Spieltiefe, wenn es um die Gestaltung des Charakters geht und spielt sich anders als der Konkurrent Oblivion sehr klassisch ab. Mein persönlicher und primärer Kritikpunkt: die vielen nicht vertonten Dialoge, die doch bereits gegen Anfang die Atmosphäre dämpfen. Ich denke, das deutsche Rollenspiel wird die Fangemeinde in zwei Lager spalten. Die einen werden erfreut sein von den detailgenau umgesetzten DSA-Regeln und die taktischen Kämpfe lieben, die anderen dürften von der Fülle der zu beachtenden Werte, Regeln und Eigenheiten der Drakensang-Spielwelt zurückschrecken. Hier muss jeder seine zugehörige Vorliebe in den Kauf mit einbeziehen.
 

Du bist nicht eingeloggt. Dies ist Voraussetzung, um ein Spiel hier bewerten zu können. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
94%

Mehr zur "Das schwarze Auge"-Reihe
Preview - Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten (PC)
Review - DSA Drakensang - Phileassons Geheimnis (PC)
Preview - Das Schwarze Auge: Demonicon (Multi)
Review - Drakensang: Am Fluss der Zeit (PC)


Du bist nicht eingeloggt. Dein Kommentar ist somit keinem Benutzerkonto zugeordnet. Du kannst dich oben auf der Seite bequem einloggen oder dich hier registrieren.
 Username
 Kommentartitel


Noch keine Kommentare abgegeben.


 










mehr Wallpaper
























Pro:
liebevoll gestaltete Spielwelt
charismatische Gefährten
abwechslungsreiche Quests
anspruchsvolle Taktikkämpfe
gut geschriebene Dialoge

Contra:
umständliche Bedienung
teils öde Kampfpassagen
Gespräche kaum vertont


Offizielle Website:
 drakensang.de

Fansites:
 @World of Players
 @Onlinewelten
 @GlobalGamePort

Weitere Links:
 Demo
 RPC-Trailer
 GC-Trailer



GameRadio@Facebook | GameRadio@Twitter | GameRadio@YouTube | Plonki | GTA-Xtreme | PrinceofPersia-Game | Nintendo-Online

PC | PS3 | Xbox 360 | PSP | Nintendo 3DS | Nintendo DS | PS2 | Wii | iPhone / iPod | Anime Wallpapers | Anime/Manga | Partner | Link Us | Datenschutz

Neue Gaming Hardware: Nintendo 3DS | PS Vita | Xperia Play | Kinect | PlayStation Move

Most Wanted: GTA 5 | Max Payne 3 | Syndicate | Diablo III | Minecraft | The Darkness 2 | The Elder Scrolls V: Skyrim | BioShock Infinite
Silent Hill: Downpour | Tomb Raider 9 Metal Gear Solid Rising | Star Wars The Old Republic | Mass Effect 3

Pflichtkäufe: RAGE Test | F1 2011 Test | FIFA 12 Test | PES 2012 Test | Gears of War 3 Test | Resistance 3 Test | Deus Ex: Human Revolition Test

Content & Design © 2009 GameRadio-Team
Please feel free to send comments and suggestions to webmaster(at)gameradio.de
All rights reserved.

IVW Logo
GameRadio.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt
als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW