Command & ... Destroy?! Das klingt verflucht stark nach “Command & Conquer”. Und, wie nicht anders zu erwarten war: Es IST ein C&C-Klon. In diesem Fall geht es um einen Konflikt zwischen Menschen und Aliens und ihr müsst für eine Seite Partei ergreifen und sie zum Sieg führen. Na, dann auf in die Schlacht, Commander.
Affirmitive, Sir!
Okay, die Storyline reisst schonmal keine Bäume aus: Aliens wollen die Menschheit vernichten, Menschheit ist dagegen. Und wie so oft ist es eure Aufgabe, den Ausgang des Konflikts zu bestimmen. So weit, so altbekannt. Ihr entscheidet euch im Story-Modus also erst einmal dafür, ob ihr auf Seiten der Menschen oder auf Seiten der Aliens kämpfen wollt. Vorweg sei gesagt, dass beide Rassen über unterschiedliche Fahrzeuge, Stationen und Truppen verfügen und sich damit schon ein wenig anders spielen. Die Kampagne besteht aus jeweils 12 Missionen, somit habt ihr insgesamt 24 Missionen zu bewältigen. Obendrauf gibt es noch einen Multiplayermodus für zwei Spieler.
Zwei Bildschirme, ein Krieg
Je nach Mission ist es eure Aufgabe, den Feind von der Landkarte zu fegen oder gezielt einzelne Stellungen anzugreifen. Dazu greift ihr auf beide Bildschirme des DS zurück: Während sich auf dem einen Bildschirm das Geschehen in Echtzeit zeigt, stellt der andere euer Hauptquartier dar. Hier könnt ihr auswählen, welche Einheiten oder Gebäude ihr bauen wollt und einen Blick auf die Karte werfen. Für letzteres benötigen die Menschen jedoch eine Radaranlage, anders als die Aliens. Beide Bildschirme lassen sich per Stylus bedienen, mit den Schultertasten tauscht ihr die Positionen der beiden Bildschirme. Das funktioniert nach einiger Eingewöhnung sehr gut und auch im hitzigen Gefecht recht schnell.
Zunächst solltet ihr immer schauen, dass ihr eure Grundversorgung sichert. Denn ohne Credits könnt ihr euch keine neuen Einheiten kaufen. Die Credits bekommt ihr für das Abbauen von Öl, welches sich an verschiedenen Stellen auf der Oberfläche zeigt. Die Methodik, dieses abzubauen, unterscheidet sich bei beiden Gruppierungen ein wenig, letztlich läuft es auf das gleiche Ergebnis hinaus: Durch den Abbau von Öl erhaltet ihr fortwährend Credits, die ihr dann in Truppennachschub oder den Bau neuer Anlagen investieren könnt.
Euer Gegner wird natürlich alles daran setzen, euch aufzuhalten. So bekommt ihr es recht bald mit gegnerischen Einheiten zu tun. Die KI ist jedoch nicht wirklich ausgefuchst - meist werden einige Einheiten auf eure Basis gehetzt, dann ist wieder Ruhe und ihr bekommt nur noch gelegentlichen Besuch einzelner Einheiten. Habt ihr dem Gegner erst einmal vor den Toren eurer Basis ordentlich eingeheizt, könnt ihr meist, mit einem grösseren Truppenverband, den Gebäuden des Feindes zu Leibe rücken. Ihr müsst diese aber nicht zwingend vernichten, sondern könnt sie mit eigenen Technikern besetzen und für euch arbeiten lassen. Konntet ihr eurem Feind in der ersten Begegnung stark genug zusetzen, ist alles weitere ab hier nur eine Frage der Zeit. Zum Glück gibt es drei verschiedene Schwierigkeitsgrade, auf denen ihr das Spiel angehen könnt - so bleibt es auch längerfristig herausfordernd.
Sollte euch das nicht genügen, fordert ihr einen eurer Freunde zum Krieg heraus. Hierzu stehen immerhin sechs verschiedene Karten zur Verfügung. Mehr Optionen bei der Spielerstellung wie auch die Möglichkeit, zufallsgenerierte Karten zu erzeugen, wären wünschenswert gewesen.
Ein... Code?!
Ihr könnt euren Fortschritt in der Kampagne nicht speichern, weder im Spiel selber noch nach erledigter Mission. Stattdessen bekommt ihr nach jeder erfüllten Mission einen 6stelligen Code, den ihr notieren müsst, wollt ihr bei dieser Mission fortsetzen. Und gerade das bricht “Command & Destroy” letztlich das Genick, denn eine Mission kann auch schonmal 30 Minuten dauern. Für ein Handheld-Spiel ganz klar ein herber Minuspunkt, wenn man dann nicht speichern kann!