Eigentlich als Figur für ein Konzept-Album gedacht, erlangte der kleine Drache Tabaluga recht schnell Bekanntheit – vor allem bei jüngeren Kindern. Klar, dass eine TV-Zeichentrickserie für diese Zielgruppe nicht lange auf sich warten liess. Und nun, wie sollte es anders sein, folgt eine Umsetzung von Tabaluga für den Nintendo DS. Wir haben uns in das eiskalte Abenteuer gestürzt...
Frostiger Empfang
Arktos, der Herrscher der Eiswelt, ist fuchsteufelswild! Ein mutiger kleiner Baum in Grünland lehnt sich gegen ihn auf und hört trotz Kälte und Schnee nicht auf zu wachsen und zu sprießen. Vor lauter Wut reißt Arktos den armen kleinen Baum aus. Doch in dem Loch, das der entwurzelte Baum hinterlassen hat, finden die Einwohner von Grünland ein Drachenei. Und bald darauf schlüpft aus dem Ei ein kleiner, grüner Drache. Sein Name ist Tabaluga und seine Bestimmung ist es, Grünland vor dem fürchterlichen Arktos zu retten!
In der Rolle des kleinen Drachen Tabaluga wandert ihr im Spielverlauf auf einer Weltkarte durch 5 Kapitel mit insgesamt 26 Leveln. In diesen erwartet euch übliche Jump'n'Run-Kost – ihr rennt und springt durch die Level, beseitigt Gegner durch einen Sprung auf deren Schädel und sammelt Sterne ein. Weiterhin sind noch einige spezielle Dinge, wie Herzen, die eure Lebensenergie wieder auffüllen, in den Levels versteckt. Leider gibt es im gesamten Spiel keine Möglichkeit, die maximale Anzahl an Herzen hochzuschrauben – so müsst ihr stets mit dreien auskommen.
Das eigentliche Geschehen findet auf dem unteren DS-Bildschirm statt. Hier steuert ihr Tabaluga durch die Landschaft. Auf dem oberen Bildschirm seht ihr direkt, was über Tabaluga vor sich geht. Mit den Schultertasten kann der Bildausschnitt nach oben oder unten verschoben werden - so könnt ihr leicht abschätzen, welche Gefahren nach einem Sprung auf Tabaluga warten.
Insgesamt geht die Steuerung schon nach wenigen Minuten sehr zügig von der Hand. Erleichtert wird dies vor allem dadurch, dass auf TouchScreen-Spielereien verzichtet wurde und sich der kleine Drache klassisch, also mit Steuerkreuz und Aktionsknöpfen, durch die Level bringen lässt.
Drache + Feuer = Eis in Gefahr
Einige Bewohner von Grünland wurden von Arktos eingefroren. Habt ihr erst einmal das Feuerspucken erlernt, könnt ihr in bereits geschaffte Level zurückkehren und diese befreien. Auch habt ihr später die Möglichkeit, für eine kurze Zeit zu fliegen und mit einem Drachenschlag versteckte Zugänge freizulegen.
Die Präsentation erfolgt sehr zielgruppengerecht: Die Zwischensequenzen, wie auch das eigentliche Spiel, sind in einer liebevollen Comic-Grafik gehalten. Musik und Soundeffekte hätten besser ausfallen können, erfüllen aber ihren Zweck. Sprachsamples, statt Texteinblendungen wären aufgrund der Zielgruppe jedoch wünschenswert gewesen. So ist mitunter die Hilfe eines Erwachsenen erforderlich.
Um auch ein wenig Herausforderung zu bieten, stehen drei verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Verfügung, die darauf warten, geschafft zu werden. Auch können im Laufe des Spieles insgesamt drei Minispiele freigeschaltet werden, wie z.B. das Schneeballwerfen.