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UNREAL TOURNAMENT 2004
 Test von cyraXx (31.03.2004) Artikel-Feed (RSS) abonnieren
Genre:Ego-Shooter Publisher:Atari
Termin:18. März 2004 Entwickler:Digital Extremes

Endlich ist es da, das neue Unreal Tournament. Wir haben für euch zur Waffe gegriffen und sind in die virtuelle Arena gestiegen. Ob uns die neuen Verbesserungen von UT überzeugen konnten, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Special.

In Unreal Tournament ging es schon immer nur darum, die meisten Gegner über den Haufen zu ballern und so auch den Sieg an sich zu reißen. Dem Spiel fehlte nach einiger Zeit einfach der Anspruch, um einen richtigen Zocker bei der Stange zu halten. Es gab zwar auch schon den Assault Modus, in dem man bestimmte „Missionen“ erfüllen musste, doch konnte auch der auf längere Distanz nicht richtig überzeugen. Bei Unreal Tournament 2004, haben die Entwickler nun endlich auch mal an die Sologamer gedacht, denn gerade denen wurde schnell langweilig, weil UT ja gerade durch den Onlinemodus überzeugen wollte. UT 2004 soll nun auch für Spieler interessant sein, die keine Chance haben, ihre Fähigkeiten im Internet unter Beweis zu stellen. Ob dieser Ansatz jedoch auch was taugt, lest ihr in unserem ausführlichen Special zu Unreal Tournament 2004.


Endlich auch was für Sologamer

Wenn man keine Lust hat sich in großen Onlinegefechten mit anderen zu messen, und einfach nur alleine spielen will, bietet UT jetzt endlich einen umfangreichen und fordernden Einzelspielermodus an. Als erstes erstellt ihr euch ein eigenes Profil mit Aussehen, Name und allem drum und dran. Mithilfe des Tutorial Modus kann man sich mit dem Spiel vertraut machen, falls man es noch nie gespielt hat. Hier kann man sich einen von vier Einführungsfilmen auswählen und angucken. Ist man dann bereit für den „Ernst des Lebens“, wählt man den Qualifikationsmode. Hier nehmt ihr an fünf Deathmatches Teil, die immer schwieriger werden. Zur Unterstützung kann man sich aber ein paar Teammitglieder auswählen, die mit einem in den Kampf ziehen. Bevor sich jedoch euch anschließen, hat man die Aufgabe, ihren Teamleader zu besiegen, um zu beweisen, dass man ein fähiger Captain sein wird.

Natürlich hat der Spieler noch die Auswahl über die zu spielende Map zu treffen. Findet man die Karte schlecht, die gespielt werden soll, geht man einfach auf den Button „Arena wechseln“ und schon bekommt man eine andere. Diese Auswahl entscheidet häufig über Sieg oder Niederlage und erhöht die eigenen Chancen ungemein. Im Team-Spielplan kann der Spieler festlegen, mit welchem Team er in die nächste Arena einzieht und welche Taktiken angewendet werden sollen. Also ist auch ein bisschen taktische Raffinesse gefragt, wenn man den Sieg nach Hause bringen will. Hat man dann die Qualifikationsphase beendet, kann man sein Team in der Tournament Leiter ganz nach oben bringen. Dazu wählt der Spieler eine von vier Spielmodi, die jedoch erst nach und nach freigeschaltet werden. Am Anfang steht nur Double Domination zur Verfügung, gewinnt man hier zweimal, ist der nächste Spielmodi verfügbar. Es ist außerdem möglich gegnerische Teams herauszufordern, einfach nur so, oder um Geld zu bekommen. Für letzteres gibt es zwei Möglichkeiten: Einmal „Blutige Rituale“ (ermöglicht dem Spieler gegnerische Bots anzuheuern, aber nur wen man gewinnt) und „Mano-e-Mano“ (Geld kann drauf verwettet werden, wer bei einem Einer-gegen-einen Deathmatch als Sieger aus der Arena geht).

Während den Matches kann man jederzeit im Team-Management den Zustand seines Teams überprüfen. Dort könnt ihr Mitglieder feuern oder anheuern. Später im Spiel werden so genannte Free Agents freigeschaltet, wenn man so einen Free Agent auswählt, werden bestimmte Dinge über ihn angezeigt, wie z.B. Fähigkeiten, Vorgeschichte oder bevorzugte Waffen. Natürlich hängen eure ganzen Entscheidungen auch vom nötigen Kleingeld ab, dass muss sich der Spieler in UT hart erarbeiten, denn nur mit den richtigen finanziellen Mitteln kommt man ganz nach oben.


Multiplayer Hit!

