Abgedrehte Idee: Alien-Gehirne greifen die Erde an und drei Zombie-Teenager treten ihnen entgegen. Die Präsentation, ein Mix aus 80er-Jahre Comic und B-Movie, tut ihr übriges, um dieses Spiel nicht ernst nehmen zu können. Wir haben uns mit den drei Untoten auf die Jagd nach “Gehirrrrrrrn!” gemacht...
Mehr als die üblichen Null
Die Erde wurde von ausserirdischen Gehirn-”Dingern” überfallen und die Menschen kapitulierten recht schnell, angesichts der Strahlenkanonen, der Gedankenkontrolle und den fliegenden Untertassen. Der Lärm dieser Invasion bleibt jedoch nicht ungehört: Auf einem nahegelegenen Friedhof erwachen drei untote Teenager aus ihrem Schlaf. Und Schlaf macht hungrig. Die drei Zombies entdecken recht schnell den köstlichen Geschmack der ausserirdischen Invasoren und setzen sie nach ganz oben auf ihre Speisekarte. Und so machen sie sich auf den Weg zum Riesenhirn der Aliens, quasi dem Hauptgang ihrer Mahlzeit, und retten nebenher die gesamte Menschheit.
Der Plot klingt abgedreht, unterstützt wird dieser Eindruck nicht zuletzt durch die Präsentation: Die Geschichte wird innerhalb von humorvollen Strip-Sequenzen erzählt, ganz im Stil eines 80er-Jahre Comics. Bei "Teenage Zombies" handelt es sich um ein Knobelspiel, das etwa vergleichbar mit “Lost Vikings” ist. Jeder der drei Zombies hat eine individuelle Fähigkeit, die es gezielt einzusetzen gilt, um durch die Level zu kommen. Zack “Halfpipe” Boyd hat zwar seine untere Körperhälfte verloren, schafft aber dank seines Skateboards hohe Sprünge. Auch Lori “Einarm” Lopez versteht sich aufs Springen – und setzt ihren verbleibenden Arm ein, um sich an Kanten hochzuziehen. Zu guter letzt wäre da noch Finnigan “Fins” Magee, aus dessen Rücken Tentakel wachsen. Die kann er einsetzen, um Wände zu erklimmen und sich an Seilen festzuhalten.
Zudem finden die drei Untoten in den unterschiedlichen Spiel-Abschnitten immer wieder Gegenstände, die ihnen besondere Fähigkeiten verleihen. Zack kann sich zum Beispiel Spraydosen an sein Skateboard kleben, um damit richtig Gas zu geben. Diese Specials halten jedoch nur etwa 20 Sekunden vor, danach verschwindet die Fähigkeit wieder.
Alienhirne ohne Gehirn
Während ihr euch also mit den Widrigkeiten der Welt auseinandersetzt, indem ihr die Fähigkeiten der drei Zombies einsetzt, kommen euch immer wieder Aliengehirne in die Quere. Diese sind zwar nicht sonderlich clever, mit ihren Waffen leeren sie eure Ungesundheitsanzeige jedoch recht zügig. Zum Glück könnt ihr besiegte Gehirne verspeisen und so einiges davon wiederherstellen. Ausserdem findet ihr Körperteile, die ihr dann am unteren Bildschirm, sofern vollständig, zusammensetzen könnt.
Dieser untere Bildschirmbereich nennt sich "Gruft". Nicht nur zum Spaß: Hier findet ihr die Särge der drei Zombies und könnt so direkt vor Ort von einem zum anderen Zombie wechseln. Keine Sorge: Ihr müsst nicht die ganze Zeit über den Touchpen in der Hand halten, alternativ schaltet ihr die Zombies per Schultertasten durch. In den Särgen erkennt ihr auch, welche Spezialfähigkeiten die Charaktere eingesammelt haben.
Der Comicstil geht in Ordnung und den Sound würde ich als belanglos bezeichnen... wirklich schlimm jedoch wirkt die Bedienbarkeit: Mitunter braucht es mehrere Versuche, die richtige Position zu finden, damit sich z.B. Lori an einer Kante hochziehen kann. Das nervt, vor allem, wenn ihr nebenher noch unter Beschuß durch die Aliengehirne geratet. Denn diese sind zwar nicht sonderlich intelligent, machen den Zombies aber gerade in den höheren Kapiteln durch Telekinese und anderen Gemeinheiten das Leben schwer.