Wie jeder weiß, ist Unreal Tournament ja auf Onlinegaming ausgelegt und hier kann es auf ganzer Linie überzeugen. Vor allem der neue Onslaughtmode weiß zu begeistern. Da habt ihr nämlich die Auswahl zwischen sechs tollen Fahrzeugen, darunter gibt es sogar eine riesige fahrende Basis, die man mit vielen Teammitgliedern besetzen kann. Dann ist es möglich sie aufzubauen und einen vernichtenden Energiestrahl auf seine Gegner abzufeuern. Dazu gibt es noch Gleiter, Panzer oder Jeeps. Im Onslaughtmodus müsst ihr bestimmte Powernods einnehmen, denn nur so vergrößert ihr euer Gebiet. Jedes Team hat einen Hauptnode, den gilt es um jeden Preis zu verteidigen, denn verliert ihr den, habt ihr die Runde verloren. Es ist viel Taktik gefragt, denn der Spieler muss manchmal erst bestimmte Nods einnehmen, um weiter vordringen zu können. So begeistert vorallem dieser Modus endlich die Zocker, die Unreal früher mit hirnlosen Ballerorgien gleichgesetzt haben.

Außerdem ist „Invasion“ wieder dabei, da müsst ihr euch mit eurem Team einer Horde von Gegnern stellen. Bei Assault müsst ihr bestimmte Missionen erfüllen und das andere Team muss dies um jeden Preis verhindern. Der Mutantmode ist auch sehr gut überlegt, dort wird ein Spieler zu einem Mutanten mit besonderen Fähigkeiten und die anderen müssen in durch die ganze Arena jagen. Zudem natürlich wieder dabei: Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag, Double Domination, Bombing Run und Last Man Standing. Also dürfte auch diesmal wieder für jeden was dabei sein. Die K.I. ist in allen Modes echt top, jedoch weiß sie im Onslaught Modus nicht viel mit den Fahrzeugen anzufangen.


Fast perfekt, aber auch nur fast

Die Grafik von Unreal Tournament 2004 ist echt super geworden, sie hat einen sehr hohen Detailreichtum und lässt alles sehr scharf aussehen. Ausserdem bitet UT2004 einen sehr guten 3D Sound, wobei die Übersetzung sehr gewöhnungsbedürftig geworden ist. Die englische Sprachausgabe ist doch um einiges besser. Die 47 abwechslungsreichen Levels gleichen dies jedoch locker wieder aus. Und hat man mit denen noch immer zu wenig, kann man mit dem mitgelieferten hervorragenden Editor Abhilfe schaffen.

Die Animationen sind wieder sehr gut gelungen, sie sind richtig realistisch und machen einen guten Eindruck. Gleiches gilt für die Physik, sie wirkt sehr lebensecht. Leider gibt es in UT 04 zu wenig neue Waffe, da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Jedoch sind die vorhanden Waffen wieder gut ausbalanciert, nur finde ich, dass z.B. die „Flak Cannon“ zu weit ausstreut, aber das ist natürlich Ansichtssache. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Zensierung der deutschen Version und der knapp 5 GB benötigte Festplattenspeicher. Ansonsten gibt es eigentlich nichts zu meckern, denn vor allem der Onslaugthmodus entschädigt für alles. Das in der Special Edition mitgelieferte Headset ermöglicht es zudem, sich beim Onlinespielen mit seinen Teamkameraden zu verständigen. Schon deswegen lohnt es sich, die nicht viel teurere S.E. zu kaufen, wenn man bedenkt, dass das Headset von Logitech ist und nicht von einer drittklassigen Marke.


Die Waffen in Unreal Tournament 2004

Sturmgewehr: Das ist die Standardwaffe im Spiel, mit der werdet ihr schnell mit leichter gepanzerten Gegnern fertig, sie ist außerdem noch mit einem M355-Granatwerfer ausgestattet.

Flak Cannon: Die Nagelgeschoss-Kanone verursacht auf kurzer Entfernung schwere Verletzungen, mit ihr ist es außerdem möglich Splittergranaten abzufeuern.

Lightning Gun: Die Lightning Gun ist ein Hochleistungsenergiegeschütz. Mit ihr könnt ihr eure Gegner auf große Entfernung anvisieren und auslöschen. Sie schießt einen vernichtenden Energiestrahl auf eure Feinde ab.

Scharfschützengewehr: Das schnelle Scharfschützengewehr mit einem 10fach Zielfernrohr, ist perfekt auf hohen Distanzen.

Minigun: Das T23-A 23mm von Schultz-Metzger hat einen rotierenden Lauf und kann hüllenlose Hochgeschwindigkeitsmunition oder auch normale Patronen verschießen.

Raketenwerfer: Mit dem dreiläufigen Trident-Raketenwerfer könnt ihr sowohl einzelne, als auch bis zu drei Raketen gleichzeitig abfeuern, jedoch muss er dann erst aufgeladen werden.

Shieldgun: Mit dieser Waffe kann man anfliegenden Energiestrahlen oder Projektilen widerstehen und diese sogar zurückwerfen, außerdem könnt ihr mit ihr eine Plasmawelle erzeugen.

Shock Rifle: Diese Waffe verfügt über zwei verschiedenen Feuermodi, die wenn sie kombiniert werden, eine vernichtende Schockwelle erzeugen. Das geschieht wenn ihr eine Plasmaladung abfeuert und dann darauf einen Photonenstrahl abschießt.

Ion Pointer: Diese Waffe ist eine Art „Fernbedienung“ für den „VAPTOR“ (Ionengeschütz). Mit Hilfe des Zielfernrohrs, das sich problemlos im Sekundärfeuermodus aktivieren lässt, sorgt man für mehr Zielgenauigkeit. Hat man damit einmal das Ziel erfasst ist es ratsam, sich schnell aus dem Staub zu machen.

Ion Cannon: Das ist die VAPTOR. Wenn sie ortet was der Ion Pointer markiert hat, bringt sie sich in Stellung und feuert einen zwei Terawatt starken ionisierten Plasmastrahl ab und vernichtet das Ziel.

Minenleger: Mit dem Minenleger könnt ihr Drohnen abfeuern, sie warten dann unbeweglich auf einen Gegner der sich nähert und stürzen sich auf ihn, außerdem ist es möglich diese „Spiderdrohnen“ (sehen aus wie Spinnen) selber zu steuern. Das ist eine der neuen Waffen im Spiel.

AVRIL: Mit diesem Raketenwerfer habt ihr im Onslaughtmodus auch eine Chance gegen Fahrzeuge. Wenn ihr eine Rakete abgeschossen habt, solltet ihr mit eurem Ziel auf dem Gegner bleiben, denn nur dann verfolgt die Rakete ihr Ziel.

Biowaffe: Mit dem GES Biogewehr könnt ihr Mutanten-Schleim auf eure Gegner abfeuern, außerdem ist es möglich sie aufzuladen und so eine große Menge auf einmal abzuschießen.

Link Gun: Mit dieser Waffe könnt ihr einmal Plasmakugeln abschießen und mit der Sekundärwaffe, zum Beispiel im Onslaughtmode, Powernodes oder Fahrzeuge eurer Teammitglieder reparieren. Natürlich kann der Sekundärewaffenmodus auch gegen eure Feinde eingesetzt werden. All dies macht diese Waffe zu einer der wichtigsten im gesamten Spiel,

Zielmakierer: Der Zielmakierer sendet einen Festkörper-Laserstrahl aus, der dem Phönix-Bomber als Zielmakierung dient. Er kann mit einem Schuss einen vernichtenden Bombenhagel auslösen, der in dann im Zielgebiet vom Himmel regnet.

Granatwerfer: Mit dieser Waffe kann man acht Granaten auf einmal abfeuern, um zum Beispiel ein Gebiet zu verminen oder direkt einen Gegner anzugreifen. Mit dem Sekundärwaffenmodus jagt ihr die Granaten hoch.

Translocator: Hiermit könnt ihr eine ferngesteuerte Kamera abschießen, um ein großes Gebiet zu erkunden. Leider seid ihr in der Zeit blind dafür, was in der näheren Umgebung passiert.

Redeemer: Die Nuklearwaffe Reedemer ist die mächtigste Waffe im ganzen Tournament. Im primären Waffenmodus schiesst ihr eine langsam fliegende aber alles vernichtende Rakete ab, im Sekundärmodus könnt ihr sie selber steuern. Leider kann ein Gegner sie auf ihrem Flug abschießen.


Systemvoraussetzungen:

Minimum

- CPU mit 1 GHz
- 128 MB Ram
- 64 MB Grafikkarte
- DirectX 9.0-kompatible Soundkarte
- Windows 98/ME/2000/XP
- DirectX 9.0b
- Festplattenspeicher 5,5 GB

Empfohlen

- CPU Pentium oder AMD 1,2 GHz
- 512 MB Ram
- Festplattenspeicher 5,5 GB
- 128 MB Grafikkarte
- DirectX 9.0b
- Windows 98/ME/2000/XP
- DirectX 9.0-kompatible Soundkarte

Ausgezeichnet mit den folgenden GameRadio-Awards:






Ich bin sehr positiv überrascht von Unreal Tournament 2004. Der Onslaughtmode rockt einfach alles weg, es macht einfach Spaß mit dem Manta oder dem Jeep durch die großen Levels zu rasen. Dass es wenig neue Waffen gibt, stört mich eigentlich weniger, weil die alten Waffen sich wieder super ins Spiel einfügen. Für mich ist UT 04 eines der Mulitplayer Highlights, das jeder Shooter-Fan unbedingt haben muss - ein Pflichtkauf sozusagen.
 
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#1 | Daniel [28.07. | 15:31] 
Saugeil
Superspiel und Super Grafik - einfach genial!!

#2 | mastercel [14.11. | 19:59] 
Unreal Tournament 2004
echt geiles spiel


 










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Pro:
47 abwechslungs-reiche Levels
super cooler Onslaughtmodus
sechs tolle Fahrzeuge
sehr gute Grafik, Animationen und Physik
viele spaßige Spielmodi
richtig gute K.I.

Contra:
zu wenig neue Waffen
schlampige Übersetzung
benötigt sehr viel Festplatten-speicher
deutsche Version zensiert


Offizielle Website:
 ut.com

Fansites:
 ut2004planet
 ut-2k4.de
 utworld.de

Weitere Links:
 Demo



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